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Behörden in Israel und Amerika warnen vor einem erhöhten Impfrisiko für junge Menschen.
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Behörden in Israel und Amerika warnen vor einem erhöhten Impfrisiko für junge Menschen.

Herzprobleme

Corona-Impfung: Gerade junge Menschen von Auffälligkeiten betroffen

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Wenn die Corona-Impfung krank macht: Vor allem junge Menschen sind von einer gefährlichen Nebenwirkung betroffen. Das sagt das Paul-Ehrlich-Institut.

Frankfurt - Erst in Israel, nun in den USA* - immer mehr junge Menschen scheinen nach einer Corona*-Impfung mit einem der mRNA-Impfstoffe von Herzerkrankungen betroffen zu sein. Die Zahl der zu erwartenden Erkrankungen in dieser Hinsicht wurde um ein vielfaches überschritten. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt für Deutschland jedoch Entwarnung.

In Israel sieht das hingegen ganz anders aus. Das dortige Gesundheitsministerium hatte auf ein erhöhtes Impfrisiko für junge Menschen (vor allem Männer) gewarnt. So rechnete man im beobachteten Zeitraum zum Beispiel mit zwei bis neunzehn Fällen bei unter 16- und 17-Jährigen. In der Realität waren allerdings 79 Personen betroffen. Darüber informiert die Süddeutsche Zeitung. Auch in der Altersgruppe von 18- bis 24-Jährigen lag die Anzahl der Erkrankten weit über den Erwartungen: Hier wurden statt der erwarteten acht bis dreiundachtzig Fälle ganze 196 gemeldet.

Nebenwirkungen der Corona-Impfung: Israel und USA sprechen von Impfrisiko

Neben den Behörden in Israel gab es auch aus amerikanischen Einrichtungen Meldungen über ein Gesundheitsrisiko für junge Menschen nach einer Corona-Impfung. Laut dem US-Centers for Disease Control (CDC) sind bis Ende März 789 Erkrankungen gemeldet worden. Dabei handelt es sich sowohl um Entzündungen des Herzmuskels (Myokarditis) als auch um jene des Herzbeutels (Perikarditis), wie sz.de unter Berufung auf das CDC berichtet.

Von diesen 789 Fällen seien 285 verifiziert. Dabei muss bedacht werden, dass eine Entzündung des Herzmuskels oder Herzbeutels auch andere Ursachen haben kann. Sie können als Symptom einer Virusinfektion (so auch Sars-Cov-2) oder einer Autoimmunerkrankung auftreten. Vereinfacht gesagt, reagiert bei einer solchen Erkrankung das Immunsystem zu stark. Das kann auch durch einen Corona-Impfstoff* passieren. Gerade mRNA-Impfstoffe wie die von Biontech/Pfizer* oder Moderna* werden als besonders potent beschrieben und könnten demnach eine solche Reaktion des Körpers auslösen.

Herzprobleme nach Corona-Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna gemeldet

Das israelische Gesundheitsministerium hatte verkündet, dass die Gefahr von Herzproblemen nach einer Corona-Impfung größer wird, je jünger der oder die Geimpfte ist. „Für die jüngste Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen berechneten die Forscher es auf 1:3000“, informiert die Süddeutsche Zeitung.

Bei einer Untersuchung an der Oregon Health and Science University in Portland konnte bei sieben jungen Männern ein Zusammenhang zwischen Corona-Impfung und Herzproblemen festgestellt werden. Die Männer waren zwischen 14 und 19 Jahre alt. Die Forscher:innen fanden keine Hinweise auf Virusinfektionen oder Autoimmunerkrankungen. Innerhalb von vier Tagen nach der zweiten Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer entwickelten sie eine Herzmuskelentzündung. Sie konnten sich im Laufe weniger Tage wieder davon erholen.

Video: Herzprobleme nach Corona-Impfung betrifft vor allem junge Menschen

Corona-Impfung für junge Menschen: Deutsches Institut gibt Entwarnung

In Deutschland ist für die Aufzeichnung und Einschätzung von Nebenwirkungen das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Hier gab es jedoch noch keine Warnung. Ein Risiko sei derzeit noch nicht zu erkennen, allerdings gebe es immer mehr Auffälligkeiten, erklärt Sz.de und beruft sich auf eine Aussage des PEI.

Zuletzt habe die Zahl der Verdachtsmeldungen über Herzprobleme nach der Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff „zugenommen“ - bis Ende Mai zählte man 92. Die meisten Fälle seien ebenfalls bei 16- bis 29-Jährigen aufgetreten. Man könne allerdings nicht sagen, wie groß der Anteil der Impfungen in dieser Altersklasse derzeit sei. Auffällig sei allerdings, „dass vorwiegend jüngere Menschen betroffen sind, die jedoch vermutlich aufgrund der Impfpriorisierung nicht die prozentual größte Impfgruppe ausmachen“, heißt es vonseiten des Instituts. (Jennifer Greve)

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