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Corona-Impfstoff von Curevac
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Curevac senkt die Erwartungen an die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs. (Symbolfoto)

Pandemie

Corona-Impfstoff unwirksamer? Curevac senkt Erwartungen

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Curevac forciert eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs. Die EU hat bereits zahlreiche Impfdosen bestellt. Doch es gibt Verzögerungen.

Update von Freitag, 04.06.2021, 8.30 Uhr: Das Warten auf den Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac geht weiter. Für eine Zulassung des Vakzins fehlen der Europäischen Arzneimittelagentur Daten einer großangelegten Studie, welcher es offenbar an Probanden mangelt. Kürzlich betonte eine Sprecherin des Unternehmens, dass man auf eine Zulassung im Juni hoffe (siehe Erstmeldung vom 23.05.2021).

Nun wurden neue Details des Impfstoffs bekannt: Curevac geht wohl davon aus, dass der Impfstoff lediglich eine Wirksamkeit von circa 70 Prozent hat. „Der ursprüngliche Virusstamm, den wir im Jahr 2020 bekämpft haben, ist heute durch die Ausbreitung anderer Virusvarianten und das Auftreten neuer Virusstämme so gut wie verdrängt worden. Unserer Meinung nach untersuchen wir die Wirksamkeit in einer der vielfältigsten Studien mit Blick auf das breite Aufkommen von Virusvarianten“, erklärte Franz-Werner Haas, CEO von Curevac, dem Nachrichtenportal Business Insider. Zuvor hatte auch das Handelsblatt über die niedrigeren Erwartungen berichtet.

Corona-Impfstoff von Curevac – Komplizierte Vakzin-Herstellung durch Virusvarianten

Im Vergleich zum Beginn der Pandemie hat sich die Lage deutlich verkompliziert. Zahlreiche Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2, welche nun anders bezeichnet werden, kursieren. Einen Impfstoff gegen die verschiedenen Mutationen zu entwickeln, sei viel komplexer, als es noch vor Monaten der Fall gewesen sei, so eine Unternehmenssprecherin. Curevac greift dafür in Studien auf verschiedene Sequenzierungsverfahren zurück. Dieser Prozess nimmt offenbar deutlich mehr Zeit ein, als die Verfahren der Konkurrenz um Biontech/Pfizer oder Moderna.

Erstmeldung von Sonntag, 23.05.2021, 09.00 Uhr: Tübingen – Das Unternehmen Curevac rechnet mit einer baldigen Zulassung seines Corona-Impfstoffs. Die Ausweitung der Produktion sei bereits in der Planung, sagte Sprecherin Sarah Fakih der Augsburger Allgemeinen. „Wir hoffen auf eine Zulassung im Laufe des zweiten Quartals“, so Fakih. Dafür verantwortlich ist die Europäische Arzneimittelagentur EMA, welche Vakzine in Deutschland zulassen kann.

Curevac hofft auf eine baldige Zulassung des Corona-Impfstoffs. (Symbolfoto)

Bei dem Corona-Vakzin von Curevac handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff, ähnlich wie das Mittel von Biontech/Pfizer. Bei der EMA seien bereits zahlreiche Daten aus Studien eingegangen, berichtet die Sprecherin: „Wenn alles bei der Behörde ist, können wir den formalen Antrag stellen.“

Corona-Impfstoff für Deutschland: Curevac hofft auf Zulassung im Juni

Die Europäische Union habe vor geraumer Zeit insgesamt 225 Millionen Impfdosen bei Curevac bestellt, erklärte die Sprecherin der Zeitung. Der größte Anteil solle noch im Jahr 2021 ausgeliefert werden, der Rest im Jahr 2022.

Wie die Bundesregierung mitteilt, wurden für Deutschland 24,5 Millionen Impfdosen bei Curevac bestellt. Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wird bis Ende des Jahres mit einer Gesamtliefermenge von 290 Millionen Corona-Impfdosen in Deutschland gerechnet. Diese Menge setzt sich allerdings aus Vakzinen der Hersteller Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson, Astrazeneca und Moderna zusammen. Curevac-Lieferungen sind darin noch nicht einberechnet. (tu)

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