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Aids
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Die Forschung steht im Rahmen der Corona-Pandemie mehr denn je im Fokus. 

Plasmazellen

Corona-Infektion: Wie der Körper Covid-Genesene dauerhaft schützt

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Eine US-Studie zur Immunität nach durchgemachter Corona-Infektion zeigt: Nicht nur die Antikörper sind entscheidend.

USA - Ein Forschungsteam aus den USA hat im Knochenmark von Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, langlebige Plasmazellen nachgewiesen. Zusammen mit B-Gedächtniszellen im Blut könnten diese bei einer erneuten Infektion mit Sars-CoV-2 eine Erkrankung verhindern, vermuten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um den Immunologen Ali Ellebedy von der Washington School of Medicine in St. Louis. Die Studie wurde im Fachjournal Nature veröffentlicht.

Corona-Infektion: Plasmazellen sind Antikörper-Produzenten

Die Dauer der Immunität nach einer Infektion ist ein so zentrales wie kompliziertes Thema bei Corona. Fakt ist, dass bei den meisten Menschen die Antikörper-Titer nach einer gewissen Zeit zurückgehen. Die Forschenden um Ellebedy haben als weitere „Player“ die B-Gedächtniszellen im Blut und die Plasmazellen im Knochenmark unter die Lupe genommen. Langlebige Plasmazellen, heißt es in der Studie, seien eine „dauerhafte und essenzielle Quelle“ schützender Antikörper. Das führe dazu, dass ehemals erkrankte Menschen ein „signifikant niedrigeres Risiko einer Reinfektion“ besäßen.

Plasmazellen sind weiße Blutkörperchen, die von B-Zellen gebildet werden. Das geschieht immer dann, wenn B-Zellen durch eindringende Krankheitserreger aktiviert werden. Die zunächst gebildeten Plasmablasten wandern dann in das Knochenmark, wo sie viele Jahre überdauern können. Aufgabe der Plasmazellen ist die massenhafte Produktion von Antikörpern bei Bedarf. So kann eine Plasmazelle bis zu 10.000 Antikörpermoleküle pro Sekunde herstellen und an das Blut abgeben.

Infektion mit dem Coronavirus: Antikörperbildende Plasmazellen stabil

Die Forschenden hatten 77 Frauen und Männer begleitet, die während der ersten Welle an Covid-19 erkrankt waren, die meisten von ihnen mild. Alle drei Monate wurden bei ihnen die Antikörper gemessen. Das Ergebnis: Der Titer ging während der ersten vier Monate rapide und in den folgenden sieben Monaten allmählicher zurück, blieb aber auch noch elf Monate nach der Infektion auf nachweisbarem Niveau. Jedoch stammten diese Antikörper nicht mehr von den Plasmazellen, die während der akuten Infektion gebildet wurden, Ellebedy vermutet, dass sie von langlebigen Plasmazellen im Knochenmark produziert wurden.

Um das zu testen, entnahmen die Forschenden jenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich zu dieser unangenehmen Prozedur bereit erklärt hatten, zweimal Gewebeproben aus dem Knochenmark. Bei den meisten war die Menge der antikörperbildenden Plasmazellen auch sieben bis acht Monate nach der Erkrankung noch nicht zurückgegangen. Zudem ließen sich im Blut B-Gedächtniszellen nachweisen, die im Falle einer Infektion rasch wieder neue Plasmazellen bilden können. (Pamela Dörhöfer)

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