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Sport nach der Corona-Impfung: Ist ein Verzicht vonnöten? Und wenn ja, wie lange? (Symbolfoto)
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Sport nach der Corona-Impfung: Ist ein Verzicht vonnöten? Und wenn ja, wie lange? (Symbolbild)

Gesundheit

Corona-Impfung: So lange sollten Sie auf Sport verzichten

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Muss man sich nach einer Corona-Impfung schonen oder ist Sport ohne Weiteres möglich? Das raten Fachleute für die Zeit nach der Impfung.

Frankfurt – Inzwischen sind in Deutschland viele Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Insbesondere nach der Aufhebung der Impfpriorisierung Anfang Juni 2021 erhielten immer mehr Menschen ihre Schutzimpfung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Doch mit dem Piks gehen auch zahlreiche Fragen einher. Was ist nach der Impfung zu beachten? Wie lange braucht der Körper Ruhe und nach welcher Zeit ist körperliche Anstrengung und Sport überhaupt wieder ratsam?

Die bislang innerhalb der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe gelten allesamt als gut verträglich. Dennoch sind in Abhängigkeit des Präparates kleinere Nebenwirkungen bei den Impfungen mit Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson möglich: von leichtem Fieber, Abgeschlagenheit und Schnupfen bis hin zu Schmerzen an der Einstichstelle und Muskel- und Gliederschmerzen.

Vor allem bei den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderne treten Nebenwirkungen häufig erst nach der Corona-Zweitimpfung auf. Leichte Symptome deuten laut Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts und des Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel jedoch darauf hin, dass der Impfstoff den gewünschten Effekt auf das Immunsystem hat.

Sport und Corona-Impfung – Braucht der Körper eine Ausszeit?

Zumeist treten diese leichten Beschwerden in den ersten 48 Stunden nach Impfung gegen das Coronavirus auf. In seltenen Fällen treten kommt es auch zu schwereren Komplikationen, die Betroffenen längere Zeit zu schaffen machen. Doch nach Auffassung der zuständigen Behörden sowie des Bundesgesundheitsministeriums um Jens Spahn (CDU) überwiegt der Nutzen der Impfung die Risiken. Aber was ist nach der Covid-Impfung beim Sport zu beachten? Wie lange sollte man grundsätzlich pausieren?

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts ist das Aussetzen sportlicher Aktivitäten nach der Corona-Impfung nicht zwangsläufig vonnöten. Im „Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen Corvid-19“ heißt es: „Nach der Impfung müssen Sie sich nicht besonders schonen.“

Dennoch gilt: Insbesondere Erkältungs- und Ermüdungserscheinungen nach dem Piks, gilt es ernst zu nehmen. In solchen Fällen sollten die Geimpften ihrem Körper lieber eine Pause gönnen und Sport verzichten. Das gilt im Übrigen auch für den Konsum von Alkohol nach der Corona-Impfung.

Zu einem Verzicht auf körperliche Anstrengungen rät der Vorsitzende des Bremer Hausärzteverbandes, Hans-Michael Mühlenfeld. „Grundsätzlich ist es ja so, dass, wenn ich eine Impfung habe und möchte, dass mein Körper da vernünftig drauf reagiert, dann würde ich besondere Belastungen für den Körper vermeiden“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Nach einem bis zwei Tagen sollten Betroffene ihrem Sport, egal ob im Verein beim Fußball oder Handball, im Fitnessstudio oder in der Freizeit, wieder wie gewohnt nachgehen können.

Sport nach der Corona-Impfung – Hören Sie auf Ihren Körper

Eine pauschale Empfehlung für den Sport nach der Corona-Impfung gibt es also nicht. Zu stark ist das Vorgehen von den individuellen Impfreaktionen und von der Intensität der sportlichen Anstrengung abhängig. „Sportliche Aktivitäten nach Impfungen stellen generell kein Problem dar, besondere Belastungen unmittelbar nach der Impfung sind jedoch nicht unbedingt zu empfehlen“, rät das RKI.

Das gilt insbesondere für Geimpfte, die erkältungsähnliche Symptome wahrnehmen. Diese deuten auf eine Beanspruchung des körpereigenen Immunsystems hin. Sport stellt in diesem Fall eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem dar und ist demnach nicht zu empfehlen, wie das offizielle Gesundheitsportal der deutschen Apotheker:innen berichtet.

Fühlt man sich nach der Corona-Impfung gesund und fit, ist moderates Sporttreiben unbedenklich. Die Bewegung sollte dabei stets an das eigene Wohlbefinden angepasst werden. Es ist wichtig, sich die Impfreaktionen des eigenen Körpers bewusst zu machen und die Belastung danach auszurichten. Von starken oder exzessiven Belastungen ist allerdings abzusehen. Sind ein bis zwei Tage vergangenen, kann das Sportpensum wieder wie gewohnt aufgenommen werden. (Yannick Wenig)

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