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Corona-Regeln beim Reisen: Diese Änderungen gelten ab heute

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Von: Sarah Neumeyer, Monja Stolz

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Auslandsreisen sind ab Donnerstag (03.03.2022) mit weniger Auflagen verbunden. Die Corona-Regeln werden gelockert.

Berlin – Die vergangenen zwei Jahre war Reisen für viele mit einem mulmigen Gefühl verbunden. Auf der einen Seite war da die Unsicherheit, ob die Reise überhaupt stattfindet, auf der anderen Seite der Stress alle Corona-Regeln einzuhalten, damit einem wegen der strengen Auflagen nicht noch ein Strich durch die Rechnung gemacht wird.

Das ändert sich nun: Wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilt, gilt ab Donnerstag (03.03.2022) kein Land mehr als Corona-Hochrisikogebiet. Auch die Corona-Einreiseregeln werden gelockert. Besonders Familien mit Kindern sollen es künftig leichter haben, ein anderes Land zu besuchen. Ursprünglich war geplant, dass das Bundeskabinett die neue Einreiseverordnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch (23.02.2022) verabschiedet. Wegen regierungsinterner Beratungen wurde dies zunächst verschoben. Nun informiert das RKI, dass die „Dritte Änderungsverordnung der Coronavirus-Einreiseverordnung“ ab Donnerstag (03.03.2022) in Kraft tritt.

Die Corona-Reiseregeln werden angepasst.
Die Corona-Reiseregeln werden angepasst. © Andreas Arnold/dpa

Corona-Reiseregeln: Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland gelockert

Eine Einstufung als Hochrisikogebiet erfolgt nur noch, wenn in den jeweiligen Ländern Virusvarianten mit stärker krankmachenden Eigenschaften (höherer Virulenz) grassieren als die Omikron-Variante, die in Deutschland dominierend ist. „Es erfolgt somit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante“, teilt das RKI mit. Zuletzt galten noch 62 Länder und Regionen als Hochrisikogebiete, darunter die meisten Nachbarländer Deutschlands. Sie alle werden am Donnerstag von der Liste genommen. Für diese Länder entfällt die elektronische Einreiseanmeldung.

Für Länder, die als Hochrisikogebiet eingestuft werden, gelten weiterhin bestimmte Einreiseregeln. Die Regeln wurden in der neuen Verordnung jedoch angepasst und zum Teil gelockert.

Corona-Reiseregeln werden gelockert

Personen, die aus Hochrisikogebieten zurückkehren und nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen besteht die Möglichkeit, sich freizutesten. Nach einem Aufenthalt in einem Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne weiterhin 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung ist grundsätzlich nicht möglich.

Kinder unter zwölf Jahren können sich bei der Wiedereinkehr nach Deutschland nun jedoch direkt durch einen negativen Test von der Quarantäne befreien. Die Quarantäne endet alternativ fünf Tage nach der Einreise. Das Ministerium begründet die Änderungen unter anderem damit, dass es für Kinder unter zwölf Jahren bisher keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, entfällt die Quarantänepflicht.

Generell gilt für Einreisen aus allen Ländern weiter die 3G-Regel - wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test vorweisen. Die Neuregelungen greifen ab dem 3. März:

Erst kürzlich hat die Bundesregierung 19 Ländern von der Einstufung als Hochrisikogebiet befreit. Dazu zählen unter anderem Spanien, die USA und Großbritannien. Durch das Streichen von der Hochrisiko-Liste fällt bei der Rückreise eine generelle Quarantäne-Pflicht weg und auch die „digitale Einreiseanmeldung“ muss nicht mehr ausgefüllt werden. Welche Auflagen während der Reise in den jeweiligen Ländern gelten, bestimmen diese selbst.

Neu zugelassener Corona-Impfstoff macht Hoffnung

Ein weiterer Lichtblick ist, dass Ende Februar auch erste Dosen des neuen Corona-Impfstoffs von Novavax in Deutschland eintrafen. Als erste Lieferung wurden nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums 1,4 Millionen Dosen erwartet. Sie sollen unmittelbar an die Länder verteilt werden, damit dann mit den Impfungen begonnen werden könne.

Auf Novavax werden große Hoffnungen gesetzt, da es sich um einen Impfstoff handelt, der auf einem klassischen Verfahren basiert. Es handelt sich um einen sogenannten proteinbasierte Impfstoff mit Virusantigen. Da viele Ungeimpfte Vorbehalte gegen die bereits zugelassenen mRNA- und Vektorimpfstoffe haben, könnte Novavax eine Alternative für manche darstellen, die sich bisher beispielsweise mit Biontech und Moderna nicht impfen lassen wollten. (Monja Stolz/Sarah Neumeyer/dpa/AFP)

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