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Pandemie

Corona: Erstimpfung mit Astrazeneca, Zweitimpfung mit Biontech – Wie gut diese Kombination wirkt

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die erste Corona-Impfung mit Astrazeneca, die zweite mit dem Vakzin von Biontech – was bedeutet das für den Impfling? Forschende veröffentlichen Daten.

Frankfurt/Berlin – Eine Zeitlang war der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in aller Munde: Zuerst gab es aufgrund fehlender Daten die Empfehlung seitens der Ständigen Impfkommission, den Impfstoff nur bei Personen zwischen 18 und 65 Jahren anzuwenden. Dann die Kehrtwende: Nachdem mehrere Fälle von Sinusvenenthrombosen bei mit Astrazeneca geimpften Personen aufgetreten waren, folgte die Empfehlung, das Vakzin nur noch Personen ab 60 Jahren zu verabreichen. Jüngere Menschen, die bereits eine Astrazeneca-Impfung bekommen hatten, sollten beim zweiten Mal bevorzugt mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech geimpft werden.

Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Impfstoff-Kombination gab es jedoch bisher kaum. Nun zeigt eine Studie der Charité in Berlin, welche Auswirkungen diese Kreuzimpfung hat. Laut der vorläufigen Datenauswertung der Charité gibt es für die Impflinge offenbar keine Nachteile bei der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Corona-Impfung. Werden die Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech im Abstand von zehn bis zwölf Wochen verabreicht, ist die Kombination demnach gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten hervor wie zwei Biontech-Impfungen, erklärte der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter. Die Auswertung der Charité wurde bisher nur als Preprint veröffentlicht, sie wurde bisher also weder von externen Fachleuten überprüft noch in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.

Corona-Impfung mit Astrazeneca und Biontech: Keine Nachteile bei Wirksamkeit und Verträglichkeit

Das Forschungsteam um Sander hat für die Auswertung die Daten von rund 340 Mitarbeitenden im Gesundheitswesen verglichen, die zwischen Ende vergangenen Jahres und dem 21. Mai 2021 geimpft wurden. Bei einer Gruppe wurde im Abstand von drei Wochen zweimal der Impfstoff von Biontech gespritzt, die andere Gruppe erhielt beim ersten Impftermin das Astrazeneca-Vakzin, beim zweiten Impftermin den Biontech-Impfstoff.

Erstimpfung mit Astrazeneca, Zweitimpfung mit Biontech – wie gut ist die Verträglichkeit und Wirksamkeit dieser Impfstoff-Kombination? Eine Corona-Studie der Charité in Berlin zeigt es.

Die beteiligten Charité-Forschenden schränken allerdings ein, dass es sich nicht um eine randomisierte kontrollierte Studie handele, bei der die Probanden nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe zugeordnet werden. Ob die beobachteten Unterschiede in Zusammenhang mit dem längeren Impfintervall bei der Astrazeneca/Biontech-Gruppe stehe, sei ebenfalls unklar.

Astrazeneca und Biontech gegen Corona: Kreuzimpfung wird gut vertragen

Trotzdem zeigen sich Fachleute auf Twitter optimistisch. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach twitterte: „Diese Kombi wird gut vertragen und wirkt noch etwas stärker als doppelte Biontech Impfung. Die Kombination kann man empfehlen.“ Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek schrieb, es handele sich um „wichtige Daten“. Die Immun-Antwort sei „sehr gut und vergleichbar mit homologer Impfung mit mRNA Impfstoff“.

Im Fachmagazin Lancet wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht, die mit den Charité-Ergebnissen im Widerspruch zu stehen scheint: Der Studie zufolge haben Impflinge, die mit zwei unterschiedlichen Vakzinen geimpft werden, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis. Die weniger stark ausgeprägten Impfreaktionen in ihrer Studie könnten mit dem längeren Abstand zwischen den beiden Impfungen zu tun haben, vermuten die Charité-Forschenden. (Tanja Banner)

Impfungen schützen gegen Corona – doch nicht in allen Fällen. An welchen Symptomen Geimpfte eine Corona-Infektion erkennen können.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa

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