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„Sputnik V“

Corona-Impfstoff aus Russland ist hochwirksam – Beliefert Putin bald Spahn?

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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„Sputnik V“ ist ein hochwirksamer Corona-Impfstoff. Das Mittel aus Russland steht kurz vor der Zulassung in der EU.

  • Der Corona-Impfstoff aus Russland zeigt offenbar eine hohe Wirksamkeit.
  • „Sputnik V“ wurde zunächst kritisch beäugt. Nun sind verschiedene Expert:innen überzeugter.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn ist gegenüber dem russischen Corona-Impfstoff nicht abgeneigt.

Frankfurt/Moskau – „Sputnik V“, so heißt der Corona-Impfstoff, den Wladimir Putin in Russland entwickeln ließ. Nun wurde er auf seine Wirksamkeit getestet – das Ergebnis: 91,6 Prozent. Zum Vergleich: Der Impfstoff von Biontech/Pfizer weist eine Wirksamkeit von 95,0 Prozent und der Impfstoff von Moderna eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent auf. Einzig der Corona-Impfstoff von AstraZeneca fällt mit einer Wirksamkeit von 60 bis 70 Prozent im Vergleich ab.

Zu „Sputnik V“ wurden verhältnismäßig früh, im August 2020, Studienergebnisse veröffentlicht. Der Kreml sprach bereits damals von einer sehr hohen Wirksamkeit. Kurze Zeit später wurde der Impfstoff per Eilverfahren zugelassen. Mittlerweile sind laut Angaben der russischen Behörden mehr als 1,5 Millionen Menschen damit geimpft – trotz Bedenken aus der Wissenschaft. Bereits nach der Veröffentlichung der ersten Studienergebnisse wurden Bedenken geäußert. Das berichtet unter anderem der „Spiegel“.

Corona-Impfstoff aus Russland – „Sputnik V“ mit hoher Wirksamkeit

Dennoch: Russland impft massenhaft, im Vergleich zu Deutschland. Mit Blick auf die Lieferengpässe der Corona-Impfstoffe in der EU, sprach der Kreml bereits davon, dass Russland Millionen an Vakzin-Dosen liefern könne. Offenbar wird bereits in Sachsen-Anhalt geprüft, ob dort Russland am Standort eines Pharmaherstellers produzieren könnte. Das berichtet der „MDR“. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich jüngst offen für Impfstoff-Lieferungen aus Russland. Angesichts der Lieferengpässe, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung“, dass dafür eine Zulassung des Mittels notwendig sei.

Der russische Corona-Impfstoff „Sputnik V“ könnte schon bald in der EU zugelassen werden. (Archivfoto)

Russland hatte im Januar 2021 einen Zulassungsantrag für „Sputnik V“ bei der „Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA)„ eingereicht. Grundlage für eine Zustimmung der „EMA“ sind gesicherte Studienergebnisse zur Wirksamkeit, die nun offenbar vorliegen. Sie wurden im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht und von unabhängigen Expert:innen geprüft, wie es heißt. Die 91,6-prozentige Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes aus Russland geht auf eine Untersuchung von 20.000 Proband:innen zurück. Eine offizielle Zulassung von „Sputnik V“ steht indes noch aus.

Expert:innen der „London School of Hygiene & Tropical Medicine“, die die Studienergebnisse aus Russland unter anderem begutachteten, resümierten in „The Lancet“: „Die hier berichteten Ergebnisse sind klar und das wissenschaftliche Prinzip der Impfung wird demonstriert. Das heißt, ein weiterer Impfstoff kann sich jetzt im Kampf gegen Covid-19 einreihen.“ (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Russian Direct Investment Fund/Handout/AFP

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