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In einem Krankenhaus in Wuhan arbeitet das medizinische Personal nur noch in Schutzanzügen. Hier berechnen die Behörden eine Sterberate von knapp drei Prozent.

Sars-CoV-2 und Covid-19

Robert-Koch-Institut bestätigt: Sterberate ist bei Coronavirus höher als bei Grippe

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Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist tödlicher als die Grippe, erklärt das Robert-Koch-Institut. Doch es ist schwierig, dies zu berechnen.

  • Experten: Coronavirus Sars-CoV-2 und die Lungenkrankheit Covid-19 sind tödlicher als Grippe
  • Berechnungen für die Sterberate von Sars-CoV-2 ist allerdings mit Unsicherheiten behaftet
  • Ursachen für Todesfälle sind meist Lungenentzündungen, Atemnot oder Blutvergiftung

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 sei tödlicher als die Grippe, sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, am Donnerstag (27.02.). Um wie viel höher die Sterberate tatsächlich ausfalle, könne man allerdings erst nach Ende der Epidemie sagen. Die Letalität der neuartigen Lungenerkrankung beschäftigt Forscher weltweit. 

Coronavirus Sars-CoV-2: WHO beziffert Sterberate für China ohne das Epizentrum Hubei auf 0,7 Prozent

Aktuell schwanken die Zahlen von Land zu Land und innerhalb Chinas sogar von Region zu Region. Bruce Aylward von der Weltgesundheitsorganisation WHO bezifferte die Sterberate für China ohne das Epizentrum Hubei auf 0,7 Prozent. Das entspricht sieben Verstorbenen pro 1000 Infizierten. Für die Provinz Hubei, wo die Seuche ihren Ausgang genommen hatte und es besonders viele Infizierte gibt, berechneten die chinesischen Behörden eine weitaus höhere Sterberate von 2,9 Prozent.

Zum Vergleich: Die Schweinegrippe kam 2009 auf eine geschätzte Sterberate von einem Verstorbenen bei 10.000 Infizierten, das sind 0,01 Prozent. Für die jährliche Grippewelle gehen die Schätzungen von ein bis zwei Todesfällen pro 1000 Infizierten aus, was eine Letalität von 0,1 bis 0,2 Prozent bedeutet.

Die Berechnungen für die Sterberate von Sars-CoV-2 ist allerdings mit Unsicherheiten behaftet. So müssten für korrekte Ergebnisse alle Menschen gefunden werden, die sich angesteckt haben – was illusorisch ist.

Coronavirus Sars-CoV-2 und Lungenkrankheit Covid-19: Sechs von 100 Erkrankten benötigen Intensivbehandlung

Mediziner gehen davon aus, dass die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 bei 80 von 100 Infizierten milde verläuft, während 14 schwer erkranken und sechs eine Intensivbehandlung benötigen. Die Ursachen für Todesfälle durch das Coronavirus sind meist Lungenentzündungen, Atemnot oder Blutvergiftung. Je besser eine Klinik ausgestattet ist, desto größer die Chance, auch bei einem schweren Verlauf zu überleben. 

Von Pamela Dörhöfer

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lockert vorübergehend die Vorschriften für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Ärzte dürfen jetzt Patienten mit Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben.

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