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Neues Corona-Symptom entdeckt - Tückisch „milder“ Verlauf

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Von: Lucas Maier

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Corona kann sich auch auf das Gehirn auswirken: Neue Studie zeigt weiters Corona-Symptome.
Corona kann sich auch auf das Gehirn auswirken: Neue Studie zeigt weiters Corona-Symptome. (Symbolfoto) © Bijanki et al, J. Clin. Invest./dpa

Dass nach einer Corona-Infektion Langzeitfolgen auftreten können, ist bereits länger bekannt. Eine Studie deutet nun auf ein weiteres Corona-Symptom hin.

Oxford – Flecken auf der Haut, eine kratzige Stimme oder Rückenschmerzen: Die Symptome einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus, sind teilweise sehr ungewöhnlich.

Eine Studie der Oxford Universität, zeigte nun ein weiteres Corona-Symptom. Dabei handelt es sich um Gedächtnisverlust. Der Studie zufolge trat der Verlust des Gedächtnisses nicht nur als Symptom, sondern auch als Langzeitfolge, als sogenanntes Long Covid-Symptom auf. Erschreckend war hierbei, dass der Gedächtnisverlust auch bei vermeintlich „milden“ Verläufen der Erkrankung auftrat.

Neues Corona-Symptom: Gedächtnisschwund in Oxford-Studie nachgewiesen

Manche Personen, die nach einer Corona-Infektion an Covid-19 erkrankten, litten in der Folge auch unter Angststörungen. Konzentrationsprobleme und Depressionen gehören ebenfalls zu den unter Long-Covid, bereits seit längerem, bekannten Langzeitfolgen einer Covid-19 Erkrankung.

einer Corona-Infektion machen. Studie zeigt weiteres Long-Covid-Symptom. (Symbolbild)
Long-Covid: Solche Übungen müssen manche Patienten nach einer Corona-Infektion machen. Studie zeigt weiteres Long-Covid-Symptom. (Symbolbild) © Carolin Eckenfels/dpa

In einer Studie der Oxford Universität wurden 136 Personen untersucht, die eine Covid-19-Erkrankung mit „mildem“ Verlauf hinter sich hatten. Die Teilnehmer:innen der Studie, welche in der Fachzeitung Brain Communications erschien, wiesen zudem keine typischen Symptome für Long-Covid auf.

Corona-Studie: Mit Denkspielen wurden die Long Covid-Symptome festgestellt

Die ehemals Corona-positiven Personen mussten im Rahmen der Studie verschiedenen Übungen machen. Die als Denkspiel verpackten Aufgaben, sollten ihre Gedächtnis- und Wahrnehmungsfähigkeit messen.

Gedächtnisverlust als Corona-Symptom: Denkspiel testet Teilnehmer:innen.
Gedächtnisverlust als Corona-Symptom: Denkspiel testet Teilnehmer:innen. © Brain Communications, Volume 4, Issue 1, 2022, fcab295

Die „episodische Gedächtnisleistung“, also das Erinnerungsvermögen, war bei den getesteten Personen in den ersten sechs Monaten nach der Corona-Infektion deutlich schlechter, als bei Personen ohne Infektion. Auch die Fähigkeit, bei den Aufgaben aufmerksam zu bleiben, war schlechter. Die Aufmerksamkeit war sogar bis zu neun Monate nach der Corona-Infektion eingeschränkt.

Trotz „mildem“ Verlauf: Diese Folgen können alle Corona-Infizierten treffen

In der Studie der Oxford Universität zu den Corona-Symptomen bei Covid-19 Erkrankten mit „mildem“ Verlauf wurden insgesamt sieben Kategorien untersucht. Alle Kategorien im Überblick:

Neben dem Anhalten der Aufmerksamkeit und dem Gedächtnis zeigten die Messungen der restlichen fünf Kategorien keine besonderen Auffälligkeiten. Nach den genannten sechs beziehungsweise neun Monaten pendelten sich die Werte bei allen Teilnehmer:innen der Studie wieder auf einem normalen Niveau ein. Die Studie zeigte also Anzeichen dafür, dass eine vollständige Erholung möglich ist.

Aber ebenso lieferte die Studie Hinweise darauf, dass nach einer Corona-Infektion auch Long-Covid-Folgen bei Personen vorkommen können, die einen „milderen“-Verlauf der Krankheit hatten. Ob sich Menschen überhaupt mit dem Coronavirus infizieren, könnte zudem mit der Blutgruppe der Personen zu haben, darauf deutete zuletzt eine weitere Studie hin. (lm)

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