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Schwangere erkranken häufiger an Covid. Ärzte fordern eine Corona-Impfung für Schwangere.
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Die Ärzte fordern eine Corona-Impfung für Schwangere.

Erhöhtes Risiko

Corona-Infektion: Risiko für Schwangere steigt - „Diese Fälle sind besonders dramatisch“

  • VonDavid Suárez Caspar
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Frauen, die schwanger sind, haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf. Ärztliches Fachpersonal fordert Impfungen für Schwangere.

Frankfurt - Das Immunsystem von Schwangeren ist generell etwas herabgesetzt und auch die Sauerstoffaufnahme ist reduziert. Um einem schweren Covid-19-Krankheitsverlauf vorzubeugen, fordern Ärztinnen und Ärzte eine Corona-Impfung für Frauen, die schwanger sind.

Das ärztliche Fachpersonal des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) berichtet von zunehmend schweren Erkrankungen durch Corona bei Schwangeren. Im Vergleich zum Vorjahr soll die Zahl von Corona-Infizierten Schwangeren auf der Intensivstation von einer auf sieben gestiegen sein. Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, betont: „Diese Fälle sind besonders dramatisch. Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen.“

Corona-Impfung für Schwangere: Zunehmendes Risiko durch Corona-Variante

Die zunehmende Covid-19-Erkrankung bei Schwangeren, Jüngeren unter 50 sowie Kindern sieht Stefan Kluge in der Verbreitung der Corona-Variante B.1.1.7 in Deutschland. B.1.1.7 steht im Verdacht weitaus ansteckender zu sein und schwerere Krankheitsverläufe zu verursachen. Oft infizierten sich Schwangere bei ihren eigenen Kindern und der Familie. „Diese Frauen stehen mitten im Leben. Für die behandelnden Teams sind diese Fälle sehr belastend“, berichtet Kluge. Betroffene Patientinnen waren meistens um die 30, ohne Vorerkrankung und im dritten Trimester schwanger.

„Das Risiko der Impfung ist nicht null, aber der Nutzen ist größer.“ betonte Kluge. Er wies auch auf die strikte Einhaltung der Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Ansteckung hin. Die Corona-Impfung sollte gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt abgesprochen werden. Partner sollen möglichst ebenfalls geimpft sein.

Corona in Deutschland: Impfkommission spricht noch keine Empfehlung für Impfung aus

Während in den USA bereits 100.000 Schwangere eine Corona-Impfung erhalten haben, herrscht in Deutschland Zurückhaltung. Eine generelle Impfempfehlung für Schwangere spricht die Ständige Impfkommission (StiKo) noch nicht aus. Nur bei Vorerkrankungen sei eine Impfung „nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung“ durch die Ärztin oder den Arzt, zu empfehlen.

Corona-Virus

Alle Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Corona-News.

Der Virologe Christian Drosten sieht in der Corona-Impfung von Schwangeren „im Prinzip keine Gefahr“. So fasste Drosten die Studienergebnisse einer im „New England Journal of Medicine“ erschienen Studie mit Daten von mehr als 35.000 Schwangeren zusammen. Drosten befürwortet die Impfung von Schwangeren im zweiten Drittel der Schwangerschaft, wie es derzeit in Frankreich und Österreich Praxis ist. (David Suárez Caspar)

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