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Covid-19

Corona-Mutation B.1.1.1.7: Virologe Christian Drosten nimmt Variante des Virus ernst

  • vonJoel Schmidt
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Eine neue Variante des Corona-Virus könnte deutlich ansteckender sein. Virologe Christian Drosten mahnt jedoch zur Geduld, gesicherte Erkenntnisse könnten noch Monate dauern.

  • Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Alltag in Deutschland.
  • Trotz Impfstoff sorgt eine neue Mutation des Coronavirus für Unruhe.
  • Der Virologoe Christian Drosten informiert in seinem Podcast über die neue Variante des Virus.

Berlin – Nachdem die Zulassung des ersten Impfstoffs in der Europäischen Union (EU) zunächst vielerorts die Hoffnungen auf eine allmähliche Eindämmung der Corona-Pandemie beflügelte, sorgte die jüngste Entdeckung einer mutierten Variante des Coronavirus für Unbehagen. Von der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante B.1.1.1.7. wird befürchtet, dass sie eine deutlich höhere Ansteckungsrate als bisherige Varianten besitzen könnte. In der ersten Folge des neuen Jahres versucht der Virologe Christian Drosten in seinem Podcast im „NDR“ einige Fragen zur Mutation des Coronavirus zu beantworten.

Virologe Christian Drosten über mutiertes Coronavirus: Bislang wenig Wissen über Neue Variante

Zunächst betonte der Virologe Christian Drosten jedoch, dass die neue Corona-Variante noch immer „ganz schwer einzuordnen“ sei. Und auch vor allzu vorschnellen Hoffnungen nimmt er sich in Acht. „Ich gehe davon aus, dass wir vielleicht bis Ostern oder bis Mai ganz klare experimentelle Evidenz haben, ob dieses Virus übertragbarer und gefährlicher ist oder nicht“, so der Leiter Virologie an der Berliner Charité.

Der Virologe Christian Drosten hat sich zur neuen Corona-Mutation im „NDR“-Podcast geäußert. (Archivfoto)

Da es noch dauern werde, bis es gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Mutation des Coronavirus geben wird, mahnte der Virologe zur Vorsicht. Nachdem der Wissenschaftler auch Daten aus Dänemark zum Thema gesichtet hätten, gehe er davon aus, dass die Variante ernst genommen werden müsse, so Drosten. Derzeit werde ihm zufolge allerdings noch zusammengetragen, wie verbreitet die neue Variante bereits in Deutschland sei.

Neue Corona-Variante und Impfstoffe: Christian Drosten sieht keine Gefahr

Die Befürchtung, die Impfstoffe könnten gegen die neue Variante des Coronavirus nicht ausreichend Schutz bieten, wies Christian Drosten zurück. „Da haben wir im Moment keine großen Sorgen“, sagte er im Podcast. Weitaus größere Sorge bereitet dem Virologen jedoch die Befürchtung, die neue Variante könnte einen deutlich höheren R-Wert als frühere Formen besitzen.

Name:Christian Heinrich Maria Drosten
Geboren: 12. Juni 1972 (Alter 48 Jahre)
Arbeitgeber:Charité - Universitätsmedizin Berlin
Ausbildung:Goethe-Universität Frankfurt am Main
Funktion:Professor und Lehrstuhlinhaber an der Charité Berlin

Würde dieser bei der mutierten Variante etwa bei 1,5 statt bei 1 liegen, bringe dies nach Auffassung von Drosten ein tatsächliches Problem mit sich. „Das ist ja ein exponentielles Phänomen“, kommentierte er die möglicherweise erhöhte Ansteckungsrate. Gleichwohl hatte der Virologe bereits zuvor mehrfach die Hoffnung geäußert, die neue Variante des Coronavirus könnte weniger stark krank manchen als bisherige Formen.

Christian Drosten im CoronaPodcast: Imfpstoff auch gegen Mutation wirksam

In Deutschland sind bislang zwar nur vereinzelt Fälle bekannt, in denen die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen werden konnte. Nach den ersten Funden in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen geht das Robert Koch-Institut (RKI) allerdings davon aus, dass weitere Fälle hinzukommen werden. Trotz der positiven Entwicklungen bei den verschiedenen Corona-Impfstoffen befürchten Expert:innen dennoch, dass eine Ausbreitung der mutierten Variante die Eindämmung der Pandemie weiter erschweren könnte. (Joel Schmidt mit dpa)

Rubriklistenbild: © Reiner Zensen/Imago Images

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