Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Forschungsteam hat ein Nasenspray entwickelt, das Frettchen sicher vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützte.
+
Ein Forschungsteam hat ein Nasenspray entwickelt, das Frettchen sicher vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützte. (Symbolbild)

Corona

Corona-Forschung: Nasenspray soll vor Infektion mit dem Coronavirus schützen

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
    schließen

Im Tierversuch mit Frettchen verhinderte ein Nasenspray die Ansteckung mit dem Coronavirus sicher – auch bei den neuen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika.

New York – Kann es so einfach sein? Ein Forschungsteam der New Yorker Columbia-Universität und der Erasmus-Universität Rotterdam hat ein Nasenspray entwickelt, das Frettchen sicher vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützte. Wie der „Medical Xpress“ berichtet, soll es auch gegen die britische und südafrikanische Variante des Virus wirksam sein.

Schutz vor Corona mit Nasenspray: Simple Lösung mit Lipopeptid?

Die Studie wurde im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht. Die entscheidende Komponente des Sprays ist ein Lipopeptid, das Matteo Porotto und Anne Moscona, die Direktor:innen des Zentrums für Wirt-Pathogen-Interaktion an der Columbia-Universität, entwickelt haben. Es soll das Coronavirus daran hindern, in Zellen einzudringen. Dieses Lipopeptid, heißt es, sei günstig zu produzieren und lange haltbar, zudem müsse es nicht kühl aufbewahrt werden.

Frettchen werden oft für Versuche im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen herangezogen, weil ihre Lungen denen von Menschen ähneln, auch sind sie sehr anfällig für Infektionen mit Sars-CoV-2. Porotto und Moscona hatten früher bereits an ähnlichen Lipopeptiden – unter anderem gegen Masern oder Nipahviren – gearbeitet. Allerdings sei es schwierig gewesen, sie in klinische Studien zu bringen, weil diese Krankheiten vor allem Menschen in armen Ländern beträfen. Nun könnte sich diese Vorarbeit auszahlen.

Lipopeptid in Nasenspray verhindert Verbindung von Coronavirus mit Zellmembran

In einem 3-D-Modell der menschlichen Lunge habe das Lipopeptid das Eindringen des Virus verhindert, aber keine Toxizität für menschliche Zellen gezeigt, heißt es im Bericht des „Medical Xpress“. Seine Wirkung soll das Lipopeptid erzielen, indem es verhindert, dass das Coronavirus sich mit der menschlichen Zellmembran verbindet – ein notwendiger Vorgang, damit der Erreger eindringen kann. Bevor Sars-CoV-2 allerdings überhaupt andocken kann, muss es sein Spike-Protein entfalten. Das Lipopeptid soll sich nun genau in diese Region „setzen“ und das Spike-Protein daran hindern, die nötige Form für die Fusion mit der menschlichen Zelle anzunehmen.

Bei den Frettchen hat das gut geklappt. Nach 24 Stunden intensiven direkten Kontakts mit infizierten Tieren im Käfig soll sich kein einziges der behandelten Frettchen angesteckt haben, während alle Tiere aus der Kontrollgruppe – also Tiere, die nicht durch das Lipopeptid geschützt waren – eine massive Viruslast aufnahmen. (Pamela Dörhöfer)

Medikamente, um einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern, gibt es nur wenige. Britische Forscher setzen nun im Kampf gegen Corona auf ein Asthmaspray.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare