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Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig, stehen ein Arzt (2.v.r.) und zwei Schwestern an Betten von Patienten. (Archivbild)
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Auf der Covid-Station am Universitätsklinikum Leipzig stehen ein Arzt und zwei Schwestern an Betten von Patienten. Das Risiko an Corona zu erkranken ist laut RKI in ärmeren Regionen höher. (Archivbild)

Corona-Pandemie

„Die Armen baden es aus“: Sozial Benachteiligte erkranken häufiger an Covid-19 – und sterben daran

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Status und Covid-19-Erkrankungen. Auch das Risiko zu sterben ist in ärmeren Regionen höher.

Berlin – In Deutschland gibt es laut zwei Studien des Robert-Koch-Instituts (RKI) einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Status und dem Risiko an Covid-19 zu erkranken oder auch zu sterben. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) am Samstag (17.04.2021) berichtet, stieg einer Studie zufolge während der zweiten Coronawelle die Zahl der Covid-19-Todesfälle in sozial benachteiligten Regionen am stärksten. Das Risiko, am Coronavirus zu sterben, lag dort um 50 bis 70 Prozent höher als in wohlhabenderen Regionen.

Coronavirus in Deutschland: RKI-Studien geben Auskunft, wer besonders großes Risiko hat

Auch das Infektionsrisiko ist ungleich verteilt, wie weitere RKI-Studie ergab, die ebenfalls Daten aus der zweiten Welle der Corona-Pandemie auswertete: In stark sozial benachteiligten Regionen wütete das Coronavirus demnach am heftigsten. Anfang Januar lag der Inzidenzwert in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen dort bei rund 190. Bei den sozial und finanziell bessergestellten Senior:innen im gleichen Alter lag die Inzidenz lediglich bei etwas mehr als 100. Bei den über 79-Jährigen war der Inzidenzwert in sozial benachteiligten Regionen mit mehr als 450 fast doppelt so hoch wie bei wohlhabenderen Senior:innen der gleichen Alterskohorte, der bei rund 250 lag.

Eine Krankenschwester verarbeitet im Krankenhaus einen Behälter mit einer Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten. (Archivbild)

Studien des RKI: Niedriger sozialer Status erhöht in Deutschland Risiko von Corona-Erkrankung

Die Sozialverbände Vdk und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband forderten, ärmere Menschen besser vor dem Virus zu schützen: Sozialhilfeempfänger:innen sollten etwa, solange die Pandemie anhält, 100 Euro im Monat extra für Hygieneartikel bekommen, um sich unter anderem FFP-2-Masken und Desinfektionsmittel leisten zu können. „Die, die reisen konnten, brachten das Virus und die Armen baden es zunehmend aus“, sagte Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

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Aktuelles zur Pandemie finden Sie in den Corona-News.

VdK-Präsidentin Verena Bentele forderte die Politik auf, Unternehmen zu verpflichten, ihrer Belegschaft Corona-Tests zu ermöglichen, wenn diese viel Kontakt habe und wenig Abstand halten könne. „Oft sind das Berufe, in denen nicht viel Geld gezahlt wird, etwa an Supermarktkassen, in der Pflege, in Großküchen, Fabriken und der Lebensmittelverarbeitung“, sagte Bentele. Auch am Samstag (17.04.2021) meldet das RKI „starken Anstieg“ der Corona-Neuinfektionen. Besonders bei Jüngeren würden die Fallzahlen ansteigen. Auch wegen der zunehmenden Zahl an Neuinfektionen hofft man hierzulande auf zügige Impfungen. (epd)

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