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„Maischberger. Die Woche“ in der ARD. Sandra Maischberger hat Smudo zu Gast.
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„Maischberger. Die Woche“ in der ARD. Sandra Maischberger hat Smudo zu Gast.

TV-Talk Maischberger. Die Woche, ARD

ARD-Talk mit Maischberger: Smudo stellt seine eigene Corona-Warn-App vor

  • Teresa Vena
    vonTeresa Vena
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Bei Sandra Maischberger in der ARD sprechen die Gäste einmal mehr über das Coronavirus. Wie sich die Pandemie entwickle, hänge von jedem einzelnen ab.

  • Am Mittwoch berieten die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten erneut mit der Kanzlerin über den richtigen Weg zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
  • Die Ergebnisse bespricht Sandra Maischberger in „Maischberger. Die Woche“ (ARD) mit ihren Gästen.
  • Das Fazit des Talks bei Maischberger: Corona ist „fies und mies“.

Direkt im Anschluss an die stundenlange Sitzung der Ministerpräsidenten und der Erörterung der darin beschlossenen aktuellen Corona-Maßnahmen in einer Sondersendung der Tagesthemen lud Sandra Maischberger mit erheblicher zeitlicher Verspätung bei „Maischberger. Die Woche“ (ARD) ebenfalls dazu ein, die aktuelle Lage zum Thema Pandemie zu diskutieren.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Ministerin verteidigt Corona-Schutzmaßnahmen

Im ARD-Studio kamen die Journalisten Hans-Ulrich Jörges und Markus Feldenkirchen, die Publizistin und Lehrerin Lamya Kaddor, der Musiker Smudo von der Band „Die Fantastischen Vier“, der Lungenarzt Cihan Çelik sowie der Epidemiologe Dirk Brockmann zusammen. Gleich zu Beginn schaltete Maischberger die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, zu und gab ihr die Gelegenheit, auf den Vorwurf der Anwesenden, insbesondere von Hans-Ulrich Jörges, der im Verhalten der Regierung keine sinnvolle Strategie zur Bekämpfung des Virus zu erkennen glaubt, zu reagieren. Schwesig verteidigte die bisher unternommenen Maßnahmen und vertrat die Ansicht, dass ihre weitere Verschärfung vonnöten sei. Sie wies darauf hin, dass niemand momentan in der Lage sei, eine seriöse Planungssicherheit zu geben. Mit massiven Einschränkungen bis über die Weihnachtsfeiertage hinaus sei zu rechnen.

Dass für Weihnachten Sonderregelungen bestimmt worden seien, die beispielsweise die Zusammenkunft von bis zu zehn Personen erlaubten, sei sehr wichtig. Es herrsche eine schwere Zeit für alle, und gerade um die Feiertage könne der soziale Zusammenhalt wieder gestärkt werden. Die Kritik der Publizistin Lymna Kaddor, die bei Maischberger zu bedenken gab, dass Weihnachten für etwa 40% der deutschen Bevölkerung als Fest kaum eine Bedeutung habe, wiesen Schwesig, aber auch der Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen zurück. Das Fest sei für viele Leute wichtig als Gelegenheit für eine familiären Zusammenkunft.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Entscheidend sei das Verhalten der Einzelnen

Eine Prognose für die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen konnte in der erweiterten Diskussionsrunde bei Maischberger keiner geben. Das Verhalten des Einzelnen bilde den entscheidenden Faktor für den weiteren Verlauf der Pandemie, sagten Schwesig, aber auch Epidemiologe Dirk Brockmann. „Wir müssen Kontakte reduzieren“, war das Stichwort des Abends. Würde man eine Gruppe von zehn Menschen auf fünf reduzieren, habe man das Infektionsrisiko bereits um 75% reduziert, meinte Brockmann. An den Beispielen von Belgien oder auch Israel könne man sehen, dass die Situation durchaus in den Griff zu bekommen sei. Es bedürfe dafür aber strenger Maßnahmen und Disziplin. Genauso sähe man am Beispiel der USA, was geschehe, wenn man die Zügel schleifen lasse.

Sandra Maischberger fragte bei Brockmann nach, ob mittlerweile klarer sei, wo sich die Menschen wirklich ansteckten, und damit, ob es sinnvoll sei, dass gewisse Bereiche des öffentlichen Lebens brach lägen. Aktuelle Studien, legte Brockmann im ARD-Talk dar, die auf dem Verhalten der Menschen im US-amerikanischen städtischen Raum basieren, zeigten, dass die meisten Ansteckungen in Restaurants und Fitnesszentren stattfänden. Die Sprache kam auf die Kulturszene, als Smudo, Musiker und Bandmitglied der „Fantastischen Vier“, von seinem Standpunkt aus berichtete. Ohnmächtig stehe man der Situation gegenüber. Bilder von vollen Stadien machten ihn wehmütig, wann man wieder dorthin zurück könne, bleibe ungewiss. Auch wenn ab Januar 2021 erste Impfungen möglich würden, wie es Brockmann versprechen zu können glaubte, müsse man davon ausgehen, dass erst im nächsten Sommer und Herbst der Schutz für einen größeren Teil der Bevölkerung umgesetzt werden würde.

Sumdo stellt eigene App bei „Maischberger. Die Woche“ (ARD) vor

Als Ergänzung der aktuellen Corona-Warn-App des Bundes hat Smudo eine eigene App, „luca“, entwickelt. Diese ziele darauf ab, Gastgebern und Institutionen, also Restaurants, Heimen oder Kultureinrichtungen, eine interaktive Datenbank zur Verfügung zu stellen, die Kontakte und Bewegungen verwalte, so der einstige Rapper in der ARD.

Die App soll die Zettel und Listen mit den meist handgeschriebenen Kontaktinformationen ersetzen und den Gesundheitsämtern übermitteln. Sie biete eine weit effizientere Möglichkeit, die Kontakte nachzuverfolgen. Erste Praxistests würden in den nächsten Wochen anlaufen. Brockmann zeigte sich optimistisch, denn die große Stärke der App sei es, dass sich die Nutzer aktiv beteiligen müssten, damit sofort erkennten, dass sie mithelfen, die Situation in den Griff zu bekommen.

Mit dem Lungenarzt Cihan Çelik kam ein in doppelter Hinsicht direkt Betroffener bei „Maischberger. Die Woche“ (ARD) zu Wort. Çelik behandelt täglich Covid-Patienten und sieht die geplanten Lockerungen über die Feiertage als besorgniserregend an. Ein erneuter Anstieg der Ansteckungen sei dann zu erwarten. Zwar habe man aktuell eine Stabilisierung erreicht, doch noch sei diese auf sehr hohem Niveau.

Wie ein schwerer Verlauf der Krankheit aussehen kann, hat der Arzt am eigenen Leibe erlebt. Innerhalb weniger Tage hatten sich Corona-Symptome wie Kopfschmerzen, Halskratzen und Fieberschübe dermaßen verschärft, dass er auf der Intensivstation behandelt werden musste. Mit seinen 34 Jahren und ohne Vorerkrankungen galt er nicht als typischer Risikopatient. Dies solle als Erinnerung dazu dienen, dass sich das Coronavirus keinem Plan unterordne, sondern „fies und mies“ sei, wie es Manuela Schwesig ausdrückte. (Teresa Vena)

Zur Sendung „Maischberger. Die Woche“ (ARD): Sendung vom 25. November 2020, 23:25 Uhr. Die Sendung „Maischberger. Die Woche“ (ARD) in der Mediathek.

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