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Corona: Mehr geimpfte Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

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Von: Lukas Zigo

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Corona-Intensivstation
Der Anteil der geimpften Covid-19-Patienten auf Intensivstationen ist gestiegen. (Symbolfoto) © Fabian Strauch/dpa

Durch eine höhere Impfquote steigt der Anteil an Geimpften auf Corona-Intensivstationen an.

Berlin – Medienberichten zufolge ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Von den 1186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September „intensivmedizinisch versorgt“ werden mussten, waren 119 gegen das Virus geimpft, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Von Februar bis Anfang September lag der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent (210 von 11419 Fällen).

Dabei berufen die Zeitungen sich auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Daten stammen vom Robert Koch-Institut (RKI). Weiter berichtet die Funke-Mediengruppe, dass der gestiegene Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen nach Angaben von Behörden und Fachleuten vor allem mit der stark gestiegenen Zahl der Geimpften zusammenhängt. Mehr als 65 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile doppelt gegen das Virus geimpft.

Coronavirus: Nächste Welle breitet sich aus „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit“

Dem Bericht zufolge erklärte das RKI: „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Corona derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“

Coronavirus - Patient auf Intensivstation
Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation einen an Covid-19 erkrankten Patienten © Ole Spata/dpa

Laut Funke-Zeitungen hob das Gesundheitsministerium die Schutzwirkung der Impfung vor einer schweren Erkrankung hervor. „Fakt ist, dass Impfungen schützen und ein fehlender Impfschutz der Hauptgrund ist, warum Personen mit einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, teilte das Ministerium demnach mit.

Intensivmediziner – Patient:innen mit schweren Corona-Verläufen: „in fast allen Fällen ungeimpft“

Der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, sagte den Funke-Zeitungen: „Die Patientinnen und Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen sind in fast allen Fällen ungeimpft.“ Impfdurchbrüche mit schweren Verläufen seien dagegen noch immer im einstelligen Prozentbereich. Der Impfdurchbruch treffe zudem meist Menschen, deren „Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind“.

Der Intensivmediziner fuhr fort: „Leider sehen wir auch immer mehr Menschen unter 60 mit schweren oder tödlichen Verläufen, die nicht geimpft sind“. Es gelte: „Die Corona-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen.“ (Lukas Zigo mit dpa)

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