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Die Corona-Warn-App wurden mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen.
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Die Corona-Warn-App wurde mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen.

Corona-App für Handys

Corona-Warn-App 2.0: QR-Code verbessert digitale Kontakt-Nachverfolgung

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Die aktualisierte Version der Corona-Warn-App für Handys enthält künftig einen QR-Code. Das ermöglicht eine bessere Nachverfolgung der Kontakte.

Berlin - Die Corona-Warn-App erhält am Freitag mit der „Check-In“-Funktion eine wichtige Aktualisierung. Mit Version 2 ist es künftig möglich, so genannte „QR Codes“ mit der Handykamera aufzunehmen und sich damit bei Besuchen von Restaurants oder Veranstaltungen anzumelden und eine Kontaktverfolgung bei positiven Coronafällen zu ermöglichen.

Was ist der Sinn der QR-Codes?

Betreiberinnen und Betreiber von Gaststätten, Läden oder Veranstaltungen können mit der App eine Grafik erzeugen, die von Handykameras ausgelesen werden kann. Der QR-Code (englisch für „quick response“, also schnelle Reaktion) löst im Handy einen Link aus. Mit diesem kann sich ein Gast an einem Ort anmelden. Im Handy wird lokal in der Corona-Warn-App gespeichert, wann sich das Gerät wo befunden hat. Beim Verlassen des Orts muss sich das Handy abmelden, damit der Zeitraum des Besuchs eingeschränkt wird.

Digitale Corona-Nachverfolgung: Gesundheitsämter können auf die Daten der Handy-App zugreifen

Macht das nicht auch die Luca-App?

Die Erweiterung übernimmt die QR-Code-Idee von der Luca-App, mit der sich etwa das Publikum bei Konzerten zur Kontaktnachverfolgung bei einer Infektion identifizieren lässt. Die Luca-App wird von einer privaten Initiative verbreitet, um Veranstaltern bei der Kontaktverfolgung zu helfen. Bei der Luca-App sind Echtnamen, Adresse, E-Mail und Telefonnummer im Smartphone hinterlegt. Bei einer Anmeldung werden diese zur Veranstaltungsfirma übertragen. Bei einer Infektion können Gesundheitsämter auf die Adressdaten zugreifen. Datenschützer kritisieren, dass bei der Luca-App große Mengen sensibler persönlicher Daten zentral abgelegt werden

Was macht die Corona-Warn-App anders?

Die Corona-Warn-App hat ein komplett anderes Datenschutzverfahren. Sie erfasst keine persönliche Daten. Sie vernetzt anonym Nutzerinnen und Nutzer, die die App installiert haben. Sobald ein positives Testergebnis in die Warn-App eingetragen wird, erhalten alle Smartphones, die zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren, einen Warnhinweis ohne dass bekannt wird, welche Person sich hinter der Meldung verbirgt. Bei einer Warnung müssen sich dann Betroffene selbst beim Gesundheitsamt melden. Diese technische Messung einer möglichen Begegnung von zwei Smartphones ist allerdings sehr fehleranfällig. Durch die QR-Codes wird diese Erfassungslücke manuell geschlossen, indem gezielt eingetragen wird, wer sich zur gleichen Zeit an einem Ort mit vielen anderen Menschen befindet.

Digitale Kontakt-Nachverfolgung: Corona-Warnapp wurde schon 25 Millionen Mal auf Handys geladen

Wie viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App?

Der große Vorteil der Lösung des Gesundheitsministeriums ist die große Verbreitung der App. Laut offiziellen Angaben wurde die Software 25,7 Millionen Mal aus den App-Stores für Apple-iPhones (14,1 Millionen) oder Android-Smartphones (11,6 Millionen) heruntergeladen. Die Nutzzahl ist wesentlich geringer, da nicht alle die App aktiviert haben oder sie wieder deinstalliert haben. Seit der Veröffentlichung der App im August wurde knapp neun Millionen Mal ein positives oder negatives Testergebnis eingetragen.

Wie werden die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bei Veranstaltungen damit geschützt?

Die App bietet keinen Schutz, das können nur die Hygieneregeln leisten. Wer Dienst bei einer Veranstaltung leistet, erfährt aber durch die App, wann er Kontakt zu einem Menschen mit positiven Testergebnis hatte. Medizinisches Personal erhält übrigens keine Warnung in der Corona-Warn-App, da die Beschäftigten erst nachträglich Kontakt mit den zu Behandelnden haben.

Kontaktnachverfolung per Corona-App: Daten werden nur lokal auf dem Handy gespeichert

Ist die Corona-Warn-App sicher?

Die Daten werden nur lokal auf dem eigenen Smartphone abgelegt. In der Ansicht „Meine Check-Ins“ ist einsehbar, welche Orte zu welchem Zeitpunkt besucht wurden. Diese Historie verrät natürlich etwas über die Gewohnheiten, wird aber nicht zentral erfasst. Kartenfunktionen wie Google Maps oder Mobilfunkdaten werden oftmals gebündelt und lassen damit wesentlich mehr Aufschlüsse über persönliche Verhaltensweisen zu. (Thomas Kaspar)

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