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Corona-Impfstoff
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Ein deutsch-dänisches Unternehmen will einen Corona-Impfstoff herstellen, welcher als Universal-Booster dient. (Symbolfoto)

Forschung

Corona-Impfstoff als Universal-Booster - Ein Vakzin nach dem „System Baukasten“

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Eines von zahlreichen Impfstoff-Forschungsprojekten stammt aus dem Süden Deutschlands. Dabei geht es um einen Universal-Booster gegen Sars-CoV-2.

München – Ein deutsch-dänisches Unternehmen forscht derzeit an einem Corona-Impfstoff, der als universelles Booster-Vakzin fungieren soll. „ABNCov2“ nennt ihn der Hersteller Bavarian Nordic, ein Biotech-Unternehmen aus dem Münchner Umland. Der große Vorteil des Mittels: Eine Spritze des Impfstoffs sorgt dem Hersteller zufolge für eine Auffrischung nach der ersten Immunisierung. Laut Hubertus Hochrein lieferten erste Studien „vielversprechende Daten“. Hochrein leitet die Forschungsabteilung.

Der Corona-Impfstoff greife auf ein altbewährtes Prinzip zurück, wie er der Süddeutschen Zeitung erzählte: „System Baukasten“. Das Vakzin bildet demnach virusartige Partikel, welche das Immunsystem täuschen. Der Körper reagiert auf diese, als seien sie tatsächliche Coronaviren – und bildet relativ schnell Antikörper, die am sogenannten Spike-Protein wirken. Das berichtet unter anderem die ARD.

Corona-Impfstoff als Universal-Booster: Wirksam gegen Alpha, Beta und Delta

Gegen zahlreiche Varianten von Sars-CoV-2 – darunter Alpha, Beta und Delta – habe der Impfstoff in Studien einen starken Anstieg der Antikörper veranlasst, heißt es von Herstellerseite. Gegen die neue Corona-Variante Omikron hingegen nicht.

Allerdings dürfte das Vakzin erst im Jahr 2023 oder später zugelassen werden, zu vielen Fragen sind noch ungeklärt. „Da gibt es noch eine Menge Risiken“, so Hochrein laut ARD. Die Notwendigkeit für einen zusätzlichen, universellen Corona-Impfstoff sieht er definitiv: „Wir werden wahrscheinlich in Abständen immer wieder boostern müssen – wie bei anderen Krankheiten“, sagte er der SZ.

Ein Corona-Impfstoff nach dem „System Baukasten“

Das angesprochene „System Baukasten“ wendet Bavarian Nordic seit Jahren auf anderen Forschungsfeldern an. Beispielsweise wurden Impfstoffe gegen Ebola und Pocken auf diese Weise entwickelt.

Weltweit werden aktuell 329 Impfstoffprojekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie durchgeführt. Das geht aus Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor.

Neben „ABNCov2“ erhält derzeit auch das Vakzin von Valneva viel Aufmerksamkeit. Die europäische Arzneimittelagentur hat nun eine beschleunigte Zulassungsprüfung für die EU angekündigt. Hinzu kommt der Corona-Impfstoff von Novavax, auf den zahlreiche Menschen warten. (tu)

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