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FFP2-Mund-Nasen-Schutz

Ausgabe von Corona-Masken: Apotheken rechnen mit großem Ansturm

Apotheken in der gesamten Bundesrepublik rechnen mit einem großen Ansturm auf FFP2-Masken gegen das Coronavirus. Doch nicht überall sind die Masken erhältlich.

  • 27 Millionen Menschen können seit Dienstag kostenlose FFP2-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus in Apotheken abholen.
  • Berechtigt sind Menschen, die älter als 60 Jahre sind oder die einer Coronavirus-Risikogruppe angehören.
  • Die Bundesvereinigung Deutscher Apotheker (ABDA) warnt vor langen Warteschlangen.

Frankfurt - Es werden ein enormer Andrang und lange Warteschlangen erwartet: Seit Dienstag (15. Dezember 2020) können rund 27 Millionen Menschen aus Corona-Risikogruppen in Apotheken kostenlose FFP2-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus abholen.

Die Ausgabe der Schutzmasken soll in einem stufenweisen Verfahren erfolgen. Zunächst sollen ab Dienstag über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Die FFP2-Masken können bis zum 6. Januar abgeholt werden. Vorgelegt werden muss laut Informationen des Bundesgesundheitsministeriums der Personalausweis, oder der Kunde müsse eine „nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen“ erklären. Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

FFP2-Masken gegen Coronavirus sollen in zwei Stufen ausgegeben werden

Ab dem 1. Januar können Menschen der Risikogruppen weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs FFP2-Masken bekommen - vorgesehen ist dafür dann ein Eigenanteil von jeweils zwei Euro für je sechs Masken. Den Bund kostet die Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

Auch wenn FFP2-Masken besonders wirksam Partikel aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft filtern, bieten sie keinen 100-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus, wie der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Friedemann Schmidt, erklärte. „Eine FFP2-Maske ist kein Freifahrtschein“, sagte er. Alle anderen Infektionsschutzregeln sollten weiterhin eingehalten werden. Dazu gehörten Händewaschen, Abstand halten, Lüften und die Benutzung der Corona-Warn-App.

Schmidt appellierte zudem, Geduld zu haben und nicht gleich am ersten Tag zu den Apotheken zu strömen. Denn lange Warteschlangen sollten aus Gründen des Schutzes vor dem Coronavirus möglichst vermieden werden. „Wir können nicht alle Berechtigten an einem Tag versorgen, und die benötigten Masken werden auch erst nach und nach in die Apotheken geliefert“, so Schmidt. Tatsächlich mussten am Dienstag bereits zahlreiche Menschen unverrichteter Dinge die Apotheken verlassen. Sie machten ihrem Unmut unter anderem auf Twitter Luft.

Einen Anspruch auf kostenlose FFP2-Masken haben Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, oder bei denen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der folgenden Risikofaktoren vorliegt:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Herzinsuffizienz, chronische Niereninsuffizienz Stadium 4
  • Demenz oder Schlaganfall
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder  stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, die die Immunabwehr  beeinträchtigen kann
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation
  • Trisomie 21
  • Risikoschwangerschaft

Wer nicht zu den Gruppen gehört, die FFP2-Masken kostenlos erhalten, kann sich trotzdem mit diesen vor dem Coronavirus schützen. Allerdings müssen beim Kauf einige Dinge beachtet werden. Wichtig ist eine CE-Kennzeichnung*. (uf mit dpa) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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