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Eine Frau mit FFP2-Maske ist bei Sonnenschein in einem Park unterwegs.
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Forschenden von der Universität Edinburgh zufolge sterben in sonnigen Gegenden weniger Menschen an dem Coronavirus. (Symbolfoto)

Corona-Pandemie

Mehr Sonne, weniger Corona-Tote – Forschende vermuten einen Zusammenhang

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Beeinflusst die Sonne die Zahl der Corona-Todesfälle? Forschende der Universität Edinburgh haben Daten verglichen und kommen zu einem klaren Ergebnis.

Edinburgh/Berlin - Statistiken zufolge gibt es in Gebieten mit einem hohen Anteil an Sonnenstunden weniger Corona-Todesfälle als andernorts. Das berichtet der „Deutschlandfunk“ und beruft sich auf eine Studie, die im „British Journal of Dermatology“ vorgestellt wurde.

Dieser Studie zufolge haben Forschende der Universität Edinburgh Daten aus den USA, England und Italien miteinander verglichen. Sie fanden heraus, dass die Beziehung zwischen der Sterberate aufgrund des Coronavirus, der Jahreszeit und dem Breitengrad auffällig gewesen sei, heißt es.

Weniger Corona-Todesfälle: Kein Zusammenhang mit Vitamin D

Im Zuge ihrer Forschungen schlossen sie jedoch auch einen bislang häufig vermuteten Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Corona-Mortalität aus – sprich: Vitamin D ist ihrer Ansicht nach nicht der Grund dafür, dass weniger Menschen an Covid-19 sterben. Zu diesem Schluss kommen die Forschenden, da sie in der Studie Gebiete betrachtet haben, in denen die für die Vitamin-D-Bildung nötige UV-Strahlung kaum erreicht werde, berichtet der „Deutschlandfunk“. Vitamin D wird bei Kontakt mit Sonnenlicht produziert und stärkt das Immunsystem, es hilft beispielsweise bei der Abwehr von Erkältungsviren.

Mit dem Vitamin D hatte sich auch Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim („Mailab“) auseinandergesetzt, zahlreiche Informationen geliefert und dabei Fakten von Mythen getrennt.

Coronavirus

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Doch wenn laut der Studie Vitamin D nicht der Grund für eine geringere Anzahl an Corona-Sterbefällen ist, was ist dann für diese Entwicklung verantwortlich? Laut den Forschenden der Universität Edinburgh könnte das UV-Licht zu einer Freisetzung von Stickstoffmonoxid im Körper führen. Dieser Stoff hatte in Labor-Studien dafür gesorgt, dass sich das Coronavirus schlechter ausbreiten kann, heißt es im Bericht des „Deutschlandfunk“. Weitere Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass eine erhöhte Sonnenlichtexposition mit einem niedrigeren Blutdruck und einem niedrigeren Herzinfarktrisiko in Zusammenhang steht – zwei Risikofaktoren, die zu einem schweren Covid-19-Verlauf führen können.

Coronavirus: Geringeres Ansteckungsrisiko bei Aufenthalt im Freien

Ein weiterer und einfacherer Grund könnte jedoch auch sein, dass sich Menschen bei gutem Wetter eher im Freien treffen, wo das Risiko der Ansteckung deutlich geringer sei als in geschlossenen Räumen, heißt es.

Bei der Studie handelt es sich laut den Forschenden um eine sogenannte Beobachtungsstudie. Daher lasse sich nicht abschließend feststellen, ob das Sonnenlicht tatsächlich für geringere Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verantwortlich sei.

Dass sich Sonnenstrahlen und vor allem UV-Strahlen auf die genetische Information des Coronavirus auswirken und diese schädigen, haben auch deutsche Forschende festgestellt. Virologin Stephanie Pfänder von der Ruhr-Universität Bochum stellte einen Einfluss von Umweltfaktoren auf die Stabilität der Coronaviren fest. „Ganz grob kann man sagen, dass UV-Strahlung in der Lage ist, das Virus zu inaktivieren, indem die virale Nukleinsäure angegriffen wird“, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die Viren seien dann nicht mehr infektiös. (uf)

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