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Neue Studien zu Mutante

„Bahnbrechend“: Drei Corona-Impfstoffe sollen gegen indische Variante wirken

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
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Die indische Corona-Mutante ist weltweit auf dem Vormarsch. Zwei Studien machen nun Hoffnung zur Wirksamkeit dreier Impfstoffe gegen die Variante.

Update vom Dienstag, 25.05.2021, 10.40 Uhr: Neben einer Studie aus Großbritannien hat auch eine US-Studie die Wirksamkeit eines dritten Impfstoffes gegen die indischen Corona-Varianten nachgewiesen. Laut der Studie der New York University könnten die Impfstoffe von Biontech/Pfizer sowie Moderna gegen beide indischen Coronavirus-Varianten, sowohl gegen B.1.617 als auch gegen die in Indien neu auftretende Variante B.1.618, wirksam sein.

Die britische Studie von Public Health England (PHE) hatte nachgewiesen, dass ebenfalls der Impfstoff von Biontech/Pfizer sowie der von Astrazeneca eine relativ hohe Schutzwirkung gegen die Variante B.1.617.2 aufweisen. Insgesamt stehen somit drei Impfstoffe gegen die indischen Corona-Varianten zur Verfügung.

Neben einer Studie aus Großbritannien hat auch eine US-Studie die Wirksamkeit eines dritten Impfstoffes gegen die indischen Corona-Varianten nachgewiesen. (Symbolbild)

Laut Studien insgesamt drei Impfstoffe gegen indische Corona-Varianten wirksam

„Wir haben festgestellt, dass die Antikörper des Impfstoffs zwar ein wenig schwächer gegen die Varianten wirken, aber nicht so sehr, dass es unserer Auffassung nach große Auswirkungen auf die Schutzfähigkeit der Impfstoffe hätte“, sagte Nathaniel Landau, einer der Verfasser der Studie, dem Online-Nachrichtendienst Business Insider zufolge. Die Ergebnisse der Studie von der New York University seien zudem noch nicht von weiteren Fachexperten bewertet worden, da sie als Preprint veröffentlicht wurden. Die Aussagekraft der Studienergebnisse ist daher noch nicht vollständig gesichert.

Bei der US-Studie wurden bereits geimpften Menschen Blutproben entnommen, die unter Laborbedingungen künstlich hergestellten Viruspartikeln ausgesetzt wurden. Die Zahl der Antikörper war bei den indischen Varianten zwar geringer, aber die Vakzine sollen trotzdem ausreichend Schutz bieten, heißt es. Auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA geht bisher davon aus, dass die Impfstoffe von Moderna und Biontech in der Lage sind, die Corona-Mutanten aus Indien zu neutralisieren.

„Bahnbrechend“: Zwei Corona-Impfstoffe erweisen sich als wirksam gegen indische Variante

Erstmeldung vom Sonntag, 23.05.2021: Die indische Corona-Variante B.1.617.2 breitet sich immer weiter aus. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist das weltweit in mehr als 40 Ländern der Fall. Die Mutante gilt als deutlich ansteckender als das herkömmliche Coronavirus, wie RKI-Präsident Lothar Wieler jüngst betonte. Die WHO schätzt die Variante als „besorgniserregend“ ein.

Zwei Impfstoffen bescheinigt die Studie aus Großbritannien eine relative hohe Wirksamkeit gegen die indische Variante. (Archivbild)

Neueste Daten einer Studie aus Großbritannien bescheinigen nun zwei Impfstoffen eine relativ hohe Schutzwirkung gegen die Variante. Es handelt sich um die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Corona: Zwei Impfstoffe laut Studie hochwirksam gegen indische Variante

Aus der Studie geht demnach hervor, dass das mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer zwei Wochen nach der zweiten Dosis zu 88 % gegen Erkrankungen symptomatischer Art durch die indische Variante wirkt. Der Impfstoff von Astrazeneca weist eine Wirksamkeit von 60 % auf.

Zum Vergleich: Der Biontech/Pfizer-Impfstoff bietet gegen die britische Corona-Variante einen Schutz von 93 %, der Astrazeneca-Impfstoff hat einen Wert von 66 %.

Details zur Studie

12.675 Virusproben wurden für die Studie von Public Health England (PHE) ausgewertet. 1054 davon gehörten zur indischen Corona-Variante. Der Untersuchungszeitraum wurde vom 4. April bis zum 16. Mai angesetzt.

Inwieweit andere Impfstoffe, wie beispielsweise von Johnson & Johnson oder Moderna, gegen die indische Variante wirken, ist bislang unklar.

Matt Hancock, britischer Gesundheitsminister, nannte die Studienergebnisse „bahnbrechend“. Großbritannien sieht sich mit einem Anstieg von Fällen, welche im Kontext mit der indischen Variante stehen, konfrontiert. Bislang wurden 3400 Infektionen registriert (Stand: 19. Mai). Insbesondere deshalb hofft die britische Regierung auf eine hohe Schutzwirkung durch Impfstoffe.

Matt Hancock, britischer Gesundheitsminister, nannte die Ergebnisse der Impfstoff-Studie „bahnbrechend“. (Archivfoto)

Corona: Großbritannien ist Virusvariantengebiet – Spahn warnt vor Ausbreitung von Mutante

Am Freitag (21.05.2021) wurde bekannt, dass Deutschland Großbritannien nun als „Virusvariantengebiet“ einstuft, was auf eine Entscheidung des Robert Koch-Instituts zurückgeht. Dabei handelt es sich um die höchste Klassifizierung, was das Infektionsrisiko betrifft. „Dieser Schritt ist hart für Großbritannien, aber er ist notwendig, um die schnelle Ausbreitung der indischen Variante in Deutschland zu verhindern“, erklärte ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Deutschen Presse-Agentur: „Wenn wir die Infektionszahlen weiter drücken wollen, müssen wir verhindern, dass ansteckende Virusvarianten diese positive Entwicklung gefährden.“

Eine Corona-Studie aus Deutschland stellt fest zudem, dass ein therapeutischer Antikörper gar nicht mehr wirkt. Die Corona-Mutante ist vermutlich infektiöser als das Wildvirus. Außerdem gibt es Neuigkeiten bezüglich neuen Impfstoffs: Das Unternehmen Curevac hofft auf eine Zulassung seines Vakzins im Juni. (tu)

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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