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Corona-Mutante

Coronavirus: Das ist über die Delta-Variante bekannt

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
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Sehr schnell hat die Corona-Mutante Delta die Alpha-Variante überholt. Sie erweist sich als noch ansteckender – alle Informationen zur Delta-Variante.

Die Delta-Variante (B.1.617.2) des Coronavirus kurbelt die Corona-Pandemie weltweit kontinuierlich an. Innerhalb der kürzesten Zeit hat die Corona-Mutatante Delta die vorher dominierende Alpha-Variante eingeholt. Doch wie ansteckend und gefährlich ist die Delta-Variante tatsächlich? Wie gut schützt die Impfung vor der Corona-Mutante? Wir werfen einen Blick auf die Informationen.

Corona: Was ist die Delta-Variante?

Die Delta-Variante (B.1.67.2) ist eine durch Mutationen entstandene Variante des Coronavirus (Sars-Cov-2). Sie ist die erste Variante, die zwei Mutationen an einem Virus trägt. Bereits im Oktober 2020 wurde sie im indischen Bundesstaat Maharashtra entdeckt. Seitdem verbreitet sich die in Indien entdeckte Mutante weltweit. In Deutschland trat sie erstmals am 18. März 2021 auf. Nur knapp zwei Monate später wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregende Variante“ (VOC) eingestuft.

Bisher wurde die Delta-Mutante in rund 96 Ländern von der WHO festgestellt. Die Delta-Variante hat mehrere Mutationen, welche wissenschaftlich bisher noch nicht erforscht sind. Wie Deepti Gurdasani, klinische Epidemiologin an der Queen Mary University of London, sagt, sei bisher bekannt, dass die Mutationen dem Virus erlauben, sich einfacher an die Zellen der Menschen zu binden. Außerdem würden diese einigen Immunreaktionen entgehen.

  • Entdeckt: Im Oktober 2020
  • Ursprung: Im indischen Bundesstaat Maharashtra
  • In Deutschland: Seit dem 18. März 2021
  • Besorgniserregende Variante (VOC): Seit dem 11. Mai 2021
  • Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Schnupfen, trockene Kehle
  • Kein Verlust von Geruch und Geschmack

Corona: Was sind die Symptome der Delta-Variante?

Wie erste Forschungen aus Großbritannien ergeben haben, unterscheiden sich die Symptome der Delta-Variante etwas von den anderen. Besonders bei jungen Menschen soll die Delta-Variante Erkältungs-ähnliche Anzeichen aufweisen. Neben Fieber sollen Kopfschmerzen, Schnupfen und eine trockene Kehle als Symptome der Delta-Mutante auftreten. Anders als teilweise bei der Alpha-Variante soll kein Verlust von Geruch und Geschmack auftreten.

Bisher fehlten laut Virologen jedoch noch genauere Untersuchungen, um die genannten Symptome eindeutig der Delta-Variante zuzuordnen.

Coronavirus: Delta-Variante ist deutlich ansteckender

Die Delta-Variante soll gefährlicher und ansteckender als die Alpha-Variante sein: Nach britischen Forschungen (Neil Ferguson) ist die Corona-Mutante Delta um bis zu sechzig Prozent infektiöser. Wie die Varianten Alpha (B.1.1.7), Beta (B.1.351) und Gamma (P.1), wurde auch die Delta-Variante von der Weltgesundheitsorganisation als „Variant of Concern“ eingestuft. Diese Einstufung erfolgt bei leicht übertragbaren Varianten, die sich schneller ausbreiten können und möglicherweise schwerere Erkrankungen verursachen.

Die Infektionszahlen in Ländern wie Großbritannien und Indien belegen, dass sich die Delta-Variante zudem deutlich rasanter verbreitet hat. Über neunzig Prozent der Menschen, die sich im Juni 2021 mit dem Coronavirus in Großbritannien ansteckten, infizierten sich mit der Delta-Variante, so eine Studie von Public Health England (PHE).

„Variant of Concern“ – so wird die Delta-Variante des Coronavirus von der Weltgesundheitsorganisation eingestuft. Wie gefährlich und ansteckend ist die Variante überhaupt?

In Europa gilt die Delta-Mutante als weit verbreiteste Variante bisher. Auch in Deutschland herrscht die Delta-Variante vor den anderen Mutationen – sie trat bereits in jedem Bundesland auf. Eine Risikoanalyse des britischen Gesundheitsministeriums erklärt sich die rasante Ausbreitung von Delta mit zwei ausschlaggebenden Indikatoren: Die Variante ist ansteckender und Impfungen schützen weniger vor Übertragungen.

Corona: So schützt die Impfung vor der Delta-Variante

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist man mit nur einer Dosis des Impfstoffs von Biontech minimal bis mäßig weniger gut gegen die Delta-Variante geschützt. Bei nur einer Impfung mit Astrazeneca ist das Risiko hingegen erhöht, sich noch einmal anzustecken. Der Grund: Dabei werden offensichtlich weniger neutralisierende Antikörper gebildet als bei zwei Impfungen mit Vaxzevria oder ein bis zwei Impfungen mit Biontech.

Vollständig Geimpfte mit Biontech oder Astrazeneca seien jedoch vor einem schweren Corona Verlauf geschützt. Außerdem könnten die Impfstoffe bei Infektion mit der Delta-Variante einen Krankenhausaufenthalt zu über 90 Prozent verhindern, so eine Studie von England Public Health (EPH).

Fachleute weisen darauf hin, dass nur die vollständige Impfung einen hohen Schutz gegen die Delta-Variante bietet. Außerdem sollten weiterhin in geschlossenen Räumen Masken getragen werden, sowie Abstand gehalten werden, um der Delta-Mutante entgegen zu wirken. (Yasemin Kamisli)

Rubriklistenbild: © Wu Zhizun / dpa

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