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Forschung

Neue Corona-Studie: Ist das Virus deshalb tödlich?

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Eine Studie zeigt, wieso das Coronavirus bei einigen Patienten einen besonders schweren Verlauf nimmt. Forscher könnten damit einen Ansatz zur Behandlung von Covid-19 gefunden haben.

  • Wissenschaftler forschen weiter am Krankheitsverlauf von Covid-19
  • Bei besonders schweren Erkrankungen mit dem Coronavirus ist laut einer neuen Studie das Immunsystem betroffen
  • Forscher könnten damit einen Therapieansatz für die Behandlung von Covid-19 gefunden haben

Erlangen - Über 770.000 Menschen sind weltweit bereits an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Die Erforschung der Krankheit geht weiter. Immer noch gibt es viele Fragen - beispielsweise wieso ein Teil der Erkrankungen mit Covid-19 besonders schwer verläuft. Forscher könnten darauf eine Antwort gefunden haben.

Corona Studie: Das Immunsystem ist betroffen

Das Fachmagazin EBioMedicine hat eine Studie veröffentlicht, die sich als enormer Fortschritt in der Erforschung des Coronavirus erweisen könnte. Auch Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) waren daran beteiligt. Sie verglichen Autopsiematerial und Blutproben von Covid-19-Patienten mit Gesunden und weniger schwer Erkrankten. Dabei fanden sie möglicherweise richtungsweisende Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Immunsystem.

Medizinisches Personal in Schutzanzügen schieben einen Covid-19-Patienten in einem Bett über eine Straße, um ihn in die Intensivstation zu verlegen.

Covid-19 aktiviert demnach bestimmte weiße Blutkörperchen, die sich zusammenballen und in den Blutgefäßen Netze bilden. Die weißen Blutkörperchen stoßen diese Netze ins Blutplasma aus und verstopfen die Blutgefäße damit. Dabei entstehen kaum behandelbare Komplikationen.

Forschung zum Coronavirus: Schwerer Verlauf sorgt für Immunthrombose

Ähnlich wie bei einer Thrombose kommt es durch die Verstopfung der Gefäße zur Blutgerinnung, allerdings sind die Immunzellen betroffen. Daher sprechen die Forscher von einer Immunthrombose. Sie sorgt in der Lunge dafür, dass die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr funktioniert.

Die erwähnte Bildung von Netzen sei zwar ein gewöhnlicher Vorgang für den Körper, jedoch ist sie bei einer Erkrankung mit Covid-19 nicht nur auf einen Teil eines Organs beschränkt. Es betrifft viele Blutgefäße in verschiedenen Organen, vor allem die Mikro-Gefäße in der Lunge, die besonders schwer verstopft werden.

Coronavirus: Immunthrombose bei Forschung bislang nicht bedacht

Ein Ansatz für die Behandlung von schweren Covid-19-Fällen sei es jetzt, die Ballung der weißen Blutkörperchen zu hemmen, um damit die Bildung der Netze in den Blutgefäßen zu verhindern, erklären die Forscher der FAU. Zwei Medikamente könnten bei diesem Ansatz helfen, wie das Deutsche Ärzteblatt mitteilte. Heparin ist ein bekanntes Mittel, um Gerinnungen zu hemmen. Es wurde Patienten bereits verabreicht, um einer Thrombose vorzubeugen. Die Dosis könnte in schweren Fällen nun erhöht werden. Ein weiteres Mittel ist Dexamethason. Es greift die wirkenden Enzyme an und soll laut einer Studie die Sterblichkeitsrate bereits gesenkt haben. (Lukas Rogalla)

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Rubriklistenbild: © dpa / Shen Bohan

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