Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Coronavirus

WHO warnt vor „500.000 Corona-Toten bis Februar“ in Europa

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

Die steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise lösen bei der Weltgesundheitsbehörde große Bedenken aus.

London - Die Zahlen steigen wieder und längst warnen die Fachleute vor einer vierten Welle in der Corona-Pandemie. Vor allem Europa ist vom Anstieg der Infektionszahlen in der Corona-Krise betroffen. Aus diesem Anlass warnte nun Dr. Hans Kluge, dass der Kontinent „einmal mehr im Epizentrum der Pandemie“ stehe. Das sagte der Experte bei einem Pressegespräch in London.

Der Blick auf die Ansteckungsrate innerhalb der 53 Staaten in Europa und Zentralasien, für die Kluge bei der WHO zuständig ist, gebe deutlich Anlass zur Sorge. Die täglichen Fallzahlen näherten sich einem Rekordlevel. „Jedes einzelne Land in Europa und Zentralasien ist aktuell einer realen Bedrohung des Wiederauflebens von Covid-19 ausgesetzt oder kämpft bereits dagegen. Das Tempo in den 53 Ländern ist sehr besorgniserregend“, sagte Kluge am Donnerstag (04.11.) im Rahmen einer Pressekonferenz.

Ein Angestellter in Schutzkleidung desinfiziert den Außenbereich des Bahnhofs in Sawjalowo in Russland. Das Land erlebt einen deutlichen Anstieg der Corona-Fallzahlen.

Corona-Pandemie in Europa: 24.000 Tote innerhalb von einer Woche

Allein in der vergangenen Woche hatten sich in Europa fast 1,8 Millionen weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das entspricht 59 Prozent aller Fälle weltweit. 24.000 Menschen starben im besagten Zeitraum in Zusammenhang mit einer Erkrankung an Covid-19. Jeder zweite Mensch, der innerhalb der letzten sieben Tage an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben ist, stammte aus Europa. Das entspricht laut dem WHO-Fachmann Kluge einem Anstieg von sechs Prozent bei den Infektionszahlen und satten zwölf Prozent bei den Todesfällen.

Auch Deutschland erlebt einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen in der Corona-Krise. Seit Tagen melden die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut immer mehr Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt fast konstant und erreichte am Freitag (5.11.) einen Wert von nahezu 170.

WHO warnt vor Tempo der Corona-Pandemie

Sollte sich die Corona-Pandemie weiter in dem Tempo entwickeln, müsste man in Europa mit weiteren 500.000 Covid-Toten bis Februar 2022 rechnen, so Kluge. Die Krankenhäuser würden erneut an ihr Limit kommen. „Wir müssen unsere Taktik ändern und nicht mehr nur reagieren, sondern die Virusverbreitung wieder effektiv verhindern“, so Kluge.

Laut dem WHO-Experten gibt es vor allem zwei Gründe für den deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Europa: die niedrigen Quoten bei der Impfung gegen das Coronavirus und die Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der sozialen Kontakte. Verbunden mit der Verbreitung neuer, noch ansteckenderer Virus-Varianten, sorgten diese Umstände für die hohen Zahlen. Neben Deutschland erleben auch Großbritannien, Frankreich und Russland einen deutlichen Anstieg der täglichen Fallzahlen. (Daniel Dillmann mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Alexander Zemlianichenko

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare