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Wie gut wirkt eine Kreuzimpfung aus Astrazeneca und Biontech? Eine Studie liefert überraschende Ergebnisse. (Symbolbild)
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Wie gut wirkt eine Kreuzimpfung aus Astrazeneca und Biontech? Eine Studie liefert überraschende Ergebnisse. (Symbolbild)

Kreuzimpfung

Corona-Impfung: Erst Astrazeneca, dann Biontech – Studie mit erstaunlichem Ergebnis

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Corona-Erstimpfung Astrazeneca, Zweitimpfung Biontech: Eine Studie aus Oxford untersucht, wie wirksam die Kombination beim Impfen ist.

Oxford - Zunächst gefeiert, dann von vielen abgelehnt. Der Impfstoff von Astrazeneca hat eine Achterbahnfahrt wie kaum ein anderer Impfstoff gegen Corona hinter sich. Nachdem einige Fälle von Sinusvenenthrombosen nach der Impfung mit dem Impfstoff publik wurden, wurde die Empfehlung herausgegeben, das Vakzin nur noch Menschen über 60 Jahren zu impfen. Anschließend war die Verunsicherung derer groß, als Erstimpfung Astrazeneca bekommen hatten, aber unter der neu festgelegten Altersgrenze waren.

Und das zu Recht, denn anfangs war die Studienlage zum Thema Kreuzimpfung noch dünn. Doch nun zeigen immer mehr Studien, dass eine Zweitimpfung mit einem anderen Corona-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer überraschend gute Ergebnisse erzielen kann.

Corona-Kreuzimpfung: Erst Astrazeneca dann Biontech – Oxford-Studie mit neuen Einblicken

Bereits im Juni fanden Forscher:innen an der Charité Berlin heraus, dass es für die Geimpften durch die Kreuzimpfung aus Astrazeneca und Biontech offenbar keine Nachteile gibt, was Wirksamkeit und Verträglichkeit angeht. Bei der Impfung mit einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei die Kombination gut verträglich.

Eine Studie der Oxford University geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Egal ob erst Astrazeneca und dann Biontech geimpft werde, oder man diese Reihenfolge umkehre, es würden jeweils hohe Konzentration von Antikörpern gegen das Spike-Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 gebildet.

Die Wissenschaftler:innen untersuchten dabei einen Impf-Abstand von vier Wochen. „Die Ergebnisse zeigen uns, dass beide Impfungen in einem Intervall von vier Wochen eine Immunantwort induzieren, die über der des Oxford/Astrazeneca-Impfstoffes liegt“, erklärt Matthew Snape, der Studienleiter an der Oxford University laut einer Pressemitteilung der Universität.

Corona: Impf-Kombinationen auf dem Prüfstand

Für ihre Studie hatten die Forscherinnen und Forscher unterschiedliche Impfstoff-Kombinationen getestet. Zum einen Astrazeneca und Biontech als Erst- und Zweitimpfung, zum anderen aber auch die Kreuzimpfungen aus den Vakzinen. Auch testeten sie sowohl vierwöchige Intervalle als auch einen Impfabstand von 84 Tagen.

Betrachtet man die Immunantwort genauer, dann bestehen jedoch durchaus Unterschiede bei den Kombinationen der Corona-Impfstoffe. Laut der Studie wurden im vierwöchigen Intervall mehr Antikörper und eine höhere T-Zellen-Antwort hervorgerufen, wenn erst Astrazeneca und dann Biontech verimpft wurde, als bei der umgekehrten Kombination. Beide Kreuzimpfungen riefen jedoch eine höhere Produktion von Antikörpern hervor, als zwei Impfungen mit Astrazeneca allein.

Die höchste Konzentration von Antikörpern war nach zwei verabreichten Dosen des Biontech-Impfstoffs zu finden, die höchste Konzentration von T-Zellen bei der Kombination aus Astrazeneca und Biontech. Die T-Zellen sind für eine effektive Immunantwort enorm wichtig. Sie zerstören infizierte Körperzellen und sorgen für eine Reaktivierung des Immunsystems nach der Virusinfektion.

Impfstoff-KombinationenImmunantwort im Intervall von vier Wochen
Biontech + BiontechHöchste Konzentration an Antikörpern
Astrazeneca + BiontechHöchste Konzentration an T-Zellen

Corona-Studie mit überraschendem Ergebnis zu Impfstoff-Kombination

Ganz so ernüchtert, wie es auf den ersten Blick scheint, sollen vollständig mit Astrazeneca geimpfte Menschen jedoch nicht von den Ergebnissen sein, betont Snape. Denn: „Das Intervall von vier Wochen, das wir hier untersucht haben, ist kürzer, als die acht bis zehn Wochen, die normalerweise zwischen zwei Impfungen mit Oxford-Astrazeneca liegen. Der längere Intervall ist dafür bekannt, dass er eine bessere Immunantwort sorgt. Die Ergebnisse unserer Studie zum Impf-Abstand von 12 Wochen werden bald verfügbar sein.“

Auch Andrew Ustianowski vom britischen National Institute for Health Research erklärt hierzu: „Wir wissen, dass zwei Dosen von Astrazeneca sehr effektiv ist und dabei geholfen hat, viele Menschenleben zu retten. Die Tatsache, dass wir nun wissen, dass die Immunantwort bei einer Impf-Kombination mit dem Impfstoff von Pfizer sehr positiv ist, hilft dabei, dass nun Impfstoffe kombiniert und dadurch flexibler verimpft werden können. Nicht nur in Großbritannien sondern weltweit.“ (Sophia Lother)

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