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Warum erkranken einige Menschen schwer an Corona und andere gar nicht, obwohl sie viel Kontakt haben? Britische Forscher haben nun Hinweise entdeckt. (Symbolbild)
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Warum erkranken einige Menschen schwer an Corona und andere gar nicht, obwohl sie viel Kontakt haben? Britische Forscher haben nun Hinweise entdeckt. (Symbolbild)

Neue Studie

Gegen Corona immun: Warum sich manche Menschen nicht mit Sars-CoV-2 infizieren

  • VonHelena Gries
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Nicht alle Menschen, die mit Corona in Kontakt kommen, erkranken. Britische Forscher haben nun in einer Studie Hinweise den Grund dafür entdeckt.

Frankfurt – Warum erkranken einige Menschen nicht an Corona*, obwohl sie beispielsweise als Mitarbeiter in einem Krankenhaus viel Kontakt zu Covid-Patienten haben? Diese Frage hat auch britische Forscher beschäftigt. Im Rahmen einer Studie haben sie Daten und Proben von Klinikpersonal über einen Zeitraum von vier Monaten ausgewertet. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Bisher steht die Studie allerdings noch auf dem Prüfstand und vor der endgültigen Veröffentlichung.

Nach Auswertung der Studie kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass einige Menschen über eine besondere Immunität gegen das Coronavirus zu verfügen scheinen. In einer Gruppe von insgesamt 58 Menschen des britischen Krankenhauspersonals gab es innerhalb von vier Monaten bei regelmäßigen Tests weder ein Corona-positives Testergebnis, noch konnten bei diesen Personen Antikörper gegen das Virus gefunden werden. Zahlreiche Kollegen dieser Gruppe steckten sich in dieser Zeit jedoch mit dem Coronavirus an.

Immun gegen Corona? Britische Forscher werten Daten von Krankenhauspersonal aus

Bei genauerer Untersuchung der Proben stellten die Wissenschaftler fest, dass in 20 der Blutproben der Wert bestimmter T-Zellen erhöht war. Wie der Nachrichtensender Ntv berichtet, habe es den Anschein, als könnte das Immunsystem dieser Menschen das Virus bekämpfen, noch bevor es sich festsetzen und im Körper vermehren kann.

Als Grund für diese Abwehr vermuten die Wissenschaftler die T-Zellen. Es sei möglich, dass das Immunsystem der Betroffenen bereits auf eine neue Krankheit vorbereitet gewesen sei, erklärt Leo Swadling vom University College London, der an der Studie beteiligt war, gegenüber der britischen Rundfunkanstalt BBC.

Britische Corona-Studie: Kreuzimmunität durch Vorerkrankung?

Die T-Zellen wurden jedoch nicht nur im Blut der Nicht-Infizierten gefunden, sondern auch in Proben, die bereits vor der Pandemie entnommen wurden. Das brachte die Wissenschaftler zu der Vermutung, dass diese T-Zellen bereits vor der Pandemie im Körper entstanden sein könnten. Durch frühere Infektionen mit einem der vier bekannten Coronaviren, die jedoch meist nur eine Erkältung ausgelösten, könnte es laut der Studie zufolge zu einer Kreuzimmunität gekommen sein.

Die Wissenschaftler warnen jedoch vor falschen Rückschlüssen, denn es sei noch nicht sicher, wieso die T-Zellen in den untersuchten Proben aktiviert wurden. Die Ergebnisse zeigten zwar nicht, dass Menschen, die eine Erkältung hatten, vor einer Corona-Infektion geschützt seien, allerdings könnten sie dabei helfen, bessere Impfstoffe zu entwickeln. 

Eine neue Corona-Variante bereitet Experten Sorgen. Die Omikron-Mutante* aus Südafrika enthalte ungewöhnlich vielen Mutationen. (Helena Gries) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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