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Wissenschaftler errechnen die Übertragungen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland durch geimpfte und ungeimpfte Personen. (Symbolbild) Das Coronavirus unter dem Mikroskop.
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Wissenschaftler errechnen die Übertragungen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland durch geimpfte und ungeimpfte Personen. (Symbolbild)

Corona-Pandemie

Über zwei Drittel der Corona-Neuinfektionen durch Ungeimpfte verursacht

Der rasante Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland wird hauptsächlich durch ungeimpfte Personen getrieben – das zeigt eine Berechnung der Wissenschaft.

Frankfurt – Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreichen abermals neue Höchststände. In der vierten Welle der Pandemie ist auch weiterhin kein Ende in Sicht. Zeitgleich wird eine weitere „besorgniserregende Variante“ des Virus bekannt, das sich höchstwahrscheinlich auch bereits in Deutschland verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benannte es umgehend nach dem festgelegten System aus dem griechischen Alphabet: Omikron.

Wie kann unter diesen Umständen die vierte Welle überhaupt noch gebrochen werden? Kontaktbeschränkungen werden erneut diskutiert. Das Nachbarland Österreich musste zum Lockdown übergehen. Diesen Schritt versucht man hierzulande wenn irgend möglich zu umgehen. Es bedarf einer Maßnahme, um die Pandemie zu stoppen. Der Virologe Christian Drosten wirbt über Twitter unermüdlich für die Impfung. Sie sei der Weg aus der Pandemie.

Corona-Impfung: Wirksamkeit am Rechenexempel

Eine Berechnung von Wissenschaftlern der Universitäten Berlin, Potsdam und Erfurt, sowie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (Berlin) und des Bernhard-Nochts-Instituts für Tropenmedizin (Hamburg) zeigt nun deutlich, wie viel Einfluss die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, auf das Pandemiegeschehen hat.

Grundlegende Größe der Berechnung der Forscher ist die Reproduktionsrate (R) des Corona-Virus. Eine möglichst niedrige Reproduktionsrate ist das Ziel aller Maßnahmen, das Pandemiegeschehen eindämmen sollen. Die bisher effektivste medikamentöse Maßnahme zur Minimierung von R ist die Impfung mit einem der zugelassenen Impfstoffe gegen das Virus. Zu nicht-medikamentösen Maßnahmen zählen die AHA-Regeln, Kontaktbeschränkungen, Lockdowns und andere Einschränkungen dieser Art.

Corona-Neuinfektionen: In acht bis neun von zehn Fällen sind Ungeimpfte beteiligt.

Die Wissenschaftler stellten für ihre Berechnungen die Reproduktionsrate des Virus der Effektivität aller möglichen Maßnahmen gegenüber und kamen zu dem Ergebnis: Ungeimpfte Personen müssten die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Virus an andere Personen übertragen, um das Zwei- bis Dreifache verringern, um sie genauso gering zu halten, wie es die Impfung schafft. Im Klartext bedeutet das, sie müssten sich deutlich stärker einschränken als Geimpfte.

In Zahlen lesen sich die Berechnungen der Wissenschaftler besonders eindrücklich: Zwar sei die Mehrheit der Deutschen – über 65 Prozent – mittlerweile vollständig geimpft, diese Gruppe sei aufgrund ihrer niedrigen Reproduktionsrate allerdings für nur 24 bis 33 Prozent der aktuell übertragenen Infektionen verantwortlich. Die deutlich kleinere Gruppe der Umgeimpften hingegen sei demnach für 67 bis 76 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich. Anders ausgedrückt: Ungeimpfte Personen seien bei acht bis neun aus zehn Neuinfektionen involviert. (na)

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