1. Startseite
  2. Wissen

Corona-Infektion: Was ein „milder Verlauf“ bedeutet und welche Mittel helfen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Svenja Wallocha

Kommentare

Die Omikron-Variante führt eher zu einem milden Corona-Verlauf. Doch auch der sollte nicht unterschätzt werden. Was bei leichten Symptomen helfen kann.

Frankfurt – Das Coronavirus breitet sich weiter rasant aus. Bei vielen Menschen leuchten derzeit Warnmeldungen auf dem Handy auf oder Corona-Tests zeigen positive Ergebnisse. Infiziert zu sein heißt allerdings nicht automatisch, dass man auch schwer erkrankt ist. Vor allem bei der ansteckenderen Omikron-Variante berichten Betroffene oft von einem „milden Verlauf“.

Omikron verbreitet sich zwar besonders schnell. Wie Daten bereits zeigten, sind schwere Verläufe aber seltener als bei Delta. Bei einer Corona-Infektion unterscheidet das Robert Koch-Institut (RKI) zwischen vier Klassifikationen. Dabei orientiert sich das Institut an den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Corona-Infektion: Wie sich ein milder Verlauf äußert

Eine asymptomatische Infektion verläuft dabei in der Regel ganz ohne Symptome. Eine schwere Erkrankung kann dafür sorgen, dass die infizierte Person ins Krankenhaus muss und künstlich beatmet wird oder in Lebensgefahr schwebt. Bei einem milden oder auch leichten Verlauf sind zwar vielfältige Symptome möglich, aber: In der Regel werden diese zu Hause kuriert.

Allerdings sind die Übergänge zwischen den Stufen fließend, erklärt Virologie-Professor Stephan Ludwig von der Universität Münster gegenüber dem WDR. Und auch auf die eigene Wahrnehmung komme es an. Ein milder Corona-Verlauf ist deshalb nicht zu unterschätzen.

Besonders häufig klagen mit Omikron infizierte Personen über Husten, Schnupfen oder auch Halsschmerzen – also Grippe- und Erkältungssymptome, wie aus einem Papier des RKI hervorgeht. Die können auch über einen längeren Zeitraum anhalten und sehr unangenehm sein. Weitere Corona-Symptome bei einem „milden“ oder „moderaten“ Verlauf sind unter anderem Geruchs- oder Geschmacksverlust, Kopf- und Gliederschmerzen, Diarrhö, aber auch Atemnot. Zudem können Menschen mit mildem Verlauf auch an Long-Covid erkranken.

Milder Corona-Verlauf: „Muss sich anfühlen wie eine Erkältung“

„Ein leichter Verlauf muss sich anfühlen wie eine Erkältung. Alles, was darüber ist, wenn man sich also richtig krank fühlt: Da sollte man den Hausarzt konsultieren“, erklärt Allgemeinmediziner Martin Scherer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Als mögliche Corona-Warnzeichen nennt der Mediziner dabei hohes Fieber oder auch Atemnot.

Ein Fieberthermometer, Nasenspray und eine Tasse Tee stehen vor einem Bett, in dem ein Kind mit Kuscheltier sitzt und auf ein Tablet schaut.
Auch bei einem milden Corona-Verlauf fühlen sich Erkrankte mitunter elend. Einige Mittel können helfen. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Bei einem milden Verlauf reicht es dagegen in der Regel aus, die Symptome zu Hause auszukurieren. Allerdings sollte auch das vorher mit einem Arzt abgeklärt werden. Außerdem ist es wichtig, den Krankheitsverlauf zu beobachten. Wer unsicher ist, kann neben dem Hausarzt oder der Hausärztin auch immer den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 anrufen. Was Erkrankte generell beachten sollten: Mit Corona infizierte Personen müssen sich in häusliche Isolierung begeben. Zu Hause stellt sich dann oft die nächste Frage: Welche Mittel helfen bei „leichten“ Corona-Symptomen?

Corona: Welche Medikamente bei einem milden Verlauf helfen können

Zunächst sollten Betroffene sich und ihrem Körper viel Ruhe und Schlaf gönnen, empfiehlt die Bundesregierung. Auch eine ausgewogene Ernährung kann unterstützen. „Hilfreich ist auch, viel zu trinken, da der Körper bei Infektionen eher mehr Flüssigkeit als im gesunden Zustand benötigt“, erklärt die Bundesregierung. Mit Medikamenten oder Hausmitteln können sich Erkrankte dann an das halten, was auch sonst hilft, so Allgemeinmediziner Martin Scherer. Wer eine verstopfte Nase hat, kann demnach zum Nasenspray greifen, und bei Halsschmerzen Lutschpastillen nutzen.

Gegen Fieber oder Schmerzen wirken Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol. Letzteres ist sogar ein vom Center of Desease Control and Prevention empfohlenes Mittel, um leichte Corona-Verläufe zu behandeln. Schmerzmittel wie Paracetamol sollten allerdings immer mit Bedacht eingesetzt werden. Zudem spielen Allergien oder Vorerkrankungen eine entscheidende Rolle bei der Frage nach dem richtigen Medikament. So sollten Personen mit kranker Niere eher zu Paracetamol als zu Ibuprofen greifen, rät Scherer. Generell ist zudem zu beachten: Die Mittel können nur die Symptome der Erkrankung erträglicher machen. Den Kampf gegen das Coronavirus übernimmt das Immunsystem. (svw)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

Auch interessant

Kommentare