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Krankschreibung Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Attest
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Beschäftigte mit Erkältungssymptomen können sich auch 2021 am Telefon vom Hausarzt krankschreiben lassen.

Corona-Pandemie

Corona: Krankschreibung per Telefon auch im nächsten Jahr möglich

  • vonMirko Schmid
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Die Corona-Fallzahlen steigen in Deutschland weiter an. Deshalb wurde die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung ohne Arztbesuch bis März 2021 verlängert.

  • Die telefonische Krankmeldung ist angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen zurück.
  • Seit dem 19. Oktober können bei Erkältungen Atteste vom Hausarzt wieder fernmündlich ausgestellt werden.
  • Die Regelung wurde jetzt bis Ende März 2021 verlängert.

Update vom Donnerstag, 03.12.2020, 14.19 Uhr: Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen können sich Patienten mit leichten Erkältungsbeschwerden bis ins neue Jahr hinein auch ohne Praxisbesuch telefonisch krankschreiben lassen. Die Sonderregelung wird bis zum 31. März 2021 verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken (G-BA) am Donnerstag (03.12.2020) beschloss. Dies soll Kontakte und Infektionsrisiken reduzieren.

Ärzte und Ärztinnen müssten sich aber „durch eine eingehende telefonische Befragung“ persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen und prüfen, ob doch eine körperliche Untersuchung nötig sein könnte. Die telefonischen Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Die Sonderregelung war bisher bis Jahresende befristet gewesen.

Corona: Krankschreibung per Telefon - Anruf beim Arzt genügt für den „Gelben Zettel“

Erstmeldung vom Montag, 19.10.2020, 11.17 Uhr: Frankfurt - Die Corona-Fallzahl in Deutschland steigen weiter und erreichen an vielen Orten bereits eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 je 100.000 Einwohner. Um dieser bedenklichen Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen (G-BA) beschlossen, dass sich Erkrankte bis (vorerst) zum Jahresende im Falle kleinerer Erkrankungen telefonisch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) einholen können.

Krankmeldung während Corona: Ein Anruf in der Arztpraxis für die Krankschreibung genügt

Das Prozedere soll für Erkrankte während Corona möglichst einfach und unbürokratisch ablaufen. Ein Anruf bei der eigenen Hausärztin oder dem eigenen Hausarzt reicht. Um an eine Krankmeldung, den sogenannten gelben Schein, zu kommen, reicht es nicht, die Sprechstundenhilfen darum zu bitten. Voraussetzung ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt persönlich.

Patient:innen können sich zunächst für bis zu sieben Tage telefonisch krankschreiben lassen. Sollten danach immer noch Gründe für ein gesundheitsbedingtes Fernbleiben von der Arbeitsstelle vorliegen, bzw. ein Arbeiten im Home-Office aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sein, kann die Krankmeldung per erneutem Telefonat einmalig um eine weitere Woche verlängert werden. Erkrankungen, die über diese zwei Woche hinaus akut sind, fallen nicht mehr unter die Corona-bedingte Regelung, hier muss wie gewohnt ein Besuch in einer Arztpraxis erfolgen.

Corona: Der genaue Ablauf der telefonischen Krankmeldung per Telefon

Wie ein Sprecher der AOK Hessen bestätigt, gilt die Regelung zunächst vom 19. Oktober bis zum 31. Dezember 2020. Stellt die Hausärztin oder der Hausarzt eine Erkrankung telefonisch fest, ergeht sofort eine elektronische Übermittlung der Krankmeldung von der Arztpraxis zur Krankenversicherung. Patient:innen selbst bekommen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anschließend per Post. Arbeitgeber:innen sind aufgefordert, ihre sonst üblichen Regelungen so auszuweiten, dass Arbeitnehmer:innen bis zu sieben Tage Zeit haben, ihre AU per Post zur Arbeitsstelle weiterleiten zu können. Zuletzt gab es die Möglichkeit, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, im Frühjahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie.

Wichtig ist, dass eine telefonische Krankschreibung* nur im Fall leichterer Erkältungssymptome und Atemwegserkrankungen möglich ist. „Sobald zum Beispiel Magen-/Darmerkrankungen dazukommen, müssen Sie wie gewohnt zum Arzt“, erklärt der AOK-Sprecher. „Auch mit Kopfschmerzen ist nicht zu spaßen, schließlich können diese ein Anzeichen für viele Erkrankungen sein. In einem solchen Fall gehen Sie auch besser zum Arzt. Letztlich liegt es im Ermessen des Arztes, der Sie in der Regel ja gut kennt, ob ein Realkontakt notwendig ist.“

Sollten Anzeichen einer Corona-Infektion vorliegen, müssen Patient:innen in der Regel in die Arztpraxis. Hausärztinnen und Hausärzte stellen von daher im telefonischen Beratungsgespräch zunächst „drei bis fünf Fragen, um Corona auszuschließen“, heißt es vonseiten der AOK.

Sollte dies nicht möglich sein, rät der Gemeinsame Bundesausschuss „unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Krankschreibung“ bei typischen Corona-Symptomen, nach Kontakt zu mit COVID-19 infizierten Personen und bei unklaren Symptomen im Bereich der oberen Atemwege „vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.“ (Von Mirko Schmid) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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