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Coronavirus Sars-CoV-2

Coronavirus Sars-CoV-2: Lungenkrankheit Covid-19 breitet sich weltweit aus

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Das Coronavirus Sars-CoV-2 und die Lungenkrankheit Covid-19 breiten sich seit Anfang 2020 aus - längst ist die Krankheit weltweit verbreitet.

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 löst die Krankheit Covid-19 aus.
  • Die Krankheit Covid-19 ist erstmals in China, in der Millionenstadt Wuhan, aufgetreten.
  • Eine Infektion mit dem Coronavirus kann man am besten durch einfache Hygienemaßnahmen vermeiden.

„Coronavirus“ oder „neuartiges Coronavirus“ und „2019-nCoV“ bezeichnet ein neues Virus, das im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan aufgetreten ist. Im Januar 2020 wurde es als ein Coronavirus identifiziert - es gehört damit zur selben Viren-Familie wie Sars und Mers. Im Februar 2020 hat das „neuartige Coronavirus“ einen offiziellen Namen erhalten: Sars-Cov-2, die dadurch verursachte Krankheit hat den Namen Covid-19 (COrona VIrus Disease 2019) bekommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch der Krankheit als „internationale Gesundheitsnotlage“ eingestuft, seit 11. März 2020 ist von einer Pandemie die Rede - die wohl erst mit einem oder mehreren wirksamen Impfstoffen beendet wird.

Die Krankheit Covid-19 wird durch das bis Januar 2020 unbekannte Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst. Es wurde Anfang Januar 2020 von einem chinesischen Virologen identifiziert, wenige Tage später wurde von der WHO bestätigt, dass es sich um ein bis dahin unbekanntes Coronavirus handelt. Weil die WHO seit 2015 empfiehlt, Krankheitserreger und Erkrankungen nicht nach dem Entdeckungsort zu benennen, wurde die Virenerkrankung nicht nach der chinesischen Stadt Wuhan benannt, sondern nach dem englischen Begriff für „Corona-Viruserkrankung“: „Corona Virus Disease 2019“ - abgekürzt: „Covid-19“. Der Name des Virus selbst, Sars-CoV-2 steht für „Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2“.

Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19: Übertragung, Symptome und Sterblichkeit

Die Krankheit Covid-19 wird von Mensch zu Mensch übertragen, Experten gehen davon aus, dass sich das Virus Sars-CoV-2 durch die „respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel“ verbreitet. Diese Tröpfchen oder Aerosole werden beim Atmen und Sprechen, noch stärker aber beim Schreien und Singen ausgestoßen. Auch eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist nach Angaben des Robert-Koch-Institus (RKI) nicht auszuschließen. Coronaviren wurden auch im Stuhl nachgewiesen - allerdings wurden in Studien bisher nur selten vermehrungsfähige - und damit ansteckende - Viren gefunden.

Die Inkubationszeit - also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit - dauert bis zu 14 Tage. Covid-19 kann (muss aber nicht) mit folgenden Symptomen einhergehen:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Fieber
  • Durchfall
  • Atemprobleme
  • Lungenentzündung
  • Störung von Geruchs- und/oder Geschmackssinn

Atemprobleme und Lungenentzündungen treten vor allem bei Patienten mit einem schwereren Verlauf der Krankheit auf. Es sterben vor allem - aber nicht nur - ältere Patienten und/oder Personen, die bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Zudem zählen Allergiker und Asthmatiker in der Corona-Krise zur Risikogruppe.

Coronavirus Sars-CoV-2: Behandlung der Krankheit Covid-19 und Impfung

Eine spezifische Therapie, die gegen die Krankheit Covid-19 gerichtet ist, gibt es derzeit nicht. Hauptsächlich werden unterstützende Maßnahmen, die an den Verlauf der Krankheit angepasst werden, angewandt - also beispielsweise Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts oder Antibiotika-Einnahme. Außerdem werden vorhandene Grunderkrankungen behandelt. Gleichzeitig forschen Wissenschaftler auf diesem Gebiet, unter anderem werden bereits vorhandene Medikamente getestet, die im Kampf gegen Covid-19 helfen könnten.

Der erste Impfstoff gegen Corona, der in Europa zugelassen wurde, wurde von dem Mainzer Unternehmen Biontech in Zusammenarbeit mit dem Pharmariesen Pfizer entwickelt. Es folgten weitere, u.a. von Moderna und Astrazeneca. Es sind weitere Impfstoff-Kandidaten in der Entwicklung. Anfang August 2020 hat Russland als erstes Land weltweit einen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen - das wurde jedoch von Experten kritisiert, da es bisher nicht ausreichend Tests mit Menschen gegeben hat.

Coronavirus Sars-CoV-2: Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe

  • ältere Personen (Risiko für schweren Verlauf steigt ab etwa 50-60 Jahren)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Personen mit chronischer Lungenerkrankung
  • Personen mit chronischer Nieren- und Lebererkrankung
  • Patienten mit Diabetes mellitus
  • Patienten mit Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. Immunschwäche-Krankheit oder durch Einnahme von Medikamenten)

Coronavirus Sars-CoV-2: Kontaktpersonen müssen 14 Tage in Quarantäne

Weil die Inkubationszeit von Covid-19 maximal 14 Tage beträgt, müssen Kontaktpersonen von bestätigten Covid-19-Infektionsfällen für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Dort wird ihr Gesundheitszustand vom Gesundheitsamt beobachtet, das rasch handeln kann, falls Symptome auftreten.

Auch die Kontakte der Menschen in Quarantäne werden so minimiert - so dass das Virus im Zweifelsfall nicht weitergegeben werden kann. So soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus möglichst verhindert oder zumindest eingedämmt werden. Eine erste Studie zeigt, wie lange man ansteckend ist, wenn man sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Schutz vor dem Coronavirus Sars-CoV-2: Empfohlen werden Hygienemaßnahmen

Das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfehlen folgende Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 - die allerdings auch für Krankheiten wie die Grippe gelten:

  • Händewaschen: Die Hände kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können sie durch Berührung weiter übertragen. Deshalb sollte man die Hände nicht nur dann waschen, wenn sie schmutzig sind, sondern regelmäßig (beispielsweise beim nach-Hause-kommen, nach dem Toilettenbesuch, nach dem Wickeln, nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen, nach dem Kontakt mit Tieren oder Abfällen). Gründliches Händewaschen sollte 20 bis 30 Sekunden dauern.
  • Hygiene beim Husten und Niesen: Beim Husten und Niesen werden Krankheitserreger versprüht - wenn man vergisst, einige grundlegende Dinge zu beachten. Dazu gehören: Abstand halten beim Husten oder Niesen und sich idealerweise von anderen Personen wegdrehen. Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen und dieses anschließend in einem geschlossenen Mülleimer entsorgen. Ist kein Taschentuch verfügbar: In die Armbeuge niesen oder husten und sich von anderen Personen abwenden.
  • Abstand halten: Wer eine ansteckende Infektionskrankheit hat, sollte Abstand zu anderen Personen halten (etwa ein bis zwei Meter) - das gilt vor allem bei gefährdeten Menschen wie Schwangeren, Säuglingen, alten oder immungeschwächten Menschen. Vor allem engen Kontakt (Küssen, Umarmen), sollte man meiden. Nach dem Kontakt mit Kranken: Hände gründlich waschen.

Lange Zeit galt, dass ein Atemschutz nicht als Schutz vor Covid-19 hilft, jedoch bei korrekter Anwendung dafür sorgen kann, dass erkrankte Personen das Virus nicht über die Luft weiter übertragen. Mittlerweile gilt deutschlandweit eine Maskenpflicht - da man mittlerweile davon ausgeht, dass die so genannten „Behelfsmasken“ doch etwas schützen.

Coronavirus Sars-CoV-2 in China: Abriegelung von Wuhan, Notkrankenhäuser

Die chinesische Stadt Wuhan und die Region Hubei waren vom Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 zu Beginn besonders stark betroffen. Bereits im Januar 2020 wurden sämtliche Zug- und Flugverbindungen, die Wuhan mit anderen Gegenden verbinden, eingestellt. Auch der Bus- und U-Bahn-Verkehr wurde eingestellt, die Bewohner durften die Stadt nicht verlassen. Mittlerweile hat sich die Lage dort wieder normalisiert.

In Wuhan entstand ein Notkrankenhaus mit etwa 1000 Betten, in dem an Covid-19 erkrankte Personen behandelt werden sollten. Aufgrund der Quarantäne können Betroffene die Stadt nicht verlassen, die Kapazität der Krankenhäuser reichte jedoch nicht aus. Auch in anderen Städten wurden Notkrankenhäuser gebaut oder vorhandene Krankenhäuser für das Coronavirus umgerüstet.

Test auf Coronavirus Sars-CoV-2: Wer getestet wird und wie der Test abläuft

Für den Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2 wird eine Methode genutzt, die auch bei Vaterschaftstests zum Einsatz kommt: Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Dafür benötigen Forscher Abstriche aus Rachen und Nase, die anschließend mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion untersucht werden. Innerhalb von ein bis zwei Tagen ist das Testergebnis da. Das Unternehmen Bosch bietet bereits seit April einen Corona-Test an, der nach 2,5 Stunden ein Ergebnis liefert und der auch in der Arztpraxis ausgewertet werden kann. Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere schnelle Tests, unter anderem in Testzentren an Flughäfen und Bahnhöfen.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet sich auch in Deutschland. Zuerst machten sich Eltern nur Gedanken darüber, mittlerweile ist es Realität und sie erfahren, was es bedeutet, wenn die Kita oder Schule wegen des Coronavirus geschlossen sind. Was bedeutet es für Arbeitnehmer, wenn sie unter Quarantäne stehen oder der Arbeitgeber vorübergehend schließen muss? Außerdem stellt sich die Frage: Wie kann man sich auf eine Pandemie vorbereiten? In Deutschland wurde stellenweise aufgrund der Corona-Krise eine Ausgangssperre verhängt. Zunächst wurde wegen des Coronavirus ein Kontaktverbot in Deutschland verhängt. Doch wen darf man bei einem Kontaktverbot wegen Corona noch besuchen?

Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Dax und Dow Jones leiden, einige Unternehmen sind pleite. Ex-US-Präsident Donald Trump befürchtete offenbar, dass sich das wiederum auf seinen Wahlkampf und seine Gewinnchancen bei der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 auswirken könnte. Deshalb versuchten Donald Trump und seine Anhänger, die Gefahr durch das Coronavirus herunterzuspielen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lockerte vorübergehend die Vorschriften für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Ärzte dürfen jetzt Patienten mit Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben. Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es gute Nachrichten aus den USA: Die Ergebnisse eines klinischen Tests, ob das Ebola-Mittel Remdesivir gegen Covid-19 wirkt, macht Hoffnung.

Das Coronavirus hat auch paradoxe Auswirkungen: In der Schweiz schwächelt das Internet, weil offenbar zu viele Menschen wegen des Coronavirus zu Hause sitzen und Netflix schauen oder Playstation spielen. Droht der Netflix-Stopp? Und wie sieht es mit dem Internet in Deutschland aus? Wie geht es in der Corona-Krise in Deutschland nach Ostern weiter? Experten machen Vorschläge. Corona-Krise: Ein hundert Jahre alter Impfstopff könnte helfen. Nach wochenlangem Stillstand treten in Deutschland erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft.

(Stand: 12. Februar 2021)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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