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Schützt ein Asthmaspray gegen einen schweren Corona-Verlauf? Konkret haben Forschende den Inhaltsstoff Budesonid im Verdacht.
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Schützt ein Asthmaspray gegen einen schweren Corona-Verlauf? Konkret haben Forschende den Inhaltsstoff Budesonid im Verdacht.

Covid-19

Corona: Asthmaspray soll vor schwerem Covid-19-Verlauf schützen

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Medikamente, um einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern, gibt es nur wenige. Britische Forscher setzen nun auf ein Asthmaspray.

  • Nach Ausbruch des Coronavirus galten Asthmatiker:innen als besonders gefährdet. Doch die Annahme wurde widerlegt.
  • Forscher der Universität Oxford vermuten einen Zusammenhang mit dem Asthmaspray Budesonid.
  • Gegen Erkrankungen mit dem Coronavirus gibt es verschiedene Therapien.

Oxford – In den ersten Monaten der Corona-Pandemie wurde vermutet, dass auch Asthmatiker:innen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 haben. Der Verdacht lag nahe, weil die Atemwege dieser Menschen angegriffen sind – also genau die Körperregion, die auch von Sars-CoV-2 bevorzugt heimgesucht wird.

Doch dann kam es anders. Entgegen der Befürchtungen mussten weit weniger Menschen mit Asthma, aber auch mit der chronischen Lungenkrankheit COPD wegen Covid-19 ins Krankenhaus. Nun gibt es eine Vermutung, warum: Der Grund könnte sein, dass diese Patientinnen und Patienten häufig mit einem steroidhaltigen Spray gegen ihre typischen Symptome behandelt werden.

Coronavirus: Asthmaspray könnte Covid-19-Verlauf mildern

Konkret geht es um den Inhaltsstoff Budesonid, ein synthetisches Glucocorticoid. Er wirkt stark entzündungshemmend und wird breit eingesetzt zur Behandlung von Asthma, COPD, allergischem Schnupfen, Nasenpolypen oder Pseudokrupp.

Ein Team der Universität Oxford hat die Wirkung von Budensonid zum Inhalieren nun in einer Studie untersucht. Teilgenommen haben 146 ansonsten gesunde Erwachsene, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren und erste Symptome von Covid-19 zeigten. Dazu gehörten Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns. Es war aber niemand so krank, dass er oder sie in eine Klinik musste.

Studie zu Asthmaspray: Leichterer Krankheitsverlauf bei Coronavirus-Infektion

Die Hälfte sollte zweimal täglich Budesonid inhalieren, die andere Hälfte erhielt die übliche Betreuung bei Covid-19. Das Ergebnis: Aus der Budesonidgruppe musste eine Person wegen Verschlimmerung des Zustands die Notaufnahme aufsuchen, in der Gruppe ohne Budesonid waren es hingegen zehn. Außerdem sollen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Budesonidgruppe auch schneller erholt haben. Allerdings wurde die Studie bislang nur preprint veröffentlicht, durch die geringe Zahl der Probandinnen und Probanden und wegen der fehlenden Verblindung (die Gruppen wussten, ob sie Budesonid nahmen oder nicht) gilt ihre wissenschaftliche Aussagekraft als eingeschränkt.

Kortisonhaltige Arzneimittel gegen Covid-19 einzusetzen, ist nicht neu. Bei schweren Verläufen wird häufig Dexamethason gegeben, um der massiven Entzündung durch eine überschießenden Abwehrreaktion des Immunsystem entgegenzuwirken. (Pamela Dörhöfer)

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