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EMA prüft auch Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson nach Thrombose-Fällen

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Von: Tanja Banner

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Verursacht der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson auch Thrombosen? Die EMA untersucht bekanntgewordene Fälle.
Verursacht der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson auch Thrombosen? Die EMA untersucht bekanntgewordene Fälle. © Jessica Hill/dpa

Nach einer Impfung mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson sind mehrere Fälle von Blutgerinnseln aufgetreten, meldet die EMA. Fachleute prüfen einen möglichen Zusammenhang.

Frankfurt – Der Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson ist in der EU zugelassen, soll aber nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn voraussichtlich erst ab Mitte April in Deutschland zum Einsatz kommen. Kurz vor diesem Termin bekommt die Hoffnung auf das Corona-Vakzin, das das Impftempo weiter erhöhen könnte, einen Dämpfer von der europäischen Arzneimittelagentur EMA.

Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson aufgetreten, teilte die EMA am Freitag (09.04.2021) mit. Drei der Thrombosefälle seien in den USA gemeldet worden. Ein Fall sei im Rahmen einer klinischen Studie an einem ungenannten Ort aufgetreten – diese Person starb den Angaben zufolge. Einen Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff habe man bisher noch nicht festgestellt, betonte die EMA weiter. Die Behörde prüft einen möglichen Zusammenhang derzeit.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson – EMA untersucht Zusammenhang mit Thrombosen

In den USA ist der Impfstoff von Johnson & Johnson bereits im Einsatz. Sein großer Vorteil: Es ist nur eine Dosis nötig, um umfassenden Schutz gegen das Coronavirus zu erreichen. In Europa hat die EMA den Impfstoff Mitte März zugelassen, ab 19. April soll Johnson & Johnson liefern – 55 Millionen Dosen erwartet die EU im zweiten Quartal.

Corona-Impfstoff von Astrazeneca: Zusammenhang mit Thrombosen

Erst am Mittwoch (07.04.2021) hatte die europäische Arzneimittelagentur bekanntgegeben, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen seltenen Thrombose-Fällen nach einer Impfung mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca. Pro etwa 100.000 geimpften Personen trat etwa ein gemeldeter Fall von Blutgerinnseln im Gehirn auf. Trotzdem gab die EMA weiter grünes Licht für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca in der EU. Der Nutzen des Wirkstoffs sei höher zu bewerten als die Risiken, hieß es.

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Trotz der EMA-Empfehlung gehen einige Länder mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca anders um: In Deutschland etwa wird er seit einiger Zeit erst für Personen ab 60 Jahren empfohlen, jüngere Personen können sich nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin trotzdem für den Impfstoff entscheiden. (Tanja Banner)

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