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Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Verlauf einer Corona-Infektion?

Forschung

Bestimmte Lebensmittel können Corona-Symptome und Krankheitsverlauf beeinflussen - neue Studie

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Eine neue Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Verlauf einer Corona-Infektion - mit unerwarteten Ergebnissen.

Frankfurt – Eine Infektion mit dem Coronavirus hat viele Gesichter. Während die einen kaum Symptome aufweisen, leiden andere unter einem deutlich schwereren Krankheitsverlauf. Inzwischen deuten immer mehr Studien darauf hin, welche Faktoren eine Rolle beim Verlauf einer Corona-Infektion spielen können. Demnach spielt das Alter bei einer Corona-Erkrankung eine wichtige Rolle.

Bisherige Forschungen deuten darauf hin, dass das Risiko, schwere Symptome zu entwickeln, ab etwa 70 Jahren stark ansteigt. Wichtige Einflussfaktoren sind außerdem Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Arterienverkalkung.

Um einem schweren Verlauf vorzubeugen, wird dringend die Corona-Impfung empfohlen. Laut Robert Koch-Institut bieten die Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca einen Schutz von etwa 90 Prozent vor einem schweren Verlauf – wenn eine Infektion mit der Delta-Variante vorliegt. Bei der Omikron-Mutante fällt dieser Schutz geringer aus, weshalb dringend zur Booster-Impfung geraten wird. Doch Studien weisen nun darauf hin, dass auch die Ernährung beim Verlauf einer Corona-Infektion eine Rolle spielt.

Corona-Studie: Ernährung als wichtiger Faktor beim Krankheitsverlauf ermittelt

Im „BMJ Nutrition Prevention & Health“ ist nun eine Studie mexikanischer Wissenschaftler:innen erschienen, die genau diesen Faktor hervorhebt. Forschende mehrerer Universitäten untersuchten den Zusammenhang zwischen der Ernährung mit bestimmten Lebensmitteln und den unterschiedlichen Corona-Symptomen, die bei infizierten Erwachsenen auftraten.

Insgesamt 236 Patientinnen und Patienten nahmen an der Studie teil, wobei bei 103 von ihnen eine Infektion nachgewiesen wurde. Die tägliche Ernährung wurde mittels eines Fragebogens über drei Monate vor dem Corona-Test erhoben. Es zeigte sich, dass die Schwere einer Erkrankung mit der Einnahme bestimmter Lebensmittel zusammenhing.

Corona-Studie mit deutlichem Ergebnis: Bestimmte Lebensmittel beeinflussen Covid-Verlauf

Innerhalb der Versuchsteilnehmenden mit positivem Corona-Test wurden deutlich leichtere Symptome verzeichnet, wenn diese im Vorfeld häufiger zu bestimmten Lebensmitteln griffen. Dazu gehören: Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Körner und Getreideprodukte sowie Fette und Öle.

KategorienNahrungsmittel
Milch und MilchprodukteMilch, Käse, Joghurt, fermentierte Milchprodukte
FrüchteUnter anderem Bananen, Äpfel, Trauben
GemüseUnter anderem Tomaten, Zucchini, Brokoli
HülsenfrüchteBohnen, Linsen, Kichererbsen
Tierische ProdukteUnter anderem Fleisch von Rind, Schwein, Huhn aber auch Eier und Fisch sowie Meeresfrüchte
Körner und GetreideprodukteUnter anderem Reis, Brot, aber auch Kartoffeln und Müsli
Produkte auf MaisbasisUnter anderem Tortillas, Quesadillas und Enchiladas
GetränkeUnter anderem Kaffee, Alkohol, Saft, Soda, und Wasser mit Fruchtzusatz
Fette und ÖleMargarine, Butter, Mayonnaise, Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl
Produkte mit scharfer PepperoniScharfe pepperonihaltige Gewürze, Salsa, Sojasoße und scharfe Soßen
Quelle: Salazar-Robles et al. (2021) Association between severity of COVID-19 symptoms and habitual food intake in adult outpatients

Den weitaus größten Einfluss hat laut den Forschenden die regelmäßige Einnahme von Hülsenfrüchten sowie Körnern und Getreideprodukten. Studienmitautorin Claudia Lerma erklärte gegenüber Eurekalert!: „Die Studie zeigt, wie Ernährungsmanagement die Impfung dabei unterstützen kann, die Corona-Symptome möglichst gering zu halten. Außerdem liefert das Studienergebnis eine Basis für einen Ernährungsplan für diejenigen, die in engem Kontakt mit Covid-19-Patienten stehen.“

Studien wiesen auch darauf hin, dass der BMI eine Rolle im Hinblick auf den Verlauf einer Covid-Erkrankung spielen kann. Eine Forschungsarbeit des Center for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA wies darauf hin, dass Übergewicht das Risiko, an Covid-19 zu versterben, verdoppeln kann. (slo)

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