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Verstecktes Corona-Symptom
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Daten deuten darauf hin, dass Menschen mit einem schweren Erkrankungsverlauf im Krankenhaus vermehrt sogenannte Long-Covid-Symptome entwickeln können. (Symbolfoto)

Krankheitszeichen

Corona: Unsichtbares Symptom – Wer besonders betroffen ist

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
    schließen

Ein bestimmtes Corona-Symptom wird häufig nicht als solches erkannt, dabei kann es gerade bei älteren Menschen das einzige Anzeichen für eine Infektion sein.

Frankfurt – Husten, Fieber, Schnupfen und der Verlust des Geschmacks- oder auch des Geruchssinns – diese Corona-Symptome sind mittlerweile allgemein bekannt. Doch vor allem eine Bevölkerungsgruppe ist noch von einem ganz anderen Krankheitszeichen betroffen.

Dieses zeigt sich meist schon am Anfang der Erkrankung mit dem Coronavirus, und doch wird es häufig nicht als Krankheitszeichen für eine Infektion in Betracht gezogen. Vor allem ältere Menschen können unter diesem Corona-Symptom leiden. Was das Problem noch weiter zuspitzt, denn: Vor allem bei dieser Gruppe ist eine schnelle Erkennung einer Infektion unabdingbar, denn ein schwerer Verlauf kann fatale Folgen haben.

Unscheinbares Corona-Symptom betrifft vor allem ältere Menschen

Inzwischen haben sich bereits einige Studien mit dem unsichtbaren Corona-Symptom befasst. Bei einer Studie von Forschenden der Universitäten Harvard, Massachusetts und Brown wiesen 28 Prozent der Probandinnen und Probanden das gleiche Symptom auf: ein Delirium.

Das corona-induzierte Delirium, auch Delir genannt, äußert sich laut den Forschenden durch folgende Anzeichen:

  • Verwirrung
  • Veränderter Bewusstseinszustand
  • Orientierungslosigkeit
  • Unaufmerksamkeit
  • Auch andere kognitive Störungen möglich

Delirium: Häufig das einzige Symptom einer Corona-Infektion

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 817 Personen über 65, die wegen einer Corona-Infektion in die Notaufnahme eingeliefert wurden. 28 Prozent litten unter dem Delirium, es war das sechsthäufigste Anzeichen. Besonders brisant war außerdem: Von diesen Menschen wiesen 37 Prozent keine der anderen typischen Covid-19-Symptome auf, wie beispielsweise Husten oder Fieber, die auch bei einer Erkältung* nicht selten sind.

Außerdem zeigte sich, dass die älteren Menschen, die unter einem Delirium litten, meist auch einen deutlich schlechteren Krankheitsverlauf hatten. Auf diese Problematik weist eine weitere Studie hin. Forschende am Kings College in London untersuchten das Symptom ebenfalls genauer. Ihre Ergebnisse wiesen starke Überschneidungen mit denen der US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler auf.

Verkanntes Corona-Symtpom: Studie mit dringender Empfehlung

Neben dem Delirium spielte bei ihnen jedoch auch die Gebrechlichkeit eine Rolle. Darunter verstehen die Expertinnen und Experten eine höhere Anfälligkeit für psychologische Stressauslöser. Gebrechlichere Patienten waren ebenfalls häufiger von einem schweren Corona-Verlauf betroffen. Gleichzeitig war bei dieser Personengruppe ein Delirium häufig das einzige Symptom einer Infektion.

Die Forschenden beider Studien empfehlen dringend, das Delirium-Symptom stärker zu beachten und auf die Checkliste bei der Abklärung einer möglichen Infektion mit aufzunehmen. Unter Umständen kann ein solcher veränderter geistiger Zustand das erste und teilweise sogar das einzige Symptom einer Corona-Erkrankung bei älteren Menschen sein. Gerade dort sei schnelles Handeln gefragt, um schwere Verläufe und Todesfälle zu vermeiden.

Viele Covid-19-Kranke klagen über neurologische Symptome wie Gedächtnisverlust nach einer Corona-Infektion. Medizinerinnen und Mediziner untersuchen ein Medikament, das helfen könnte. (Sophia Lother) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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