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Malaria

Durchbruch bei Impfstoffentwicklung? Oxford-Professor jubelt über „großen Erfolg“

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Es könnte ein Durchbruch gegen Malaria sein. Eine neue Studie macht Hoffnung. Jährlich sterben hunderttausende Kinder an der heimtückischen Krankheit.

Oxford - Die Krankheit Malaria fordert jährlich hunderttausende Tote, insbesondere in Afrika. „Weltweit sterben jährlich ca. 600.000 Menschen an Malaria, etwa drei Viertel von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren“, heißt es auf der Website des RKI. Die Infektionskrankheit wird durch Erreger, so genannte Plasmodien, ausgelöst, die über eine bestimmte Art von Stechmücken übertragen werden. Da Malaria zu den Krankheiten zählt, gegen die es bisher noch keine Impfung gibt, wird hauptsächlich durch Vorbeugung wie beispielsweise das Schlafen unter Moskitonetzen gegen sie angekämpft.

Malariamücken im Labor Medical Research Institute (KEMRI) nahe der Stadt Kisumu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kündigt zum Welt-Malaria-Tag (25. April) eine neue Initiative an, mit der 25 Länder bis 2025 malariafrei werden sollen.

Impfstoffentwicklung: Hunderttausende Kinder sterben jährlich an Malaria

Wozu und wie schnell die moderne Medizin und Forschung allerdings zu einer Impfstoffentwicklung fähig ist, wird auch an der schnellen Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus deutlich. Sehr schnell wurde Geld für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus zur Verfügung gestellt und mit Nachdruck geforscht.

Nun gibt es weitere ermutigende Nachrichten aus der Impfstoffentwicklung. Diesmal gegen Malaria. In einer Studie der Universität Oxford in Großbritannien habe ein Impfstoff-Kandidat 77 Prozent Wirksamkeit gegen Malaria bei Kleinkindern aufgezeigt.

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450 Kindern, die mit dem Präparat R21/Matrix M geimpft wurden, wurden ein Jahr lang beobachtet. In der Phase-II-Studie seien keine ernsthaften Nebenwirkungen festgestellt worden.

Teodora Vaz, Labortechnikerin, arbeitet mit Proben im CISM-Labor. Im Kampf gegen die Infektionskrankheit Malaria hat es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zuletzt nur kleine Fortschritte gegeben.

Durchbruch bei Impfstoff gegen Malaria - insbesondere Afrika betroffen

Die bis dahin stärkste Wirksamkeit einer Malaria-Impfung lag bei 55 Prozent. Professor Adrian Hill, Leiter des Jenner-Instituts der Universität Oxford, sprach von einem „großen Erfolg“ im Kampf gegen Malaria und glaube, dass der neue Impfstoff gegen Malaria das Ziel der WHO von 75 Prozent Wirksamkeit erreiche. Hill hofft nun auf eine Notfallzulassung des Präparats. Allerdings ist die Teilnehmerzahl der Studie sehr reduziert. Eine weitere Studie mit 4.800 Kindern aus vier afrikanischen Ländern soll nun weitere Klarheit schaffen. Die Studie soll von dem US-Pharmakonzern Novavax in Zusammenarbeit mit dem indischen Serum-Institut durchgeführt werden.

Auch der britische Regierungschef Boris Johnson äußerte sich. Johnson schrieb auf Twitter: „Malaria tötet hunderttausende Kinder weltweit jedes Jahr. Ein wirksamer Impfstoff eröffnet die Möglichkeit, diese globale Tragödie zu beenden.“

Die von der weiblichen Anopheles-Mücke übertragene Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für Kindersterblichkeit in Afrika. In den vergangenen Jahren wurden von Forscher:innen und Malaria-Expert:innen immer wieder Rufe nach mehr finanziellen Mitteln für die Impfstoffentwicklung laut. So flössen weniger als ein Prozent aller Gelder, die in Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen investiert werde, laut WHO in die Malaria-Forschung, wie das Aerzteblatt 2019 berichtete.

Am 25. April ist Welt-Malaria-Tag. Die WHO hat eine Initiative angekündigt, mit der 25 Länder bis 2025 frei von Malaria werden sollen. (Delia Friess mit afp) Coronavirus: Testergebnisse des Malaria-Medikaments sind enttäuschend

Rubriklistenbild: © Sven Torfinn

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