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mRNA-Impfstoff

Corona-Impfstoff von Moderna in EU zugelassen: Zweites Präparat im Kampf gegen das Coronavirus

  • Tanja Banner
    vonTanja Banner
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Der zweite mRNA-Impfstoff gegen Corona ist in der EU zugelassen: der Corona-Impfstoff von Moderna. Deutschland soll bis Ende März zwei Millionen Dosen erhalten.

  • Lichtblick im Kampf gegen das Coronavirus: Der mRNA-Impfstoff von Moderna ist auch in der EU jetzt zugelassen.
  • mRNA-Impfstoffe können schnell produziert werden – doch es gibt auch einen gravierenden Nachteil.
  • Der Corona-Impfstoff von Moderna ist in den USA bereits zugelassen.

Er ist einer der Hoffnungsbringer in der Corona-Krise: Der Corona-Impfstoff des Biotechnologieunternehmens Moderna aus den USA. Der so genannte mRNA-Impfstoff von Moderna ist das zweite Präparat zur Impfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 das in der Europäischen Union zugelassen wird. Zuerst wurde am 21. Dezember 2020 ein Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen – dabei handelt es sich ebenfalls um einen mRNA-Impfstoff.

Der Corona-Impfstoff von Moderna wird als zweites Präparat gegen das Coronavirus in der EU zugelassen.

Nach Zwischenergebnissen der Phase-3-Studie des Moderna-Impfstoffs in den USA schätzten Expert:innen die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs auf 94,5 Prozent ein. Schwere Nebenwirkungen sind in den Studien nach Informationen des Herstellers nicht aufgetreten. Später veröffentlichte Studienergebnisse, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden, zeigten, dass der Wirkstoff von Moderna insgesamt eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent hat. Bei Menschen über 64 Jahren wurde demnach eine Wirksamkeit von 86,4 Prozent beobachtet, bei „Communities of Color“ lag die Wirksamkeit bei 97,5 Prozent. Alle beobachteten Fälle von schweren Covid-19-Verläufen wurden in der Placebo-Gruppe beobachtet.

Corona-Impfstoff von Moderna: mRNA-Impfstoff mit Vor- und Nachteilen

Am 18. Dezember 2020 wurde der Corona-Impfstoff von Moderna in den USA zugelassen. In der EU begann am 1. Dezember 2020 ein so genanntes „Rolling Review“-Verfahren, bei dem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) nach und nach neue Dokumente und Daten überprüft, um die Zulassung schneller zu erreichen. Am 17. Dezember 2020 reichte Moderna die letzten Daten nach, woraufhin die EMA am 6. Januar 2021 die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs „zur Prävention von Covid-19 bei Menschen ab 18 Jahren“ empfahl. Jetzt hat die EU-Kommission das Präparat offiziell zulassen.

Datum der Zulassung\tLand/Region
18.12.2020USA
23.12.2020Kanada
06.01.2021EU

mRNA-Impfstoffe im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2

mRNA-Impfstoffe wie die von Biontech und Moderna sind eine neuartige Technologie, die erstmals zum Einsatz kommt. Dabei wird quasi nur die „Bauanleitung“ für ein Fragment des Coronavirus geimpft. Das besteht aus Boten-Ribonukleinsäure – auf Englisch Messenger-RNA oder mRNA. Diese Informationen nutzen die Zellen rund um die Impf-Einstichstelle, um das Virusprotein herzustellen. Diesen Fremdkörper soll das Immunsystem anschließend als fremd erkennen und zerstören. Eine Gefahr, dass die mRNA ins menschliche Erbgut integriert wird und dieses verändern kann, sehen Expert:innen nicht.

Corona-Impfung: mRNA-Impfstoffe sind temperaturempfindlich

mRNA-Impfstoffe haben einen großen Vorteil: Sie können schneller produziert werden als konventionelle Impfstoffe. Doch es gibt auch einen gravierenden Nachteil: Sie müssen bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden, was die Auslieferung des Impfstoffs sehr aufwändig macht.

Genau wie der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist auch der mRNA-Impfstoff von Moderna temperaturempfindlich. Der Wirkstoff soll nach Unternehmensangaben bei -70 Grad Celsius transportiert werden. Der aus dem Wirkstoff gewonnene Impfstoff kann ein halbes Jahr bei -20 Grad Celsius gelagert werden. Bei 2 bis 8 Grad Celsius bleibt der Corona-Impfstoff von Moderna 30 Tage lang brauchbar. (Tanja Banner)

Rubriklistenbild: © Rogelio V. Solis/dpa

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