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Corona-Pandemie

Corona: Kassenärzt:innen stellen Impfung für alle bereits ab Mai in Aussicht

  • VonMirko Schmid
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Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, hält die Aufhebung der Impfpriorisierung bereits ab Mai für realistisch. 

Frankfurt - Impfangebote in Deutschland gibt es aktuell in erster Linie für Menschen priorisierter Risikogruppen und aus Berufen mit Betreuungscharakter. Das könnte sich zeitnah ändern. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Orthopäde, Unfallchirurg und Rheumatologe Andreas Gassen, hält es für möglich, dass bereits ab Mai „jeder Erwachsenen eine Impfung erhalten kann“. Gegenüber der „FAZ“ bestätigt Gassen außerdem, dass im Mai neben den Hausarztpraxen beim Impfen gegen Corona „sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord“ sein werden.

Sollten die Lieferungen wie zugesagt zunehmen, würden die Praxen im Mai deutlich mehr als die 2,25 Millionen Dosen zur Verfügung haben, welche derzeit wöchentlich an die Impfzentren gingen. Gassen rechnet vor, dass aus den priorisierten Risikogruppen aktuell bereits 16 Millionen Menschen die erste Impfung erhalten hätten, fünf Millionen gälten als vollständig immunisiert. Insgesamt würden die priorisierten Gruppen rund 23 Millionen Berechtigte umfassen. Den Impfzentren und Praxen werden ab Mai vier bis 4,5 Millionen Dosen wöchentlich in Aussicht gestellt, sodass laut Gassen „schon bald alle besonders Gefährdeten ein Impfangebot erhalten“ haben würden.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stellt Impfungen für alle ab Mai in Aussicht.

Corona-Impfung: Biontech stellt deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung, Arztpraxen profitieren

In diesem Zusammenhang sei es wichtig, die Facharztpraxen mit einzubeziehen und mit Impfstoffen zu beliefern. Der Mediziner nennt „Internisten, Onkologen oder Gynäkologen“, da jene über „viel Impferfahrung“ verfügten. In Kinderarztpraxen könnten Eltern und weitere erwachsene Begleitpersonen geimpft werden, für Minderjährige bis 16 Jahre gibt es bisher keinen Impfstoff. Seine Hoffnungen stützt Gassen auf die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums unter Minister Jens Spahn, wonach bereits in der letzten Aprilwoche rund 2,1 Millionen Impfdosen an Arztpraxen geliefert werden sollen. Diese Zahl würde im Vergleich zur Vorwoche eine Steigerung um rund eine Million Impfdosen bedeuten - davon knapp 570.000 mehr als zunächst geplant.

Verantwortlich für die zunehmend bessere Versorgung mit Impfdosen ist unter anderem der Hersteller Biontech/Pfizer. Das deutsch-amerikanische Jointventure hat angekündigt, in der kommenden Woche rund 3,4 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen zu können - knapp eine Million mehr als bisher. Davon profitieren die Arztpraxen, die nun bis zu 48 Dosen des Impfstoffes wöchentlich anfordern können, zuvor waren es maximal 30 gewesen. Bis Ende Juni will Biontech/Pfizer EU-weit weitere 50 Millonen Impfdosen zur Verfügung stellen. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © imago

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