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Mitarbeiter testen eine Frau in einem Corona-Testzentrum.
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Jeder fünfte Corona-Fall in Hessen ist auf die Delta-Variante zurückzuführen. Bald wird die Corona-Variante das Infektionsgeschehen in Deutschland dominieren. (Symbolfoto)

Pandemie

Delta auf dem Vormarsch: Bereits jede fünfte Corona-Infektion in Hessen betroffen

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Jede fünfte Corona-Infektion in Hessen ist auf die Delta-Variante zurückzuführen. Auch in anderen Bundesländern steigen die Infektionen mit Delta.

Berlin – Sinkende Corona-Zahlen, immer mehr Impfungen, kaum noch Lockerungen: Die Corona-Pandemie in Deutschland scheint sich derzeit zu entspannen. Und doch: Eine dunkle Wolke trübt das Licht: die Delta-Variante. Und sie ist auf dem Vormarsch, wie beispielsweise Hessens Gesundheitsminister Kai Klose bestätigt.

„Wir haben doch deutliche Anzeichen, dass Delta auch in Hessen mittlerweile schon über 20 Prozent der Fälle dominiert“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die Variante, die zum ersten Mal in Indien aufgetreten war, verbreite sich schnell. Vor allem für ungeimpfte Personen steige das Risiko, so Klose.

Corona-Variante Delta: In Hessen bereits auf dem Vormarsch

Klose erklärte jüngst, dass die Variante noch ansteckender sei, als die Alpha-Variante, die bisher das Infektionsgeschehen dominiert hatte. „Aber wir haben keine Hinweise darauf, dass diese Variante noch mehr schwere Erkrankungen auslöst.“ Auch er gehe davon aus, dass sich die Variante relativ schnell durchsetzen werde und zur vorherrschenden Variante werden wird. Die Delta-Variante gilt als 40 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante.

Auch in Bayern hat sich die Corona-Lage gewandelt. Innerhalb einer Woche haben sich dort die Neuinfektionen mit der Delta-Variante fast verdoppelt. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) sagte nach einer Kabinettssitzung, dass bayernweit 229 Fälle bestätigt seien. In einzelnen Laboren mache Delta mittlerweile fast 25 Prozent der festgestellten Varianten aus. In anderen Bundesländern, wie Baden-Württemberg, steigen die Infektionen mit Delta ebenfalls, bleiben jedoch bisher auf einem niedrigen Niveau.

Gesundheitsminister Spahn zur Delta-Variante: Frage des wann, nicht des ob

Diese Entwicklungen bestätigten erst kürzlich auch mehrere Fachleute. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte zuletzt, es sei nicht die Frage, ob, sondern wann Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominieren werde. In Deutschland lag laut Zahlen des Robert Koch-Institutes der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Neuinfektionen bei etwa sechs Prozent (Woche vom 31. Mai bis 6. Juni). Die Zahlen sind allerdings schon zwei Wochen alt, mittlerweile könnte es aufgrund der raschen Ausbreitung der Variante schon ganz anders aussehen.

In Großbritannien dominiert die Variante bereits das Infektionsgeschehen. Erste Fälle waren dort im April nachgewiesen worden. Anfang Mai machte Delta bereits ein Viertel der Fälle aus, seit Anfang Juni gibt es fast nur noch Delta-Fälle. Dies steht nun wohl auch Deutschland bevor. Eine Überlastung der Krankenhäuser ist dann allerdings wohl eher nicht zu befürchten, da die besonders gefährdeten Gruppen bereits geimpft sind. Trotzdem befürchten einige Experten eine neue Corona-Welle im Herbst.

Auch weltweit breitet sich die Delta-Variante weiter aus und wird damit zur Gefahr für vor allem jene armen Länder, in denen die Impfkampagnen gerade erst ins Rollen geraten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warf dem Westen daher vor, in der Coronakrise „historisch versagt“ zu haben. Mittlerweile macht Delta 8,99 Prozent aller Neuinfektionen aus, vor zwei Wochen waren es noch 6,73 Prozent gewesen. (als/dpa)

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