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Corona-Antikörper
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Eine neue Studie hat analysiert, wie viele Antikörper nach Moderna- und nach Biontech/Pfizer-Impfungen gebildet werden. (Symbolfoto)

Studie zu Antikörpern

Corona-Impfung: Moderna liegt bei Antikörper-Bildung vor Biontech

  • VonNadja Austel
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Eine neue Studie vergleicht die Corona-Impfstoffe auf die Bildung von Antikörpern hin. Moderna liegt dabei klar vorn.

Brüssel – Ein belgisches Forscherteam hat am Montag (30.08.2021) eine neue Studie zur Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe Moderna und Biontech/Pfizer veröffentlicht. Untersucht haben sie vor allem die Bildung von Antikörpern gegen Sars-CoV-2. 

Die Corona-Impfstoffe hätten in Studien „eine 90-prozentige Effizienz bei der Prävention einer Ansteckung bewiesen, aber unseres Wissens wurde die humorale Immunantwort bisher nicht direkt verglichen“, so die Forschenden in ihrer Studie, die vom Fachmagazin JAMA Network veröffentlicht wurde. Als „humorale Immunantwort“ wird die körpereigene Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus bezeichnet. Der entsprechende Wert zur Messung der Antikörperdichte wird „Titer“ genannt und ist eine der wichtigsten Anhaltspunkte, um einen vorhandenen Impfschutz einschätzen zu können.

Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna: Gleiche Technik – unterschiedliche Ergebnisse?

Beide Impfstoffe basieren auf dem gleichen Prinzip. Sie sind mRNA-Impfstoffe. Es werden dabei keine Krankheitserreger oder deren Bestandteile für die Impfung genutzt, sondern Teile des Erbguts, eine sogenannte messenger-Ribonucleic Acid (mRNA), zu Deutsch: Boten-Ribonukleinsäure. Sie liefert den Körperzellen einen Bauplan für die Herstellung einzelner Proteine, die wiederum die Immunantwort des Körpers anregen.

Sowohl Moderna als auch Biontech/Pfizer stellen nach diesem Prinzip ihre Impfstoffe her. Doch die belgische Studie zeigt nun: Wer mit Moderna geimpft wurde, hatte mehr als doppelt so viele Antikörper gebildet als jemand, der mit Biontech/Pfizer geimpft wurde.

Corona-Impfung – Moderna besser als Biontech?

Der Titer, der sich bei den Probanden nach einer zweifachen Impfung mit Moderna ergab, ist im Durchschnitt laut den Ergebnissen der Studie mehr als doppelt so hoch wie nach der Zweifachimpfung mit Biontech/Pfizer (3836 U/mL im Vergleich zu 1444 U/mL).

Studie Steensels et al, Grafik A, veröffentlicht auf JAMAnetwork.com

Für die Unterschiede kommen laut der Forschergruppe sowohl die höhere Dosierung beim Impfstoff von Moderna, als auch der größere Abstand der zwei Impfdosen zueinander im Fall von Moderna infrage. Die Wissenschaftler:innen räumen zudem Limitierungen ihrer Studie ein: Die Probanden sind alle Angestellte im Gesundheitswesen und bilden somit nicht die Gesamtbevölkerung ab. Der Frauenanteil lag bei mehr als drei Vierteln.

Immunologe Watzl: Corona-Antikörper alleine nicht aussagekräftig

Professor Carsten Watzl, Leiter des Forschungsbereichs Immunologie im Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie Nordwest erklärt gegenüber der Deutschen Welle: „Die Antikörper alleine sagen nicht unbedingt etwas darüber aus, wie gut man wirklich geschützt ist. Es kann durchaus sein, dass ich kaum Antikörper habe, sprich: Ich könnte mich noch mit dem Virus infizieren. Aber die Antwort meiner T-Zellen ist so stark, dass ich nicht schwer erkranke“. 

Watzl richtete sich in den vergangenen Monaten regelmäßig über den YouTube-Kanal des der DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) an die Öffentlichkeit. Hier diskutierte er auch die Ergebnisse neuer Studien zu den unterschiedlichen Impfstoffen und erklärt in verständlichen Worten, wie diese zu interpretieren sind. (Nadja Austel)

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