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Delta-Variante des Coronavirus: Höhere Ansteckungsrate – auch für Geimpfte

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Von: Jan Lucas Frenger

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Schwere Krankheitsverläufe sind mit der indischen Corona-Variante Delta wohl wahrscheinlicher.

London/Neu Dehli – Die zahlreichen Varianten des Coronavirus aus dem Ausland sorgen weiterhin für Wirbel. Laut vorläufigen Ergebnissen der Gesundheitsbehörde in England könnte die aus Indien stammende Delta-Variante des Virus häufiger zu einem schweren Krankheitsverlauf führen.

„Erste Erkenntnisse aus England und Schottland legen nahe, dass es ein erhöhtes Risiko für Krankenhauseinlieferungen geben könnte als bei der Alpha-Variante“, heißt es in einer aktuellen Risikoeinschätzung von Public Health England (PHE). Als Alpha-Variante wird die in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 bezeichnet. Bislang lasse sich der nationale Trend zu erhöhten Krankenhauseinlieferungen aufgrund der Corona-Mutation laut den Behörden jedoch noch nicht klar abschätzen.

Delta-Variante des Coronavirus: Höhere Ansteckungsrate – auch für Geimpfte gefährlich

Was allerdings bereits nachgewiesen wurde: Die indische Coronavirus-Variante weist eine deutlich höhere Ansteckungsrate auf. Diese soll laut indischen Forschern um bis zu 50 Prozent höher liegen, als bei der Alpha-Variante. Eine Preprint-Studie habe demnach gezeigt, dass sich durch die Mutation auch geimpfte Personen mit dem Virus infizieren können – eine vorherige Erkrankung sowie Impfungen sollen daher als Schutz vor der Mutante nicht mehr ausreichen.

Ein Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums führt einen Test durch.
Die Corona-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde, ist als B.1.617 oder mittlerweile als Delta-Variante bekannt. (Symbolbild) © Michael Kappeler/ dpa

Zwar sei die Schutzfunktion nach der zweiten Impfdosis höher – im Vergleich zu den übrigen Corona-Varianten sei diese laut Public Health England jedoch weniger effizient. Beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca gebe es in dieser Hinsicht jedoch noch Unklarheiten. Die englische Gesundheitsbehörde geht aufgrund verschiedener Analysen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer „substanziell erhöhten Wachstumsrate“ aus und auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach mit Blick auf den Bericht von „schlechten Nachrichten“.

„Impfen und besonders die zweite Impfung sind essenziell für einen Schutz vor den Virus-Mutanten“, twitterte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl am Freitag (04.06.20221). „Beta und Delta werden erst dann neutralisiert, da beide der Immunantwort sonst entgehen können.“ Ob die Delta-Variante allerdings zu einer höheren Todesrate führt, ist der indischen Studie zufolge bislang noch unklar. In Indien könnte demnach auch der zeitweise Zusammenbruch des Gesundheitssystem zu mehr Corona-Toten geführt haben.

Das sind die neuen Namen der Virusvarianten:

Herkunftsland:Name:
GroßbritannienAlpha-Variante
SüdafrikaBeta-Variante
BrasilienGamma-Variante
IndienDelta-Variante

Indische Corona-Mutante: Anteil in Deutschland bisher noch gering

In Deutschland ist die indische Corona-Variante laut Angaben des Robert Koch-Instituts jedoch eher selten vertreten. Ihr Anteil lag Berichten zufolge in der Woche vom 17. bis 23. Mai bei 2,1 Prozent – mit 93 Prozent dominiert weiterhin die Alpha-Variante in Deutschland. (Jan Lucas Frenger mit dpa)

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