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Corona

Studie: Welche Auswirkungen hat Corona trotz Impfung?

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Eine Studie geht den Gründen für die Durchbrüche trotz einer Corona-Impfung nach. Die Ergebnisse zeigen, dass es auch für Geimpfte zu schweren Verläufen kommen kann.

Aus Israel und Großbritannien kommen Berichte über Menschen, die sich mit Corona infiziert haben oder gar an Covid-19 erkrankt sind, obwohl sie bereits zweimal geimpft wurden. Zwar kommt es nur sehr selten vor, dass es jemanden trotz Impfung schwer erwischt – für Verunsicherung können solche Meldungen gleichwohl sorgen. Man darf auch nicht vergessen, dass die vorhandenen Vakzine zwar einen sehr hohen Schutz bieten, aber eben keinen hundertprozentigen: nicht vor einer Infektion, auch nicht vor Symptomen. Das trifft insbesondere für die Delta-Variante zu, die sich im Vergleich zum ursprünglichen Virus, auf dem sämtliche zur Verfügung stehenden Impfstoffe basieren, genetisch verändert hat.

Trotz Impfungen kommt es immer wieder zu Corona-Infektionen.

Ein Forschungsteam aus Israel hat nun untersucht, welche Risikogruppen besonders gefährdet sind, einen solchen „Impfdurchbruch“ zu erleiden. Seine Ergebnisse sind im Fachmagazin „Clinical Microbiology and Infection“ erschienen. Das Team kommt zu dem Schluss, dass es bei einer Minderheit vollständig Geimpfter mit multiplen Grunderkrankungen zu schweren Covid-19-Verläufen kommen kann.

Von 152 Menschen, die trotz Impfung in Israel an Corona erkrankten, starben 34

Die Gruppe aus der Universitätsklinik in Ashdod hatte für ihre Studie die Akten von 152 Menschen ausgewertet, die an Covid-19 erkrankt waren, obwohl sie bereits beide Dosen des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten hatten und die zweite davon auch mehr als sieben Tage zurücklag (der volle Schutz entwickelt sich nicht sofort nach der zweiten Impfung). Die Patientinnen und Patienten lagen in 17 verschiedenen Kliniken in Israel. Es handelte sich um die Hälfte aller Fälle von Durchbruchserkrankungen, die nicht zu Hause auskuriert werden konnten. 38 mussten beatmet werden, 34 starben an Covid-19.

Die Studie

„BNT162b2 vaccine breakthrough: clinical characteristics of 152 fully vaccinated hospitalized COVID-19 patients in Israel“, im Internet abrufbar.

Die Rate an immunsupprimierten Personen sowie an Begleiterkrankungen soll höher gewesen als bei ungeimpften Covid-Erkrankten, die in Kliniken behandelt werden müssen, schreiben die Forschenden. So litten 71 Prozent an Bluthochdruck, 48 Prozent an Diabetes, 27 Prozent an Herzinsuffizienz, 24 Prozent an chronischen Nieren-und Lungenleiden, 24 Prozent an Krebs und 19 Prozent an Demenz. Bei lediglich sechs Prozent der 152 Patientinnen und Patienten, die wegen Impfdurchbrüchen im Krankenhaus behandelt werden mussten, fanden sich keine Begleiterkrankungen. (Pamela Dörhöfer)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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