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Pandemie

Stark steigende Corona-Infektionszahlen – WHO spricht von „kritischem Punkt“ in Pandemie

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
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Die Corona-Infektionszahlen steigen weltweit weiter an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, Schutz- und Hygienemaßnahmen konsequent umzusetzen und hat eine Empfehlung ausgearbeitet.

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich angesichts der weltweit stark ansteigenden Coronavirus-Infektionszahlen besorgt. „Wir sind gerade an einem kritischen Punkt der Pandemie“, sagte WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf.

Van Kerkhove zufolge seien vergangene Woche rund 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden – ein Anstieg um neun Prozent. Vor einem Jahr seien es zur gleichen Zeit etwa 500.000 Fälle gewesen. Die Zahl der Todesfälle habe um fünf Prozent zugenommen. Allein in Deutschland meldete das Robert-Koch-Institut am heutigen Dienstag 294 Todesfälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Alle aktuellen Zahlen für Deutschland finden Sie in unserem Corona-Fallzahlen-Ticker.

Corona-Infektionszahlen steigen laut WHO weiter stark an

In der vergangenen Woche sei insgesamt der vierthöchste Anstieg binnen einer Woche seit Ausbruch des Coronavirus verzeichnet worden, erläuterte darüber hinaus WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Und das, obwohl bereits mehr als 780 Millionen Menschen weltweit geimpft worden seien. Der stärkste Anstieg der Fallzahlen war in einigen Ländern Asiens und im Nahen Osten registriert worden.

Die Situation auf den Intensivstationen weltweit (hier ein Foto aus der Universitätsmedizin Rostock) ist im Zuge der Corona-Pandemie angespannt. Dies ist laut WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vollkommen vermeidbar. (Symbolfoto)

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach sich jedoch gegen „unendliche Lockdowns“ aus. Er forderte Schutz- und Hygienemaßahmen wie Abstand halten, Mund-Nase-Masken tragen, Hände waschen, Lüften, Testen, Kontakte nachverfolgen und die Einhaltung von Quarantäne weiter konsequent umzusetzen. Derzeit gebe es in vielen Ländern überfüllte Intensivstationen und viele Todesfälle. Dies sei völlig vermeidbar, so der WHO-Chef. Auch in Deutschland regt sich Widerstand gegen geplante Ausgangssperren.

WHO fordert Verkaufsverbot von lebenden Wildtieren auf Märkten

Um die Ausbreitung neuer Krankheiten wie das neuartige Coronavirus zu verhindern, forderte die Weltgesundheitsorganisation am Dienstag (13.04.2021) ein Verkaufsverbot von lebenden Wildtieren auf Lebensmittelmärkten. Mit der Weltorganisation für Tiergesundheit und dem UN-Umweltprogramm hat die WHO vor Kurzem eine vorläufige Empfehlung erarbeitet: Alle Länder sollen „als Notfallmaßnahme“ den Verkauf von in freier Wildbahn gefangener Säugetiere auf Lebensmittelmärkten aussetzen. Empfohlen wird zudem, Marktbereiche, wo lebende Wildtiere verkauft werden, bis zum Abschluss einer angemessenen Risikoanalyse zu schließen.

Coronavirus

Alle Informationen zu Sars-CoV-2 finden Sie auf unserer Themenseite Corona-News.

Laut WHO gehen mehr als 70 Prozent der neu auftauchenden Infektionskrankheiten beim Menschen auf einen tierischen Ursprung zurück. Wild lebende Säugetiere stellten dabei ein besonders großes Risiko bei der Entstehung von Erregern wie etwa das neuartige Coronavirus dar.

Nach Ansicht der WHO wurden erste Infizierte in Zusammenhang mit dem Huanan-Markt in der chinesischen Stadt Wuhan festgestellt. Dort wurden neben Meeresfrüchten auch lebende Wildtiere verkauft. Angesteckt hatten sich Standbesitzer, Angestellte und Stammkunden des Marktes. WHO-Experten gehen davon aus, dass sich das neuartige Coronavirus wahrscheinlich von Fledermäusen über ein anderes Tier auf den Menschen übertragen hat. Auf dem Huanan-Markt seien jedoch keine Beweise für infizierte gefunden worden, hatten Wissenschaftler in ihrem Bericht festgestellt. (uf mit dpa, AFP)

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa

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