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Impfstoff

Corona-Impfstoff von Curevac: Erneut gibt es Verzögerungen – Wann kommt das Vakzin?

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Große Hoffnungen wurden auf den Corona-Impfstoff von Curevac gesetzt. Nun wird es wohl erneut einige Wochen dauern. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Tübingen – Eigentlich sollte der Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac schon längst auf dem Markt sein. Eigentlich. Doch immer wieder verzögerte sich das Vakzin. Nun teilte das Unternehmen mit ambitionierten Zielen mit, dass noch immer geprüft werde. Dies berichtet das Schwäbische Tageblatt. Zwar hatte eine Prüfinstitution in einer Zwischenanalyse „keine Sicherheitsbedenken“ zu dem Vakzin geäußert, die Prüfungen würden jedoch weitergehen, um mehr Daten für die Wirksamkeitsanalyse zu sammeln.

Wann der Impfstoff gegen das Coronavirus zum ersten Mal gespritzt werden kann, bleibt damit weiterhin unklar. Eigentlich hatte Curevac eine Auslieferung im zweiten Quartal 2021 angekündigt. Damit bleibt noch bis Ende Juni Zeit. Ob dieser Zeitplan allerdings eingehalten werden kann, ist mehr als zweifelhaft. Eine Sprecherin wollte dies „weder bestätigen noch dementieren.“ Einige Politiker, wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, hatten sich für eine Notzulassung des Impfstoffes ausgesprochen.

Curevac-Impfstoff gegen Corona: Verzögerungen bei der Zulassung

Selbst wenn alle Daten vorliegen, muss zunächst die europäische Zulassungsbehörde über die Zulassung des Impfstoffes entscheiden. Dies dauert meist erneut ein bis zwei Wochen, so das Schwäbische Tageblatt. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung über die Verzögerungen berichtet. Als Grund wurde angegeben, dass es derzeit nicht genug Covid-19-Erkrankte für die Studie gebe. Für die Daten müssen Infizierte mit Personen mit dem zu prüfenden Impfstoff verglichen werden.

Ein Mitarbeiter arbeitet in der Impfstoffproduktion der Bayer AG an einer Maschine. Die Produktion des Curevac-Impfstoffs soll unter anderem im Biotechnikum von Bayer in Wuppertal stattfinden.

Weitere Probleme sind die fehlenden Rohstoffe und Materialen für die Produktion, die laut der Imfstoffallianz Gavi weltweit knapper werden. Auch die Ausbreitung der Virusvarianten und neuer Virusstämme behindern die Datenerhebung. Die erneute Verzögerung ist ein weiterer Rückschlag für das Unternehmen aus Tübingen, welches aufgrund der hohen Forschungszahlen weiterhin rote Zahlen schreibt.

Corona-Impfstoff: Curevac soll besonders in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen

Mehr als ein halbes Jahr hängt Curevac nun dem Mainzer Konkurrenten von Biontech hinterher. Grund dafür ist laut der Wirtschaftswoche vor allem auch, dass das Unternehmen später reagierte. Während der Konkurrent bereits im April 2020 mit Tests am Menschen beginnen konnte, war es bei Curevac im Juli 2020 soweit. Als die entscheidende Studie im Dezember 2020 begann, hatte Biontech schon seine Zulassung. Dafür soll der Impfstoff einige Vorteile mit sich bringen: Weniger Nebenwirkungen und längere Haltbarkeit im Kühlschrank, um die zwei wichtigsten zu nennen. Dies könnte entscheidend für den späteren Einsatz in Entwicklungsländern sein.

Jedoch soll der Impfstoff laut dpa ab Anfang Juni in Großbritannien als sogenannter „Booster-Impfstoff“ getestet werden. Diesen Impfstoff sollen bereits mit vollem Impfschutz ausgestattete Personen als Auffrischung bekommen. Nebenbei forscht das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmaunternehmen Glaxosmithkline (GSK) an einem Impfstoff der zweiten Generation, der gegen die neu auftretenden Virusvarianten besser schützen soll. (als)

Rubriklistenbild: © dpa/Landesregierung Nordrhein-Westfalen/Michael Rennertz

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