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Dritte Corona-Impfung: Wie viele Tage nach der Impfung wirkt der Booster?

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Von: Tanja Banner

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Wie lange dauert es, bis die Booster-Impfung gegen Corona wirkt?
Wie lange dauert es, bis die Booster-Impfung gegen Corona wirkt? © imago/Bihlmayerfotografie

Viele lassen sich derzeit die dritte Impfung gegen Corona geben. Doch wie lange dauert es, bis der sogenannte Booster wirkt und den Schutz gegen eine Corona-Infektion erhöht?

Frankfurt – 30 Millionen Corona-Impfungen bis Weihnachten, das hat der neue Bundeskanzler Olaf Scholz angepeilt. Viele der Impfungen werden sogenannte Booster-Impfungen sein, die den bereits bestehenden Impfschutz noch einmal auffrischen sollen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen Menschen ab 18 Jahren, sich etwa sechs Monate nach der zweiten Corona-Impfung „boostern“ zu lassen.

Doch wie lange dauert es nach der dritten Impfung, bis der Schutz gegen Corona wieder erhöht ist? Eine Studie im Fachjournal The Lancet aus dem Oktober 2021 hat gezeigt, dass der Impfschutz ab sieben Tagen nach der Booster-Impfung eintritt. Eine Studie aus Israel zeigte, dass sich die Zahl der Corona-Infektionen in einer Gruppe von Menschen, die geboostert wurden, ab dem zwölften Tag nach der Booster-Impfung deutlich verringerte. Aus diesen beiden Studien schlussfolgern Fachleute, dass der Impfschutz der Booster-Impfung etwa nach sieben bis 12 Tagen einsetzt.

Booster-Impfung gegen Corona: Impfschutz nach etwa sieben Tagen

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland für die Kontrolle und Zulassung von Impfstoffen zuständig ist, gibt gegenüber der Berliner Morgenpost an, dass die Auffrischimpfung nach fünf bis sieben Tagen einen „vergleichbaren Schutz wie nach der Grundimmunisierung“ hervorrufe. Die Grundimmunisierung gegen Corona ist in der Regel nach zwei Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna abgeschlossen, alternativ gilt man auch nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson als grundimmunisiert. In letzterem Fall empfiehlt die Stiko eine mRNA-Impfung bereits vier Wochen nach der Erstimpfung – so soll die Grundimmunisierung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 „optimiert“ werden. Grundsätzlich sollen ältere Menschen und Risikopersonen zuerst geboostert werden.

Corona-Impfung: Booster soll auch gegen die Omikron-Variante helfen

Die Booster-Impfung gilt auch als Hoffnungsträger im Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass erst die dritte Corona-Impfdosis gegen Omikron hilft. Auch gegen die noch vorherrschende Delta-Variante soll die Booster-Impfung einen zusätzlichen Schutz bringen.

Was Impfreaktionen angeht, ist die Booster-Impfung nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht viel anders als die vorherigen Corona-Impfungen. „Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt“, heißt es in einem RKI-Aufklärungsbogen zur Booster-Impfung. „Die Häufigkeit und die Art möglicher Nebenwirkungen nach der Auffrischimpfung sind vergleichbar mit denen nach der 2. Impfung.“ (tab)

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