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Keine schweren Nebenwirkungen

Moderna: Impfstoff für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren „zu 100 Prozent wirksam“

  • VonMirko Schmid
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In den USA werden bereits 12 bis 15-Jährige mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. Moderna will jetzt nachziehen und 12 bis 17-Jährige impfen.

Cambridge – Das Biotechnologieunternehmen Moderna kommt mittels einer breit angelegten Studie zu dem Ergebnis, dass der hauseigene Impfstoff auch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren geeignet ist. Zudem träten keine schweren Nebenwirkungen auf, weswegen der Impfstoffhersteller Anfang Juni eine Zulassung für diese Altersgruppe beantragen will.

Insgesamt hatten an der Studie des Unternehmens 3732 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren teilgenommen, In zwei Testgruppen wurde der ersten Gruppe jeweils der Moderna-Impfstoff verabreicht, der zweiten Gruppe ein Placebo. Während es in der ersten Gruppe nach zwei Impfungen daraufhin nicht eine einzige Infektion mit Corona gegeben habe, hatten sich vier Teilnehmende der zweiten Gruppe mit dem Virus infiziert. Moderna kommt zu dem Schluss, dass der Impfschutz der tatsächlich geimpften zwei Drittel der Teilnehmenden bei 100 Prozent liege.

Moderna will Zulassung von Impfstoff gegen Corona für Kinder und Jugendliche beantragen

Darüber hinaus sei getestet worden, ob der Impfstoff innerhalb der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen auch vor milderen Beschwerden schützt, da Kinder und Jugendliche häufig seltener an Corona erkranken und häufig nur einzelne Symptome aufweisen. Auch hier gibt sich Moderna von den Ergebnissen der Studie überzeugt, das Risiko für die Entwicklung solcher Beschwerden läge nach einer Impfung 93 Prozent niedriger. Es sei erfreulich, dass der Moderna-Impfstoff auch vor einer Sars-CoV-2-Infektion schützen könne, teilte das Unternehmen in Person seines CEO Stéphane Bancel mit.

Der Impfstoff von Moderna: Bald auch für Kinder?

Nun wolle Moderna die Forschungsdaten bereits Anfang Juni der zuständigen Behörde Food and Drug Administration (FDA) sowie den Zulassungsbehörden weltweit vorlegen. Bisher waren die Ergebnisse weder von Expert:innen begutachtet noch in einem Fachjournal veröffentlicht worden.

Moderna: Impfstoff für Kinder und Jugendliche ohne ernste Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der Corona-Impfung seien zwar aufgetreten, allerdings handele es sich dabei um im Rahmen einer Verabreichung von Vakzinen üblichen Beschwerden wie Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schüttelfrost im Anschluss an die zweite Impfung, nach der ersten Impfung hätten die Proband:innen größtenteils lediglich über Schmerzen an der Einstichstelle berichtet. Zur Sicherheit würden nun weitere Daten gesammelt, außerdem werde die Studie „weiterhin von einem unabhängigen Komitee für die Überwachung der Sicherheit“ kontrolliert, teilte Moderna mit.

UnternehmenModerna, Inc.
SitzCambridge, Massachusetts, USA
CEOStéphane Bancel
GründungSeptember 2010
HauptsitzVereinigte Staaten
Gründer:innenNoubar Afeyan
Robert Langer
Derrick Rossi
Kenneth R. Chien
David Berry

In einem nächsten Schritt werde zudem erforscht, inwieweit der Moderna-Impfstoff mRNA-1273 auch Kinder zwischen sechs Monaten und elf Jahren vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus schützen könne, hier befände sich die Forschung derzeit in der zweiten Testphase.

Biontech/Pfizer beantragt Impfstoff-Freigabe für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren in der EU

Während in den USA der Impfstoff des deutsch-amerikanischen Jointventures Biontech/Pfizer bereits für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren zugelassen ist, ist in Deutschland noch kein Impfstoff für Menschen unter 16 Jahren freigegeben. Die Beantragung der Freigabe für diese Altersgruppe auch hierzulande liegt der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) allerdings bereits vor. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/kyodo | -

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