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Corona-Pandemie

Neue Corona-Varianten in New York und Kalifornien bereiten Sorgen

Eine neue Corona-Mutation taucht in New York City auf. Auch in Kalifornien verbreitet sich seit November eine neue Variante des Coronavirus.

  • Fachleute nenen die neue Corona-Mutante aus New York B.1.526.
  • Die Corona-Variante aus den USA weist eine Gemeinsamkeit mit den Mutanten aus Brasilien und Südafrika auf, die Forscher beunruhigen.
  • Auch in Kalifornien gibt es eine neue Mutante, die sich seit November verbreitet.

Update vom Freitag, 05.03.2021, 13.15 Uhr: Neben der Corona-Mutante aus New York bereitet in den USA auch weiterhin die Mutante aus Kalifornien Sorge. Die Corona-Variante, die als CAL.20C bezeichnet wird, scheint es schon seit Juli 2020 zu geben, seit November breitet sie sich in Kalifornien schnell aus. Wie die New York Times berichtet, hat eine Studie herausgefunden, dass die Variante schon Mitte Januar mehr als die Hälfte der Proben in Labors in Los Angeles ausmachte. Die Studie ist allerdings noch nicht veröffentlicht.

Die kalifornische Variante zeichnet sich durch eine Mutation am Spike-Protein aus. Möglicherweise hat sie dadurch einen Vorteil gegenüber anderen Coronavirus-Mutanten oder dem sogenannten Wildtyp. Dies ist allerdings noch nicht nachgewiesen. Zwei noch nicht veröffentlichte Studien, über die die New York Times berichtet, weisen allerdings darauf hin, dass diese Form des Coronavirus ansteckender sein könnte. Eine davon wies etwa doppelt so viele Viruspartikel im Körper von Infizierten nach wie bei anderen Varianten.

Neue Corona-Variante breitet sich in den USA aus

„Ich bin immer überzeugter, dass sich diese Variante mehr als andere lokal ausbreitet“, sagte der Epidemiologe William Hanage der New York Times. „Aber es gibt keinen Hinweis, dass sie in der gleichen Liga spielt wie B.1.1.7.“ Letzteres ist die Bezeichnung für die britische Virus-Mutante, die sich mittlerweile weltweit ausbreitet.

In Kalifornien breitet sich die neue Corona-Mutation CAL.20C aus.

Corona in den USA: Neue Mutante breitet sich in New York aus

Erstmeldung vom Dienstag, 02.03.2021, 15.06 Uhr: New York – In New York hat sich eine eigene Corona-Mutante gebildet. Seit November verbreite sie sich in der Stadt, berichtet die „New York Times“. Fachleute nennen die Variante B.1.526. Bislang ist unbekannt, wie die bekannten Impfstoffe gegen die neue Variante wirken.

Dafür ist die neue Corona-Mutante bislang noch zu wenig erforscht. Ein Zustand, der für Beunruhigung in New York sorgt. Bürgermeister Bill de Blasio zeigte dafür Verständnis, trotzdem spricht er sich gegenüber der ARD-Tagesschau klar dagegen aus, in Panik zu verfallen: „Solange nicht bewiesen ist, dass die Impfseren wirkungslos gegen diese Variante sind, sollten wir nicht das Schlimmste befürchten.“

Die Art der Corona-Mutante aus New York sorgt bei Forschern für Beunruhigung

Was bisher über die Mutante aus New York bekannt ist, ist, dass sie eine Veränderung des Oberflächenproteins aufweist. Das sogenannte Spike-Protein bildet die Verbindung zwischen Virus und Körperzelle. Durch die Mutation könnte sich das Corona-Virus unangreifbar für Antikörper nach Impfungen oder Infektionen gemacht haben, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Sie werden von Wissenschaftlern deshalb „Fluchtmutanten“ genannt. Diese seien auch in der brasilianischen und der südafrikanischen Mutante zu finden.

Die Epidemiologin Wafaa El-Sadr von der Columbia Universität sagte dem ARD-Studio New York, dass Mutationen, die die Spike-Proteine betreffen, immer Sorgen bereiten. Allerdings weist sie darauf hin, dass, selbst wenn sich im Labor herausstellen würde, dass Impfstoffe gegen die Mutante nicht wirken, dass nicht auch auf der Straße der Fall sein müsste. Der Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien an der Universität Basel Richard Nehrer bewertet die Situation gegenüber der Süddeutschen Zeitung so: „Es ist noch kein dramatischer Befund, weil Impfungen wahrscheinlich immer noch sehr gut gegen schwere Erkrankungen helfen, aber es ist eine Warnung.“

Menschen warten in einer Schlange, um sich in einer Impfstation im New Yorker Stadtteil Queens gegen das Coronavirus impfen zu lassen. In New York wurde eine neue Mutation entdeckt, gegen die Impfstoffe wirkungslos sein könnten.

Corona-Mutante aus New York: Forschung steht noch am Anfang

Denn die Mutante breitet sich aus. Mittlerweile liege der Anteil der nachgewiesenen Infektionen mit dem veränderten Corona-Virus in New York bei fast 13 Prozent, teilt die Columbia Universität in einem Bericht mit. Die New York Times spricht davon, dass bis Mitte Februar etwa eine von vier Virensequenzen, die in einer von Wissenschaftlern gemeinsam genutzten Datenbank auftauchten, die Mutation aufweise.

Bis die Forschung genauere Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Mutante auf Impfungen, Verbreitung und Ansteckungsraten hat, könne über diese Fragen nur spekuliert werden, sagt der Chef der New Yorker Gesundheitskommission Dave Chokshi der Tagesschau. Deshalb sei Panik derzeit auch vollkommen unangebracht. (Theresa Ricke)

Rubriklistenbild: © Seth Wenig/dpa

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