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Bei Zweitimpfungen mit Biontech/Pfizer und Moderna werden mehr Nebenwirkungen gemeldet als bei der Erstimpfung (Symbolbild).
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Bei Zweitimpfungen mit Biontech/Pfizer und Moderna werden mehr Nebenwirkungen gemeldet als bei der Erstimpfung (Symbolbild).

Coronavirus

Corona: Warum die Nebenwirkungen bei der Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna oft stärker sind

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Die körperlichen Reaktionen bei der Corona-Zweitimpfung mit den Vakzinen von Moderna oder Biontech sind stärker als bei der ersten. Doch was ist der Grund dafür?

Berlin – Die Impfkampagne gegen das Coronavirus* in Deutschland schreitet immer mehr voran. Mittlerweile bekommen auch immer mehr Einwohner die zweite Spritze, die bei fast allen Impfstoffen*, ausgenommen dem von Johnson & Johnson*, nötig ist. Doch gerade bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer* und Moderna* kommt es bei der zweiten Impfung zu stärkeren Nebenwirkungen als noch bei der Ersten.

Diese Nebenwirkungen sind auch statistisch bewiesen: Laut Daten der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA kommt es bei der Erstimpfung gegen das Coronavirus mit Biontech in vier Prozent der zwischen 18 und 55-Jährigen zu Fieber, bei der zweiten Spritze sind es schon 15 Prozent.

Corona-Zweitimpfung mit Biontech und Moderna: Nebenwirkungen treten häufiger auf

Auch bei den Nebenwirkungen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Muskelschmerzen steigt bei Biontech das Risiko: Müdigkeit tritt etwa bei 59 Prozent der Geimpften auf, bei der Erstimpfung waren es nur 47 Prozent. Die Chance auf Kopfschmerzen steigen von 42 Prozent bei der Erstimpfung auf 52 Prozent. Am Stärksten ist der Anstieg beim Schüttelfrost. Die Chance auf diesen steigt von 14 Prozent auf 35 Prozent. Bei Moderna, legen die Daten aus den USA nahe, seien die Anstiege sogar noch größer.

Der Grund für diese stärkere Reaktion des Körpers auf die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna ist einfach zu erklären, so Immunologe Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie gegenüber der Berliner Morgenpost: Bei der Erstimpfung gegen das Coronavirus reagiert nur das angeborene Immunsystem auf die in dem Impfstoff enthaltene RNA des Virus. Die Abwehrzellen des Körpers reagieren normal, schütten Botenstoffe auf und Entzündungen entstehen: Es kommt zu Fieber, Müdigkeit oder Gliederschmerzen.

Video: Biontech/Pfizer und Moderna - so funktionieren mRNA-Impfstoffe

Corona-Impfstoffe Biontech und Moderna: Immunsystem reagiert bei Zweitimpfung stärker

Bei der Zweitimpfung komme dann zusätzlich zum angeborenen Immunsystem das neu adaptive Immunsystem dazu, also jener Teil, der aufgrund der Erstimpfung gegen das Coronavirus entstanden ist. Das Immunsystem reagiert daher stärker, so Watzl. Ein Grund die so wichtige Zweitimpfung zu verschieben sei dies jedoch keinesfalls. Schließlich schützen nur sie effektiv gegen Corona-Varianten wie Delta.

Vektor-Impfstoffe gegen das Coronavirus, wie etwa Vaxzevria von Astrazeneca*, haben hingegen bei der Erstimpfung stärkere Nebenwirkungen, da der Körper auf in der Impfung enthaltene, harmlose Adenoviren reagiert. Bei der Zweitimpfung kommen diese Viren gar nicht erst durch die neu entstandene Abwehr hindurch und es kommt daher nur sehr selten zu Symptomen. Manche Wissenschaftler:innen haben daher auch vorgeschlagen, Erst- und Zweitimpfungen mit jeweils anderen Impfstoffen durchzuführen*, um starke Nebenwirkungen zu vermeiden. (als)*fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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