Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Coronavirus

Corona-Impfung für stillende Frauen – Wie hoch das Risiko ist

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
    schließen

Sollten sich stillende Mütter gegen das Coronavirus impfen lassen? Die Frage steht seit längerem im Raum: Nun sind sich verschiedene Forschende einig.

  • In Deutschland wird bereits gegen das Coronavirus geimpft.
  • Ob stillende Frauen gegen Sars-CoV-2 geimpft werden sollen, war bislang unklar.
  • Nun hat sich die Forschung festgelegt.

Frankfurt – Bislang herrschte Unsicherheit unter stillenden Frauen. Soll ich mich gegen Corona impfen lassen, obwohl ich mein Kind noch stille? Diese Frage beantwortet die Forschung nun eindeutig.

Die „Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin“ hat gemeinsam mit der „Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe“ und der „Nationalen Stillkommission“ eine Empfehlung herausgegeben. Darin heißt es, dass der mögliche Nutzen einer Impfung für Stillende mit erhöhtem Risiko für Covid-19 im Vordergrund stehe. Der potenziell positive Effekt überwiege im Vergleich zu den Sicherheitsbedenken bezüglich einer Corona-Impfung.

Corona-Impfung: Wie hoch ist das Risiko für stillende Frauen?

Die Frage, ob sich stillende Frauen impfen lassen sollten, stellt sich nicht erst seit der Corona-Pandemie. Für die Expert:innen ist klar: „Eine grundsätzliche Routine-Impfung aller Stillenden wird derzeit auch auf Basis der aktuell limitierten Impfstoffressourcen mehrheitlich von den Fachgesellschaften nicht empfohlen.“

Da es sich bei den Corona-Impfstoffen um mRNA-Vakzine handle, zu denen derzeit noch zu wenige Daten vorlägen, sei man auf den aktuellen Forschungsstand angewiesen: Es konnte „kein erhöhtes Risiko für die Stillende oder den Säugling“ festgestellt werden, heißt es.

Die „Ständige Impfkommission“ sieht das ähnlich – und betont, dass eine Corona-Impfung der Mutter ein sehr geringes Risiko für das gestillte Kind darstelle. Restzweifel können die Expert:innen schlichtweg durch fehlende Studie nicht ausräumen. Ob beispielsweise die Produktion und Abgabe der Muttermilch gestört werden könnte, ist bislang unklar.

Machen Sie mit bei unserer Corona-Umfrage und sichern Sie sich Ihre Chance auf einen Gewinn

Wie erleben Sie die Corona-Pandemie? Wie verändern sich Ihr Wohlbefinden, Ihre sozialen Kontakte, Ihre Arbeits­situation? In einer groß angelegten Studie will das gemeinnützige Forschungsinstituts ISDC herausfinden, was die Pandemie sozial, psychologisch und ökonomisch für uns bedeutet. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können bei dieser Befragung mitmachen – und dabei gewinnen: Unter allen Teilnehmern im Januar verlost das ISDC zehn Einkaufsgutscheine im Wert von je 50 Euro.

Die Teilnahme ist nur online möglich unter dem Link: https://lifewithcorona.org/id/

Dennoch gehe man auch für Stillende von einem „hohen Wirkungsgrad“ der Corona-Impfung aus. Die Empfehlung gelte insbesondere für stillende Frauen, die zur Covid-19-Risikogruppe zählen – sprich: Vorerkrankungen hatten.

Coronavirus: Antikörper in Muttermilch gefunden

Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt der Aspekt dar, dass noch unklar ist, wie sich eine Impfung der Mutter auf das Infektionsrisiko des Kindes auswirkt. Auf diesem Forschungsgebiet existieren lediglich vereinzelte Berichte von teils schweren Covid-19-Verläufen bei Kindern. Allerdings konnten in der Muttermilch von Frauen, die eine Infektion mit Sars-CoV-2 überstanden, Antikörper festgestellt werden. Diese könnten möglicherweise eine positive Auswirkung auf das gestillte Kind haben.

Insbesondere stillenden Müttern, die zur Corona-Risikogruppe zählen, wird eine Impfung gegen Sars-CoV-2 empfohlen. (Archivfoto)

Die Fachgesellschaften empfehlen zudem jeder stillenden Frau sich bezüglich einer Corona-Impfung beraten zu lassen. Es müsse im Einzelfall entschieden werden, so die Forschenden. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare