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Intensivpfleger Rüdiger Piske arbeitet auf der Intensivstation des Krankenhauses Bethel Berlin an einer an Covid-19 erkrankten Patientin.
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Ein Intensivpfleger bei der Betreuung einer Covid-19-Patientin am Krankenhaus Bethel in Berlin.

Pandemieverlauf

Corona: Fallzahlen sinken, Zahl der Toten hingegen nicht – Mediziner nennt Ursachen

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Notbremse und Impfungen setzen Corona sichtbar zu, die Fallzahlen sinken deutschlandweit. Die Zahl der wöchentlich Verstorbenen stagniert allerdings. Warum?

Mit der Ende April verabschiedeten sogenannten Bundes-Notbremse erfolgt die Bewertung des Pandemiegeschehens weiter maßgeblich über die Sieben-Tage-Inzidenz. Immerhin war die jetzt ab einem Wert von 100 sehr aussagekräftig, wenn es um die Frage nach geltenden Regeln ging. Mit der Vereinheitlichung waren die Einschränkungen über die Kreise hinweg plötzlich identisch, wiesen diese ähnliche Inzidenzwerte auf. Mittlerweile melden laut Robert-Koch-Institut 351 von 401 Kreisen in Deutschland einen Inzidenzwert, der unter 100 liegt. Bleiben diese Gebiete für fünf Werktage in Folge dabei, sind die Regeln der Notbremse örtlich ab dem übernächsten Tag außer Kraft gesetzt. Es wird gelockert, der Alltag ein Stückchen unbeschwerter.

Corona: Zahl registrierte Todesfälle geht nur langsam zurück

Wissenschaft und Politik beurteilen die Ernsthaftigkeit der Corona-Pandemie aber auch über andere Indikatoren. Einer davon ist die Zahl der in einem bestimmten Zeitraum (z.B. binnen eines Tages oder einer Woche) neu an oder mit dem Virus verstorbenen Patienten. Und die durchschnittliche Zahl der binnen einer Woche nachgewiesenen Todesfälle sinkt deutschlandweit im Moment viel langsamer als die Inzidenz. Am 23. Mai meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) ein Wochenmittel von 183 Toten. Am 14. April betrug der Wert 241, in der dritten Welle ist das bisher der höchste errechnete Wert. Ein Rückgang ist aus den Zahlen also ersichtlich, er fällt aber nicht so deutlich aus. Auch nicht verglichen mit dem Rückgang der Intensivpatienten: Der erreichte am 26. April mit einem Wert von 5122 seinen Höchststand in der dritten Welle und liegt heute rund 35 Prozent niedriger (Stand 23.05.). Bei den Todesfällen beträgt der Rückgang zwischen dem 26. April und dem aktuellen Wert lediglich rund 21 Prozent.

In einem Interview mit Tagesschau.de erklärt der Intensivmediziner Stefan Kluge das mit dem Sinken des durchschnittlichen Patientenalters. Weil jetzt bereits viele der älteren Personen, besonders jener über 80, geimpft sind, sinke das Patientenalter. Und bei jüngeren Patienten dauere eine Covid-19-Erkrankung im Schnitt länger. Sowieso hinken die Sterbefallzahlen den Neuinfektionen sowieso „circa drei bis vier Wochen“ hinterher, erklärt Kluge. Das liege dran, dass es bei einer Erkrankung im Schnitt 20 Tage dauere, bis der Patient entweder die Intensivstation verlassen kann, ist er bis dahin nicht verstorben. Kluge geht davon aus, dass ein Zurückgehen der Todeszahlen in den nächsten Wochen sichtbar werde.

Corona-Tote: Schnellerer Rückgang des Durchschnittswertes in Aussicht

Wie außerdem der Tagesspiegel berichtet, geht aus einem aktuellen Prognosemodell der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Samstag (22.05.) hervor, dass die Zahl der Patienten mit einer schweren Covid-19-Erkrankung auf deutschen Intensivstationen schneller sinkt als erwartet. Damit sei davon auszugehen, dass die Todeszahlen bald „nachhaltig“ abnehmen würden. (mp)

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