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Eine Frau erhält in der Hillbrow Clinic in Südafrika ihre Corona-Impfung.
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Eine Frau erhält in der Hillbrow Clinic in Südafrika ihre Corona-Impfung. (Archivfoto)

Studie

Omikron-Variante: Corona-Impfstoff von Biontech schützt wohl nur teilweise

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Laut einer Studie kann die Omikron-Variante die Schutzwirkung der Biontech-Impfung zum Teil umgehen. Die Neutralisierung habe im Vergleich „sehr stark abgenommen“.

Frankfurt/Durban – Die Omikron-Variante des Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko der Variante B.1.1.529 als „sehr hoch“ ein. Die Hersteller der zugelassenen Corona-Impfstoffe prüfen bereits, wie gut ihre Mittel gegen Omikron wirken.

Eine erste Studie zeigt nun: Der Impfstoff von Biontech/Pfizer bietet offenbar lediglich einen teilweisen Schutz gegen die Coronavirus-Variante. Die Neutralisierung von Omikron habe im Vergleich zu einem früheren Covid-Stamm „sehr stark abgenommen“, erklärt Alex Sigal, Professor am Africa Health Research Institute in Südafrika, der Nachrichtenagentur Reuters.

Corona-Variante Omikron: 41-facher Rückgang der neutralisierenden Antikörper

Diese Erkenntnis basiere auf vorläufigen Ergebnissen. Das Labor habe zwölf Personen untersucht, die mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft sind, heißt es. Die Forschenden hätten einen 41-fachen Rückgang der neutralisierenden Antikörper gegen die Omikron-Variante beobachtet. Allerdings wurden die vorläufigen Daten noch nicht von Fachkollegen geprüft.

Laut Biontech-Chef Uğur Şahin könnten Daten zur Wirksamkeit des Vakzins gegen die Omikron-Variante am Mittwoch (08.12.2021) oder Donnerstag vorliegen. Aussagekräftige Studien darüber, wie sich die Impfstoffe von Moderna, Johnson & Johnson und anderen Unternehmen gegen die neue Variante verhalten, gibt es noch nicht. Die Zulassung wird derzeit noch geprüft, doch der proteinbasierte Corona-Impfstoff von Novavax wird ebenfalls schon an die Omikron-Variante angepasst.

Omikron-Variante: „Kein Grund zur Annahme“ der Unwirksamkeit von Corona-Impfstoffen

Derweil hält es ein Experte der WHO für „höchst unwahrscheinlich“, dass die neue Omikron-Variante des Coronavirus den Schutz von Impfstoffen komplett aushebeln könnte. „Wir haben hochwirksame Impfstoffe, die sich bisher gegen alle Varianten als wirksam erwiesen haben, was schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte angeht“, sagte Michael Ryan, Leiter der WHO-Notfallabteilung, der Nachrichtenagentur AFP. „Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dies bei Omikron nicht der Fall sein könnte“.

Der irische Arzt bestätigte auch frühere Einschätzungen von Fachleuten, wonach eine Ansteckung mit der neuen Variante weniger schwere Symptome hervorrufen könnte. „Das allgemeine Verhalten, das wir bisher beobachten, zeigt keine Zunahme des Schweregrads“, sagte er. Ryan betonte, dass die Analyse der neuen Variante noch „ganz am Anfang“ stehe.

Zuvor hatte sich auch Anthony Fauci geäußert. Dem führenden US-Experten für Infektionskrankheiten zufolge deuten die vorläufigen Ergebnisse darauf hin, dass B.1.1.529 wahrscheinlich einen höheren Grad der Übertragbarkeit aufweist, aber weniger schwerwiegend ist. Die bisherigen Erkenntnisse seien „etwas ermutigend“.

Corona-Variante Omikron: „Beste Waffe ist die Impfung“

Die Omikron-Variante des Coronavirus war erstmals Ende November von Wissenschaftler:innen in Südafrika entdeckt worden. Seitdem wurde sie in dutzenden Ländern nachgewiesen, darunter Deutschland. Offenbar war die Omikron-Variante schon länger in Europa als zunächst angenommen. Sie weist 50 Mutationen im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus auf, davon 32 am sogenannten Spike-Protein, mit dem das Coronavirus an der Wirtszelle andockt. Daher wird befürchtet, dass diese Variante deutlich ansteckender ist als frühere Varianten.

Michael Ryan sagte aber: „Uns interessiert nicht so sehr, ob man sich mit Omikron neu infizieren kann, sondern ob die Neuinfektionen schwerer oder leichter verlaufen“. Der hochrangige WHO-Mitarbeiter betonte: „Die beste Waffe, die wir derzeit haben, ist die Impfung“. Die Daten aus Südafrika „zeigen nicht, dass wir einen katastrophalen Verlust der Wirksamkeit haben“. Tatsächlich sei „im Moment sogar das Gegenteil der Fall“. (lrg/afp)

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