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Corona-Studie: Was Impfskeptiker tatsächlich davon überzeugen kann, sich impfen zu lassen

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Von: Lucas Maier

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Eine Studie hat untersucht, wie sich Corona-Impfskeptiker am besten Überzeugen lassen.
Eine Studie hat untersucht, wie sich Corona-Impfskeptiker am besten Überzeugen lassen. (Archivbild) © Christoph Schmidt/DPA

Eine Corona-Studie hat nun herausgefunden, mit welcher Argumentation Impfskeptiker am besten überzeugt werden können. Auch in Deutschland wurden Daten erhoben. 

Frankfurt – In Deutschland stehen immer noch viele einer Corona-Impfung* skeptisch gegenüber. Doch wie können die letzten Impfskeptikerinnen und -skeptiker noch überzeugt werden?

Dieser Frage hat sich nun eine Studie mit dem Titel „Von Anti-Impfabsichten zur Impfung“ angenommen. In die Studie wurden Daten aus sieben verschiedenen Ländern einbezogen.

Corona-Impfung: Mit der richtigen Botschaft können auch Skeptiker überzeugt werden

Die Studie zur Corona-Impfüberzeugung, wurde durchgeführt von Vincent Pons (Havard Business School), Vincenzo Galasso und Paola Profeta (beide: Brocconi-Universität in Mailand). Sie kamen zu dem Schluss, dass sich Menschen tatsächlich mit der richtigen Botschaft von einer Covid-19 Impfung überzeugen lassen würden. Um herauszufinden, welche Botschaften überzeugen können, haben die Forschenden 6000 Menschen in neun Ländern befragt. In diesen Ländern fanden Befragungen statt:

Die Probandinnen und Probanden wurden in zwei Wellen befragt, die erste fand im Dezember 2020 statt, die zweite im Juni und Juli 2021. In Deutschland wurden mit 1480 Personen, die meisten Menschen befragt. In den anderen Ländern lag die Anzahl der Befragten unter 1000.

Corona-Studie: Wie wirksam sind verschiedene Arten von Botschaften?

In der ersten Befragungswelle der Corona-Studie wurde die Impf-Einstellung der Personen gemessen, noch bevor die Corona-Impfstoffe* verfügbar waren. In der zweiten Welle wurde dann das tatsächliche Impf-Verhalten überprüft. Die Probandinnen und Probanden sollten bei der ersten Befragung mit einer Zahl zwischen 0 und 10 die Wahrscheinlichkeit einstufen, mit der sie sich gegen das Corona-Virus impfen lassen würden. In der Studie wurde der Effekt von vier Nachrichten, auf das Impfverhalten, gemessen. Diese Nachrichten wurden im Dezember vermittelt:

In Europa wurde der stärkste signifikante Effekt bei der Nachricht bei der Botschaft „Andere schützen“ festgestellt. Die Botschaft „Selbstschutz“ hatte in allen Ländern den geringsten Effekt.

Corona-Impfung: Mit Altruismus lässt es sich am leichtesten Überzeugen

Von denjenigen, die im Dezember 2020 ihre Impfwahrscheinlichkeit mit einer 0 kategorisierten, war bei der zweiten Befragung bereits ein Drittel gegen das Corona-Virus geimpft. Generell war die Impfquote in den europäischen Ländern, den USA* und Großbritannien* deutlich höher als in Australien und Neuseeland. Unter den Personen, die anfangs ihre Impfwahrscheinlichkeit mit einer 3 oder niedriger bewertet hatten, kamen in Europa die meisten ihrer Einschätzung nicht nach und ließen sich doch gegen Corona impfen.

Das Resümee der Studie lautet, es ist möglich Impfgegnerinnen und -gegner von einer Corona-Impfung zu überzeugen, hierbei erwiesen sich altruistische Argumente als am wirkungsvollsten. Jedoch konnten auch länderspezifische Unterschiede festgestellt werden. Deshalb sprachen die Forschenden die Empfehlung aus, dass künftige Informationskampagnen auf den jeweiligen Kontext zugeschnitten sein sollten. (Lucas Maier) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Eine Studie aus England hat zuletzt die Corona-Booster-Impfstoffe* untersucht und ist dabei zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

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